11.02.2022

Lympik: Niederösterreichisches Startup kooperiert mit Doppel-Olympiasiegerin

Lympik hat einen Zeitmesser entwickelt, der Laufzeiten in die Cloud bringt und sofort digital verfügbar macht. Damit konnte das Gründer-Duo sogar Michaela Dorfmeister als Kooperationspartnerin gewinnen.
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Lympik, Skitraining, Michaela Dorfmeister,
(c) Lympik/LinkedIn - Lympik und der NÖ- Skiverband setzen auf die Digitalisierung von Laufzeiten.

Skitrainer, die per Stoppuhr die Zeiten ihrer Athleten stoppen. Und sie per Hand mit einem Bleistift in eine Liste eintragen. Womöglich beim nächsten Lauf abgelenkt sind, vom Schneeregen bei der Dokumentation gestört werden oder ältere Laufzeiten nicht sofort parat haben. So stellen sich Thomas Peroutka und Tom Schwarz die Problematik des alltäglichen Ski-Alltags vor. Deshalb haben die Lympik-Founder ein Zeitmessgerät entwickelt, das Laufzeiten digital erfasst, sie in der Cloud speichert und in Echtzeit mittels Web-App auf einem Endgerät darstellt.

Lympik und Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister

Beide Gründer – die bereits bei einem Wettbewerb der „European Global Navigation Satellite Systems Agency“ (GSA) mit ihrem Motion Tracker Oculus den dritten Platz erreichen konnten – haben dabei eine prominente Unterstützerin und Kooperationspartnerin ihres Messsystems für sich gewinnen können. Doppelweltmeistern, Gesamt-Weltcupsiegerin und Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister. Das Ski-Idol ist als Vizepräsidentin des NÖ-Skiverbandes eine technologische Partnerschaft mit Lympik eingegangen und empfindet die Technologie als Erleichterung für Skitrainer.

Läufern, Trainern und Betreuern sei es mit dem Lympik-Messer nämlich möglich, den Trainingsverlauf unmittelbar mitzuverfolgen. Auch Personen, die nicht vor Ort sind, können durch das System das Training beobachten. Dabei werden die Messgeräte stationär aufgebaut – etwa beim Start, als Zwischenzeit und als Ziel – und liefern automatisierte Datenauswertungen.

Zeit in App einsehbar

Mittels NFC-Tag kann sich der Athlet am Start identifizieren. Dieser Tag ist mit dem Profil der User:innen in der Lympik-WebApp verknüpft. Sobald der Läufer oder die Läuferin die Ziellinie überquert, ist die jeweilige Laufzeit in der App verfügbar.

Beide Gründer können sich ihre Erfindung auch durchaus für andere Sportarten, wo Zeitmessung eine Rolle spielt, vorstellen, sehen sie aber nicht Produkt, das im Wettkampf eingesetzt, sondern beim Trainieren verwendet wird. Ein Tool, um mühsame manuelle Excel-Listen-Aufbereitung zum Relikt zu erklären.


Wer mehr über Lympik erfahren möchte, hat in der nächsten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ am Dienstagabend die Gelegenheit dazu. Außerdem dabei: orea, Prozente4You, Afreshed und Gourmet Pralinen.

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(c) Brantner

Die Paprec-Gruppe wird strategischer Mehrheitsgesellschafter von Brantner green solutions, der Umwelt- und Abfallwirtschaftssparte der Kremser Brantner Gruppe. Das gaben die Unternehmen am Dienstag bekannt. Paprec übernimmt 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent bleiben im Besitz der Familie Brantner. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen regulatorischen Genehmigungen, der Vollzug wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Zum Kaufpreis machen die Unternehmen keine Angaben. Der brutkasten hat bei Brantner green solutions nachgefragt.

Fünf Länder, 65 Standorte

Brantner green solutions wurde 1936 gegründet und ist in Österreich, wo sich auch der Hauptsitz befindet, sowie in der Slowakei, Tschechien, Rumänien und Serbien tätig. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.500 Mitarbeitende an 65 Anlagen und Niederlassungen und betreut mehr als 28.000 kommunale, industrielle und gewerbliche Kunden. Der Umsatz liegt bei mehr als 320 Mio. Euro.

Für Paprec ist es der Eintritt in fünf neue Märkte. Nach der Schweiz, Spanien und Italien bezeichnet die Gruppe den Schritt als nächste Etappe ihrer europäischen Expansion und als Wachstumsplattform in Mittel- und Osteuropa.

„Diese Transaktion ist unsere wichtigste Akquisition seit dem Zusammenschluss mit Coved im Jahr 2016. Sie ermöglicht uns den Eintritt in fünf neue Länder und stärkt unsere europäische Präsenz erheblich“, wird Mathieu Petithuguenin, Chairman und CEO der Paprec-Gruppe, in der Aussendung zitiert.

Logistik und Immobilien bleiben in der Familie

Der Deal betrifft ausdrücklich nur die Kreislaufsparte. „Wichtig ist zu betonen, dass sich diese Partnerschaft ausschließlich auf Brantner green solutions bezieht. Brantner logistic solutions und Brantner Real Estate bleiben vollständig im Eigentum der Familie Brantner und werden unabhängig weiterentwickelt“, stellt Bernd Brantner klar. Er führt die Brantner Gruppe seit 24 Jahren als CEO und vertritt die dritte Generation der Familie.

Der Entscheidung ging laut Aussendung ein fast zweijähriger Prozess voraus, an dessen Ende sich die Familie einstimmig für Paprec aussprach. „Die Chancen, die vor uns liegen, sind enorm, ihre Realisierung wird jedoch erhebliche langfristige Investitionen erfordern“, begründet Bernd Brantner den Schritt. Als Familie habe man sich deshalb bewusst für einen starken strategischen Gesellschafter entschieden, der die eigenen unternehmerischen Werte teile. In der neu geschaffenen Gesellschaft übernimmt er die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden.

Von 40 auf 26.000 Mitarbeitende

Paprec startete vor 32 Jahren als kleines Altpapierrecycling-Unternehmen mit 40 Mitarbeitenden in La Courneuve bei Paris. Die Schweiz war vor mehr als 15 Jahren der erste Markt außerhalb Frankreichs, in Spanien beschäftigt die Gruppe heute fast 4.000 Menschen. Nach Abschluss der Transaktion soll Paprec rund 26.000 Mitarbeitende in 15 Ländern zählen und einen Jahresumsatz von mehr als 4,5 Mrd. Euro erreichen.

Brantner fiel zuletzt mit Innovationsprojekten auf

Das Kremser Familienunternehmen war in den vergangenen Jahren mehrfach mit Vorstößen in der Kreislaufwirtschaft präsent. 2024 vereinbarte Brantner green solutions gemeinsam mit dem Schaumstoffproduzenten Neveon die Gründung eines Joint Ventures für das Recycling von Matratzen mit Sitz in Krems. In Hohenruppersdorf betreibt das Unternehmen zudem eine Anlage, in der Asche und Schlacke aus der Müllverbrennung aufbereitet werden. Und mit Scarab brachte Brantner Österreichs ersten autonomen Müllroboter auf die Straße, der Mülltonnen ohne menschliches Zutun leert.

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