17.02.2026
FINANZIERUNG

Lystio: Wiener KI-Immo-Startup holt 500.000 Euro Investment

Vor weniger als einem Jahr gelauncht zählt Lystio mittlerweile nach eigenen Angaben fast 40.000 Nutzer:innen. Nun holt sich das Startup Kapital für seine KI-gestützte Immobilienplattform.
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Das Lystio-Management-Team v.l.n.r. Philipp Attensam, Constantin Weiland, Viktoriia Hresko, Mikail Celik, Stefan Wagner | (c) Stefan Brandstetter
Das Lystio-Management-Team v.l.n.r. Philipp Attensam, Constantin Weiland, Viktoriia Hresko, Mikail Celik, Stefan Wagner | (c) Stefan Brandstetter

„Die bestehenden Plattformen machen es unnötig schwer“, sagte Constantin Weiland, Co-Founder des Wiener Startups Lystio, vor etwas weniger als einem Jahr gegenüber brutkasten. Damals launchte das Unternehmen, das Weiland gemeinsam mit Philipp Attensam, Mikail Celik und Stefan Wagner gründete, mit dem Ziel, eben dieses Problem mit seiner eigenen KI-gestützten Plattform zu lösen. Die Rede ist von den gängigen Immobilien-Portalen. Diese würden nämlich für Makler:innen schlechte Konditionen und für Nutzer:innen eine schlechte User-Experience bieten, meint man beim Startup.

Alle Makler:innen des Landes angerufen

Mittlerweile habe man fast 40.000 monatliche Nutzer:innen, sagt Weiland heute gegenüber brutkasten. In Österreich habe man rund 1.200 Makler:innen akquiriert. „Und es gibt hier nur zwei-, dreitausend Makler. Wir haben jeden persönlich angerufen, mit jedem einen Termin vereinbart. Wir pflegen diese Kontakte sehr persönlich“, sagt der Gründer. Dabei habe man die größten Makler-Unternehmen und Bauträger des Landes für Lystio gewonnen. Aktuell steht die Plattform bei rund 50.000 aktiven Inseraten. Das Angebot umfasst Miet- und Eigentumswohnungen, Häuser, Neubauprojekte sowie Gewerbeimmobilien, Grundstücke und Stellplätze.

„Wir haben bewusst ein sehr aggressives Geschäftsmodell“

Neben der User-Experience das wohl wichtigste Akquise-Argument des Startups: Die Plattform ist nicht nur für Nutzer:innen sondern auch für Makler:innen kostenlos. Aber wie macht das Unternehmen dann Umsätze – gerade im Jahr 2026, wo der schnelle Weg zur Profitabilität zum Standard wurde? „Wir haben bewusst ein sehr aggressives Geschäftsmodell“, sagt Weiland. Geld verdiene man mit Zusatzfunktionen, vor allem in den Bereichen Kommunikation und Branding. Und das soll auch dauerhaft so bleiben. „Das ist unsere Grundphilosophie. Inserieren bleibt kostenlos. Wir monetarisieren über andere Wege“, so der Gründer. Das wiederum führe auch dazu, dass die Ergebnisse für Nutzer:innen nach tatsächlicher Relevanz und nicht nach eingesetztem Werbebudget sortiert werden.

500.000 Euro u.a. von „frühem Google-Mitarbeiter“

Und dennoch: Es ist die – heutzutage gar nicht mehr so übliche – klassische Startup-Wette, auf die Lystio hier setzt, wenn es Wachstum vor Umsätzen priorisiert. Und dafür braucht es Investment-Kapital. Genau das holte man sich nun. Das Wiener Startup verkündete eine Finanzierungsrunde in Höhe von 500.000 Euro. Neben österreichischen Investoren hätten sich daran auch internationale Business Angels aus dem Silicon Valley, darunter ein früher Google-Mitarbeiter, beteiligt, heißt es vom Startup. Konkrete Namen kann Co-Founder Weiland aber auch auf Rückfrage nicht nennen. Nur so viel: „Mehrere Investoren sind in einer Beteiligungs-GmbH gebündelt.“

