12.05.2026
PERSONALIE

Managing Director: Christian Teichmann steigt in die Geschäftsführung von froots ein

Christian Teichmann übernimmt als neuer CFO und COO die operative Verantwortung bei der Vermögensverwaltung froots. Dabei wird er an der Seite von CEO David Mayer-Heinisch das Unternehmen leiten.
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Neuer Managing Director von froots Christian Teichmann (c) froots
Neuer Managing Director von froots Christian Teichmann (c) froots

“froots ist in den letzten Jahren stark gewachsen – bei den Kundinnen und Kunden, beim verwalteten Vermögen und beim Anspruch, den wir an uns selbst stellen. Dieses Wachstum braucht die richtigen Strukturen, damit wir unsere Leistung auch für deutlich mehr Menschen auf gleichem Niveau erbringen können. Christian bringt genau das mit: den operativen Blick, die Durchsetzungskraft und die Erfahrung, um froots für die nächste Phase aufzustellen”, erklärt CEO Mayer-Heinisch.

Klare Aufgabenteilung

Teichmann wird bei froots die operative Steuerung des Unternehmens verantworten. Dazu zählen Finanzen und Controlling, Personalentwicklung bis hin zu Compliance und Recht. Mayer-Heinisch konzentriert sich hingegen auf Strategie, Investment, Vertrieb und Marketing.

“Am Ende des Tages vertrauen uns Menschen ihr Geld an. Dieses Vertrauen zu rechtfertigen – gerade auch in schwierigen Marktphasen, mit Transparenz und Ruhe – ist für mich der wichtigste Antrieb”, so Teichmann über seine neue Aufgabe.

Erfahrungen aus der Finanzwelt

Christian Teichmann bringt über 15 Jahre Erfahrung in regulierten Finanzunternehmen mit. Während seiner elfjährigen Zeit bei der Kommunalkredit Austria übernahm Teichmann früh Verantwortung als Prokurist und Bereichsleiter. Anschließend wechselte er in den Startup-Bereich und übernahm führende Rollen beim Aufbau regulierter FinTechs in Deutschland und Österreich.

Diese Erfahrung hat seinen Blick auf die Branche geschärft und ihn letztlich zu froots geführt. “Echte Demokratisierung beginnt beim professionellen Zugang zum Investieren für alle, ohne dass man dabei allein gelassen wird. Genau das macht froots. Mein Anspruch ist, das, was wir können, richtig gut zu machen – mit den richtigen Strukturen und dem Fokus auf das, was für unsere Kundinnen und Kunden wirklich zählt”, so Teichmann.

Über froots

froots ist eine unabhängige Vermögensverwaltung aus Österreich. Das Unternehmen wurde 2020 gegründet und zählt unter anderem Andreas Treichl (Chairman, Erste Stiftung), Reinhold Baudisch (Gründer, Durchblicker.at) und Georg Kapsch (CEO, Kapsch AG) zu seinen Investoren. (brutkasten berichtete) Das Wiener WealthTech hat in den letzten Jahren mit Millioneninvestments für Schlagzeilen gesorgt.

Redaktionstipp: brutkasten-Talk mit den beiden froots-Gründer:innen David Mayer-Heinisch und Johanna Ronay 

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Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
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