11.08.2023

Manuel Neuer gründet Startup

Torwart-Superstar Manuel Neuer startet gemeinsam mit drei Co-Gründern das Riegel-Startup Health Yeah AG. Er selbst wird allerdings nur Aufsichtsratsvorsitzender.
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Die vier Health Yeah-Gründer (vlnr.) Anton Reich, Manuel Neuer, Jan Driessen und Felix Hellenberg | (c) Health Yeah
Die vier Health Yeah-Gründer (vlnr.) Anton Reich, Manuel Neuer, Jan Driessen und Felix Hellenberg | (c) Health Yeah

Ein gesunder Riegel mit der Hauptzielgruppe Sportler:innen – das Produktversprechen der Health Yeah AG klingt nicht besonders neu oder genuin. Herausstechend beim neu gegründeten Startup ist einer der Co-Founder: Der mehrfache Welttorhüter Manuel Neuer. Er gründete das Unternehmen nun gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Jan Driessen, der den CEO-Posten übernimmt, und den beiden ehemaligen Yfood-C-Level Managern Anton Reich und Felix Hellenberg, wie OMR berichtet.

Manuel Neuer wird Aufsichtsratsvorsitzender

Und wie geht sich die Führung eines Startups für Manuel Neuer, der auch im Alter von 37 Jahren noch als Fußballprofi bei Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft aktiv ist, aus? Wohl nicht wirklich, weswegen der Torhüter als Aufsichtsratsvorsitzender von Health Yeah, also nicht operativ, fungieren wird. Wichtiger als eine operative Beteiligung ist aber wohl ohnehin der Marketing-Wert des Sportlers: Alleine auf Instagram hat er rund 13 Millionen Follower:innen.

Ernährungs-Einschränkungen führten zu Idee

Auf die Idee für das Startup ist Manuel Neuer laut OMR jedenfalls selbst gekommen – und zwar schon vor fünf Jahren. In einer längeren Verletzungspause vor der Weltmeisterschaft 2018 habe er sich intensiv mit seiner Ernährung auseinandergesetzt. Damals sei festgestellt worden, dass sich einige Lebensmittel negativ auf seine Regeneration und Leistung auswirken. Er habe seitdem auf Laktose und zugesetzten Zucker verzichtet, ernähre sich glutenfrei und esse kaum Fleisch. Diese Ernährungsweise ist nun im Riegel von Health Yeah umgesetzt worden. Er ist bio-zertifiziert, vegan, gluten- und laktosefrei und enthält weder zugesetzten Zucker noch Soja.

Marktstart im Herbst geplant

Wann der Health-Yeah-Riegel genau auf den Markt kommt, sei noch nicht ganz klar, heißt es im OMR-Bericht – jedenfalls im Herbst. Dann starte Manuel Neuers Startup den Verkauf über den eigenen Online-Shop und über „ausgewählte Einzelhandelsmärkte“. Dabei dürfte es sich zumindest um Filialen der deutschen Supermarktkette Edeka handeln – eine Betreiberin mehrerer Märkte sitzt nämlich im Aufsichtsrat des Unternehmens.

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Christina Hirschl, Geschäftsführerin von Silicon Austria Labs | (c) Helge Bauer
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Laut internationaler Energieagentur wird sich der weltweite Stromverbrauch der Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden mehr als verdoppeln. Das entspricht etwas mehr als dem gesamten Stromverbrauch Japans heute. Während die EU ein verpflichtendes Nachhaltigkeits-Label entwirft, um den Energie- und Wasserverbrauch der Branche einheitlich bewerten zu können, arbeitet man in Österreich bei Silicon Austria Labs an energieeffizienter KI und Rechen-Hardware.

Stromsparen mittels Chip-Bausteinen und optimierten KI-Modellen

Bei Silicon Austria Labs arbeitete man schon 2025 an einer effizienteren KI, wie brutkasten berichtete. Nun soll Energie mittels Hardware-Beschleunigern gespart werden, also mit Chip-Bausteinen, die KI-Berechnungen mit wesentlich geringerem Energieaufwand ausführen als herkömmliche Prozessoren. So entwickelt das Silicon Austria Labs für das europäische Projekt ISOLDE im Rahmen des Chips Joint Undertaking energieeffiziente Beschleuniger.

„Unsere Stärke liegt darin, KI dort effizient zu machen, wo sie tatsächlich rechnet, im Chip und im Datacenter“, sagt Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs. „Wir entwickeln Hardware und Verfahren, die dieselbe Rechenleistung mit deutlich weniger Energie erbringen. Das ist die Grundlage, damit KI in Europa nachhaltig wachsen kann.“

Zudem optimiert Silicon Austria Labs KI-Modelle so, dass sie Daten nicht in große Rechenzentren senden, sondern direkt auf den jeweiligen Geräten laufen, wie etwa Haushaltsgeräten, Sensoren oder Satelliten. Auch an einem energieeffizienten „föderierten Lernen“ wird bei Silicon Austria Labs geforscht. Bei dem Prozess wird KI trainiert, ohne dabei sensible Daten zusammenzuführen.

Energiesparende Elektronik für ein unabhängiges Europa

Laut Silicon Austria Labs geht es bei der Forschung nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um die technologische Unabhängigkeit Europas. Durch selbst entwickelte energieeffiziente Chips und Verfahren sei man weniger abhängig von außereuropäischen Anbietern. „Energieeffiziente Elektronik ist ein Standortvorteil für Österreich und Europa“, sagt Hirschl. „Wer die sparsamste Technologie beherrscht, macht sich unabhängiger und verbindet Digitalisierung mit Klimazielen.”

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