Deutschland-Expansion geplant, aber erst Ende des Jahres

Das frische Kapital soll nun in den Ausbau des Produkts, insbesondere in die Weiterentwicklung des Suchalgorithmus und KI-gestützter Funktionen fließen. Geografisch will man zunächst die Marktposition in Österreich weiter ausbauen. Die internationale Expansion ist aber bereits in Planung. „Es wird auf jeden Fall Deutschland“, sagt Weiland. „Dort ist das Marktproblem, das wir lösen wollen, noch intensiver als in Österreich.“ Denn während auch kleine Makler:innen hierzulande mit mehr als 2.000 Euro monatlichen Kosten in Portalen zu rechnen hätten, sei diese Summe beim großen Nachbarn „um ein Vielfaches höher“. „Wir haben daher schon viele Anfragen aus Deutschland, wann wir an den Start gehen“, sagt der Gründer. Und er gibt die Antwort: „Es wird eher erst Ende des Jahres. Jetzt fokussieren wir uns noch voll auf Österreich.“

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Carina Roth ist ab sofort Partnerin bei Fund F. (c) brutkasten

Vor rund zwei Jahren ist Carina Roth als Investment Managerin bei Fund F eingestiegen (brutkasten berichtete). Nun folgt der nächste Schritt. Die ehemalige „Forbes 30 Under 30“-Unternehmerin ist ab sofort Partnerin beim Fonds. Bekannt als Co-Founderin des Startups WisR, bringt Roth auch Erfahrungen als Gründerin mit.

„Als Gründerin habe ich selbst erlebt, welchen Unterschied die richtigen Investor:innen in den ersten Jahren machen können. Dieser Perspektivwechsel – von der Gründerin zur Investorin – hat meinen Glauben daran nur noch verstärkt, wie wichtig es ist, ambitionierte Gründerinnen früh zu unterstützen. Ich freue mich sehr darauf, Fund F als Partnerin in der nächsten Wachstumsphase mitzugestalten und gemeinsam mit unserem Team die nächste Generation europäischer Technologieunternehmen aufzubauen“, sagt Carina Roth, Partnerin bei Fund F.

Erweiterung des Partner:innenkreises

Roth wird niemanden ersetzen, sondern Fund F erweitert laut eigenen Angaben den Partner:innenkreis. Das sechsköpfige Team verwaltet einen Fonds mit einem 28-Mio.-Euro-Volumen. Seit ihrem Einstieg bei Fund F verantwortet Carina Roth mehrere Investments, darunter The Blue Box, Uplift360, Heim Health und AI-BOB, und begleitet Gründer:innen bis über das Investment hinaus.

„Carina hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie außergewöhnliche Gründer:innen erkennt, starke Investmententscheidungen trifft und Unternehmen mit großer Überzeugung begleitet. Gleichzeitig bringt sie durch ihre eigene Gründungserfahrung ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen von Unternehmer:innen mit. Ihre Ernennung zur Partnerin ist deshalb ein logischer und wichtiger Schritt – sowohl für Carina als auch für die Weiterentwicklung von Fund F“, sagen Lisa-Marie Fassl und Nina Wöss, General Partners bei Fund F.

Gründerin von WisR

Roth ist in der Szene vor allem durch die Gründung ihres Startups WisR 2017 bekannt geworden. Die Jobplattform für Senior-Talente wurde vier Jahre später liquidiert. Über den Zusammenbruch von WisR sprach die Co-Founderin im brutkasten-Interview.

Nach ihrer Zeit als Startup-Founderin sammelte Roth Investment-Erfahrung bei Calm/Storm Ventures, wo sie in Frühphasenunternehmen in Europa und den USA investierte, bevor sie zu Fund F wechselte.

Female-led-Ansatz

Mit einem Volumen von 28 Millionen Euro investiert Fund F gezielt in europäische Pre-Seed- und Seed-Unternehmen, die mindestens eine Gründerin im Team aufweisen. Dabei unterstützt der Fonds derzeit 26 Startups finanziell und begleitet sie auch operativ und mit einem weitreichenden Netzwerk auf ihrem Wachstumskurs. Mit der Erweiterung des Partner:innenkreises unterstreicht Fund F nach eigenen Angaben seinen Anspruch, langfristig einen der führenden europäischen Frühphasenfonds für technologiegetriebene Startups mit diversen Gründungsteams aufzubauen.

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