31.05.2016

Manageers: „Managing Growth heißt sich nichts zu scheißen“

Powered by Manageers Die Gründer von hokify realisierten schon während ihres Studiums, dass immer mehr Studenten am Smartphone Jobs suchen. Im Interview erzählt Co-Founder Karl Edlbauer über die Erfolgsgeschichte und Wachstumsstrategie des Unternehmens.
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Es war anfänglich nur eine Idee. Doch die Idee sollte sich als Marktlücke entpuppen. Seit dem Launch sind mehr als 35.000 Jobsuchende und 1.500 Unternehmen auf hokify aktiv. Bei „2 Minuten 2 Millionen“ überzeugten die Jungunternehmer die Investoren und kassierten ein Investment in der Höhe von 1 Million Euro.

Was war das größte Challenge beim Aufbau deines Startups?

EdlbauerIch würde sagen, was ist die größte Challenge – denn wir befinden uns ja noch mitten im Aufbau. Also ich denke eine der größten Challenges ist Fokus. Der Tag hat 24 Stunden. Der Arbeitstag hat etwas weniger. Kenne die Tasks die dich wirklich weiterbringen und fokussiere dich darauf. Das ist wirklich schwierig.

Wie seid ihr zu euren Investoren gekommen?

Von Tag null an haben wir versucht unsere Idee unter die Leute zu bringen. Das heißt wir nahmen an vielen Startup Events wie Entrepreneurship Avenue oder Future Founders Challenge teil. Dort trifft man potentielle Investoren und Leute die einem mit diesen vernetzen können. Wir trafen so unter Anderem unsere Business Angels wie Michael Altrichter unseren strategischen Partner karriere.at und die Community von startup300 durch die unser Deal dann auch zustande gekommen ist. Und dann musst du überzeugen. Mein Tipp: Habe deinen 90 Sekunden Pitch drauf. Und bilde dir nichts auf deine Idee ein, denn es ist nur eine Idee. Zweitens haben wir uns nicht davor gescheut, aktiv auf interessante Leute zuzugehen und unsere Idee zu pitchen.

Redaktionstipps

Was sind die wichtigsten Eckpfeiler eurer Wachstumsstrategie?

In der User Akquisition haben wir zwei wichtige Eckpfeiler. Auf der einen Seite investieren wir extrem viel Zeit und Ressourcen in die ständige Optimierung unserer Online Marketing Kampagnen. Auf der anderen Seite versuchen wir herauszufinden was Jobsuchende wirklich interessiert und wollen exakt diese Inhalte liefern. Dazu gehört selbstverständlich auch gute PR Arbeit, den in dieser Phase ist guter Content die einzige Möglichkeit in Massenmedien präsent zu sein.

Was heißt Managing Growth für dich persönlich?

Managing Growth heißt für mich neue Dinge auszuprobieren, sich sprichwörtlich “Nichts zu scheißen”, und wissen was deine KPIs bedeuten.

Event: “Managing Growth” by Manageers

Erfahrene Manager, Gründer und Investoren zeigen dir, wie schnelles Wachstum in der Praxis funktioniert – ganz egal ob du ein Startup gründen oder Manager in einem Konzern werden willst.

  • 6. Juni 2016 um 19:00 Uhr (Einlass 18:20)
  • Wirtschaftskammer Österreich, Wiedner Hauptstr. 63, 1040 Wien
  • Tickets unter manageers.at (€19 für Studenten, €29 für Berufstätige)
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Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus bildeten die Führungsspitze von Tractive und sind nun auch bei Traxit an Bord | (c) Tractive

Erst im August dieses Jahres wurde die Early-Stage-Investment-Firma „Traxit“ vom ehemaligen Tractive-Führungsteam gegründet (brutkasten berichtete). Nun investiert das 19-köpfige Team rund um Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus in 7hauben, einem oberösterreichischen Kochkurs-Startup. Die Finanzierungsrunde liege im mittleren sechsstelligen Bereich.

„Hochwertige Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell“

„7hauben hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sich hochwertige digitale Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell erfolgreich verbinden lassen. Das starke Wachstum, die konsequente Weiterentwicklung des Produkts und die klare internationale Perspektive haben uns überzeugt. Wir freuen uns, das Team bei der nächsten Wachstumsphase zu begleiten“, sagt Michael Hurnaus, Mitgründer von Tractive und Investor bei Traxit.

Übernahme von Vegan Masterclass

Parallel zu der Investition übernimmt 7hauben die deutsche Vegan Masterclass, eine digitale Kochschule für pflanzenbasierte Küche, sowie das Weiterbildungsangebot der vefa Fernschule für pflanzliche Kulinarik. Mit der Akquisition wachse das Kursangebot auf mehr als 150 Online-Kochkurse.

„Mit Vegan Masterclass übernehmen wir eine starke Marke mit herausragenden Inhalten und einer Community, die für hochwertige pflanzliche Küche begeistert ist. Wir sehen enormes Potenzial, die Plattform mit unserer Erfahrung in Marketing, Technologie und Kursproduktion weiterzuentwickeln“, sagt Johannes Sailer, Geschäftsführer von 7hauben.

Die Zusammenarbeit mit Vegan-Masterclass-Gründer Sebastian Copien werde fortgesetzt und das deutsche Unternehmen als eigenständige Marke weitergeführt. 7hauben plant, das Angebot durch zusätzliche Kursproduktionen, gezieltes Marketing und technologische Weiterentwicklungen auszubauen. Dabei sollen insbesondere Synergien bei der Videoproduktion, Vermarktung und Plattformtechnologie genutzt werden.

Wachstum um „knapp 40 Prozent“

Der Umsatz von 7hauben liege „um knapp 40 Prozent“ über jenem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Bis Jahresende peile man mehr als drei Millionen Euro wiederkehrenden Jahresumsatz (ARR) an. Insgesamt sollen bisher mehr als 100.000 zahlende Kund:innen das Angebot von 7hauben genutzt haben. Besonders stark entwickle sich die Neukundengewinnung mit einem Plus von nahezu 70 Prozent. In Zukunft möchte man zunehmend internationaler werden.

„Unser Ziel ist es, hochwertiges Kochwissen weltweit zugänglich zu machen. Wir wollen sowohl durch strategische Übernahmen als auch durch die internationale Expansion die nächsten Wachstumsschritte setzen“, erklärt Sailer.

 

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