25.04.2022

MADiscover: 350.000 Euro für Startup, das mit KI Käufer für Startups findet

Das 2019 gegründete Startup, das eine Alternative zu klassischen Mergers & Acquisitions-Dienstleistungen bietet, hat seinen Umsatz zuletzt verfünffacht.
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MADiscover - Co-Founder und Partner Wieland Alge und Co-Founderin und CEO Mai Anh Dao
MADiscover - Co-Founder und Partner Wieland Alge und Co-Founderin und CEO Mai Anh Dao | (c) MADiscover

Der Startup-Traum vom schnellen Exit ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber unter anderem daran, dass die Zahl an übernommen Startups zuletzt in die Höhe Schoss, sieht man, dass er doch von vielen geträumt wird. Wer es darauf anlegt, holt sich üblicherweise Hilfe von Mergers & Acquisitions (M&A)-Dienstleistern, die geeignete Käufer:innen identifizieren, Kontakt herstellen und bei Interesse auch gleich bei der Verhandlung helfen. 2019 gegründet will MADiscover aus Innsbruck in diesem Bereich mit einem digitalen Produkt für mehr Effizienz sorgen.

Big Data und KI statt manuelle Datendurchforstung

„Bei der klassischen Suche nach geeigneten Kandidaten für Übernahmen und Fusionen werden Datenbanken manuell durchforstet. Abgesehen vom Zeitfaktor fallen die Ergebnisse in vielen Fällen für die Auftraggeber nicht sehr zufriedenstellend aus, da diese fehleranfälliger sind und auf einer sehr subjektiven Betrachtung basieren“, heißt es vom Startup. Datenbanken würden meist nur finanzielle Daten der Vergangenheit abbilden, seien nicht immer am aktuellsten Stand und seien lokal begrenzt. MADiscover will mit Hilfe von Big Data Analytics und künstlicher Intelligenz bessere Ergebnisse liefern.

Man könne die Analysen weltweit, „systematisch und objektiv“ durchführen. „MADiscover untersucht Technologien, Produkte, Marktzugänge und zusätzlich noch die strategische Ausrichtung von Unternehmen. So werden in kurzer Zeit geeignete Geschäftspartner gefunden, die dann am Ende des Tages auch wirklich zueinander passen“, so das Unternehmen. Die Ergebnisse seien leichter vergleichbar und jederzeit wiederholbar. „Auch können Szenarien bei der Suche kurzfristig verändern werden, was bei klassischen Vorgangsweisen mit einem extremen finanziellen Mehraufwand verbunden oder gar nicht möglich ist“.

MADiscover konnte Umsatz verfünffachen – Kapitalrunde „in wenigen Tagen ausgebucht“

Das Angebot wird gut angenommen. Im vergangenen Geschäftsjahr habe man den Umsatz verfünffacht, heißt es von MADiscover. Auch dieses Jahr entwickle sich das Unternehmen „weiter überdurchschnittlich gut“. Nun schloss man eine Finanzierungsrunde ab, um das Wachstum weiter zu beschleunigen. 350.000 Euro kamen dabei herein, wobei auch der Company Builder MAD ventures, aus dem das Startup hervorging, weiteres Kapital einsetzte.

Co-Founderin und CEO Mai Anh Dao kündigt an: „Nachdem wir unsere Technologie auf diversen Ebenen weiter entwickeln werden, um sie noch skalierbarer zu machen, konzentrieren wir uns im nächsten Schritt auf den raschen Ausbau unseres Teams“. Co-Founder und Partner Wieland Alge sagt über den Abschluss der Finanzierungsrunde: „Das Interesse war wie erwartet sehr groß. In wenigen Tagen war die Runde ausgebucht, auch weil einige Investoren aus unserer MAD Community als Anwälte und Berater in der Welt der Firmenübernahmen zuhause sind“.

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Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto
Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto

„Ihr pitcht nicht um euer eigenes Überleben, ihr pitcht um unser Überleben als Gesellschaft.“ Mit diesen Worten richtet sich Uli Grabenwarter vom European Investment Fund in seiner Keynote bei der Konferenz re:Marc an das Publikum. Er bringt damit eine Kernbotschaft des Events auf den Punkt: Kreative Lösungen für marginalisierte Gruppen müssen in das Zentrum der Wirtschaft rücken.

