15.06.2015

Management der Zukunft: Chefs werden nun per intelligenter App entlastet

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© SYNK GROUP GmbH & Co. KG: Ein intelligentes Assistenzsystem soll Führungskräfte entlasten.

Viele Manager in Top-Positionen sind überfordert. Eine aktuelle Studie belegt, dass unsere Führungskräfte sogar Burnout gefährdet sind. Oft ermüden tagtägliche Entscheidungen Manager, die eine leitende Position ausüben und dementsprechend oft weitreichende Maßnahmen ergreifen müssen. Ein Startup will Führungskräfte nun bei den richtigen Entscheidungen unterstützen und entwickelt ein modernes und intelligentes Assistenzsystem für Führungskräfte, das in Unternehmen ab Anfang nächsten Jahres den Chef begleiten soll. Die Betaphase startet in Kürze. Damit das System lernen kann, benötigt die Einführung des mobilen Assistenten Zeit: Rund 3 – 6 Monate dauert es, bis es dann reibungslos funktionieren sollte.

Die App soll demnach Manager und Unternehmenslenker bei täglichen Führungsherausforderungen unterstützen. Franz Kübler von LEADA – so der Name des deutschen Startups – ist Gesellschafter der der Unternehmensberatung SYNK Group und daher mit den Herausforderungen des Chef Daseins täglich konfrontiert. Hauptziel sei die Entlastung der Führungsperson. Unter dem Dach der Unternehmensberatung wurde die App auch entwickelt. Laut eigenen Angaben hat die SYNK Group bereits über 20.000 Führungskräfte und Mitarbeiter begleitet. Mit der gesammelten Erfahrung werden Programme, die Führungskräfte unterstützen sollen, wie eben LEADA, aus dem Haus heraus entwickelt.

Die Herausforderungen an jeden Chef sind vielseitig wie unterschiedlich: Immer mehr Informationen fließen auf ihn ein, (Entscheidungs-)Prozesse werden komplexer und Antworten werden schneller erwartet.

Ziel des Assistenzsystems sei die Entlastung der Führungsperson und damit auf lange Sicht gleichzeitig auch seine mentale Gesundheit. Das interaktive Assistenzsystem bietet lösungsorientierte Impulse und Handlungsvorschläge auf Basis von Predictive Analytics Verfahren. Predicitve Analytics ist eine Methode mit Ziel, sinnvolle Muster in Daten sowie Aussagen zu erkennen und dann mithilfe von Algorithmen Handlungsoptionen zu ermitteln. Dabei lernt das Assistenzsystem mit jeder Entscheidung mit: Je häufiger und konstanter ein Manager damit arbeitet, desto individueller werden die Antworten und Impulse sein.

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Novus-Gründer und CEO René Renger mit dem Novus One
(c) Novus

Als brutkasten erstmals über Novus berichtete, war das Fahrzeug aus Braunschweig noch ein Projekt mit guter Anekdote: 75 Kilogramm leicht, Vollcarbonrahmen, Motor im Hinterrad, und ein Team, das eine Kaufanfrage von Elon Musk ausgeschlagen hatte. Inzwischen ist aus dem Prototyp ein Serienfahrzeug geworden. Jetzt gibt das 2019 gegründete Unternehmen von Gründer und CEO René Renger, einem ehemaligen Lead Designer bei Volkswagen, eine Finanzierungsrunde in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags bekannt. Angeführt wird sie von 468 Capital mit Sitz in Berlin und San Francisco. Die genaue Summe nennt Novus nicht.

Serienauslieferungen seit dem Frühjahr

Das Novus One im Stadtverkehr
Das Novus One im Stadtverkehr (c) Novus

Die Serienauslieferungen des Novus One in Europa starteten laut Aussendung im Frühjahr 2026, das Fahrzeug ist in mehreren europäischen Ländern in Kundenhand. Die Founders Edition startet bei 21.300 Euro netto. Das Fahrzeug wiegt 121 Kilogramm, beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 50 km/h und erreicht bis zu 130 km/h. Die 6,2-kWh-Batterie bietet laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite und lädt in 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Novus bezeichnet das Fahrzeug als „Lightbike“ und reklamiert damit eine eigene Kategorie, die die Vorteile von E-Bike, Roller und Motorrad kombinieren soll. Der eigentliche Kniff liegt in der Zulassung: Das Fahrzeug fährt in zwei per Software einstellbaren Leistungsstufen, als Rollerklasse L1e bis 45 km/h und als Motorradklasse L3e bis 130 km/h. In der Einstiegskonfiguration reicht in den USA und in Europa laut Novus ein Autoführerschein, wobei die Voraussetzungen je nach Land und in den USA je nach Bundesstaat variieren. Damit zielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf über 400 Millionen Autofahrer in Europa und Nordamerika statt auf die Nische des Zweiradmarkts.

„Unser Ziel ist nicht, den Motorradmarkt zu elektrifizieren oder nur ein weiteres Zweirad zu bauen. Unser Ziel ist, urbane Mobilität neu zu verteilen. Investoren dieses Kalibers an Bord zu haben, zeigt mir, dass der Markt das genauso sieht“, sagt Renger.

Vom Musk-Nein zum Tesla-Ingenieur an Bord

Das Shareholder-Ökosystem umfasst laut Novus über 30 Investoren. Mit an Bord ist Eric Bach, ehemaliger Chief Engineer bei Lucid Motors und Director of Engineering bei Tesla, der als Investor und Board Advisor an der Fahrzeugentwicklung mitwirkt. Zudem steigt Martin Hoffmann ein, der On vom Schweizer Startup zur globalen Premium-Performance-Marke skaliert und als CFO und Co-CEO an die Börse gebracht hat. Dazu kommen Gründer und Führungskräfte von Kembara VC, Adidas, Audi, BMW, Chrono24, FINN, Grover, Mercedes-AMG, New Balance, Vay und Xiaomi, Venture-Investoren aus dem Silicon Valley und Europa sowie Rennfahrerin Sophia Flörsch. Ein Zweiradhersteller findet sich unter den Gesellschaftern nicht.

„Wir haben uns nicht nach klassischen Mobilitätsinvestoren umgeschaut. Was wir aufgebaut haben, funktioniert eher wie ein eigener Y Combinator“, sagt Hannes A. H. Krieger, CSO und Gründungsmitglied von Novus.

USA 2027, Novus Two Ende 2027

Das frische Kapital soll in den Marktstart in den USA 2027, die Expansion in europäische Lifestyle-Metropolen und die Entwicklung des Novus Two fließen. Das zweite Modell soll die Lightbike-Kategorie zu einem niedrigeren Einstiegspreis in die Breite bringen, der Produktionsstart ist für Ende 2027 geplant.

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