Ein grenzüberschreitendes Ökosystem

Die re:Marc ist der Höhepunkt des „Marc Impact Programme“, einer gemeinsamen Initiative von ERSTE Stiftung, ERSTE Social Finance Holding, IFUA Nonprofit Partner und SIMPACT. Die Partner riefen dieses internationale Programm ins Leben, um wirkungsorientierte Unternehmen zu unterstützen. Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, vergleicht in seiner Eröffnungs-Keynote die Kernidee mit jener der Erste Bank selbst und gibt den Teilnehmer:innen mit: „Glaub an dich, denn am Ende gewinnt immer das Gute!“

Und Ana Cretu, Director Social Impact Investment der ERSTE Stiftung, stellt klar: „Das Programm wurde designt, um von einer Gemeinschaft getragen zu werden, nicht nur von einer kleinen Gruppe von Leuten.“ Sie betont eine zentrale Überzeugung der Initiator:innen: „High-Impact-Entrepreneure sind entscheidend für resiliente Gesellschaften.“

Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, auf der Bühne bei der re:Marc 2026 | (c) egressyorsifoto

Marc startete 2024 und begleitet Gründer:innen aus mittlerweile sechs Ländern langfristig. Radka Novotná, COO des tschechischen Social Startups Nepanikař, gibt im Gespräch mit brutkasten einen konkreten Einblick: „Das Programm hat uns die Augen geöffnet. Als NGO haben wir oft die Einstellung, mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. Die Mentorinnen und Mentoren haben uns beigebracht, dass es in Ordnung ist, nach Geld zu fragen, weil es für einen wirklich guten Zweck ist.“

Der Pitch um den größten Impact

Das Event in Budapest bringe diese internationale Community zusammen. Zwölf Startups aus Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Tschechien traten dabei auch in drei Runden beim Pitch-Wettbewerb gegeneinander an. Sie zeigten eine enorme Bandbreite an Lösungen. Die Ideen reichten von Drohnen, die Samenbomben zur Wiederaufforstung abwerfen, über mobile Konzertbühnen in Lastenfahrrädern bis hin zu leistbaren Recyclingmaschinen für Plastikmüll aus dem Meer. Die Teams pitchten um Preisgelder von bis zu 20.000 Euro.

Andrew Gray von Tilia Impact Ventures (am Mikrofon) war eines der Jury-Mitglieder | (c) egressyorsifoto

Entscheidend war dabei aber nicht nur der Impact selbst, sondern auch die Frage nach einem tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodell, das diesen Impact finanzieren kann. Entsprechend genau fragte die Jury nach. Jury-Mitglied Andrew Gray von Tilia Impact Ventures erklärt im brutkasten-Gespräch: „Wir sehen uns an, welche Startups den größtmöglichen Impact für so viele Menschen wie möglich erzielen. Wer wird das Preisgeld nutzen, um den tiefgreifendsten sozialen Impact in der sinnvollsten Weise zu generieren?“

Die Sieger der re:Marc 2026

Letztlich musste sich die Jury für die Gewinner der drei Hauptpreise entscheiden. Neben diesen wurden noch mehrere Zusatzpreise vergeben. Diese drei Startups überzeugten die Jury besonders:

Grand Impact Award: Nepanikař

Den „Grand Impact Award“ und damit den Hauptpreis von 20.000 Euro holte sich das tschechische Social Startup Nepanikař – zu Deutsch: “Keine Panik!” Die gleichnamige App bietet psychologische Hilfe und Suizidprävention. Sie verzeichnet täglich rund 500 Nutzer:innen und unterstützt diese auch gezielt in akuten psychischen Krisensituationen. „Wir wollen das Preisgeld nutzen, um die App mit Smartwatches und Ringen zu verbinden und so Krisen besser vorherzusagen“, schildert Radka Novotná ihre Pläne. Das Geld fließt parallel in die Übersetzung der App in vier weitere Sprachen.

Nepanikař rund um Radka Novotná (2.v.r.) holte sich den Grand Imppact Award | (c) egressyorsifoto

Innovation Champion Award: Origin BCI

Der „Innovation Champion Award“ im Wert von 15.000 Euro ging nach Rumänien an Origin BCI. Das Team rund um Gründer und CEO David-Alexandru Popescu entwickelt bionische Handprothesen, die leistbar und leicht zu warten sind. Im Interview verrät Popescu den nächsten Schritt: „Die gewonnenen 15.000 Euro werden dazu beitragen, unser finales, konformes Produkt zu bauen – mit zugelassenen Materialien und Elektronik für Medizinprodukte.“

Origin BCI rund um David-Alexandru Popescu (2.v.l.) erhielt den Innovation Champion Award | (c) egressyorsifoto

Scalable Champion Award: TalentsLounge

Den „Scalable Champion Award“ sicherte sich Anna Gawin mit der österreichischen Plattform TalentsLounge (DaVinciLab). Die Plattform befähigt Lehrkräfte, Künstliche Intelligenz und Zukunftskompetenzen zu unterrichten. Gawin hat ein klares Ziel für die 15.000 Euro Preisgeld: „Wir werden unsere Plattform ins Polnische und Ungarische übersetzen und erste Pilotprojekte mit rund 500 Schülerinnen und Schülern an polnischen und ungarischen Schulen in Wien umsetzen.“

TalentsLounge rund um Anna Gawin holte sich den Scalable Champion Award | (c) egressyorsifoto
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