30.09.2021

Lymb.iO: Ehemaliges „Fun with Balls“ möchte ins Wohnzimmer

Auch der Sport geht den Weg der Digitalisierung. Das weiß Lymb.iO-Gründer Markos Kern. Und hat mit seiner 3D-Konsole und Gamification im Hinterkopf Pläne.
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Lymb.iO., Fun with Balls
(c) Lymb.iO - Lymb.iO ist eine 3D-Konsole für Fitnesstraining.

Markos Kern ist Gründer, Autor (Quantensprung) und wirft gern Bälle gegen die Wand. Eigentlich beschäftigt er sich mit der Digitalisierung und Veränderung des Sports, blickt auf „Gamification“ und möchte körperliche Aktivität verändern. Deshalb hat er einst Fun with Balls gegründet, das heute Lymb.iO heißt.

Von China über Südkorea in die Antarktis

„Wir wollen die Menschen so richtig zum Schwitzen bekommen und das mit jeder Menge Spaß“, sagt er. Mit 38 Jahren kann Kern auf ein bewegtes und spannendes Leben blicken: Mit 20 Jahren gründete er seine erste eigene Firma und hat viele Events auf der ganzen Welt veranstaltet, Clubs in China designt, die erste Surfschule Nordkoreas gegründet und Kunstaktionen in der Antarktis durchgeführt. Jetzt gilt seine Leidenschaft einer „3×4 Meter“ großen Touchwall.

(c) Lymb.iO/FB – Die Touchwall arbeitet mit einer Motion-Tracking-Kamera.

Diese Wand namens MultiBall eignet sich für verschiedene Trainingseinheiten, bei dem Computerspiele mit echtem Sport verbunden werden. Ihre Systeme konnten sie bisher im B2B-Bereich in 30 Länder verkaufen, doch dann kam Corona und vor allem die Umsätze im Hotel- und Fitnessbereich brachen ein. „Wir haben die Zeit genutzt, um uns einer Idee zu widmen. Das relativ große MultiBall wollten wir so klein schrumpfen, dass es in jedes Wohnzimmer passt“, sagt Kern.

Lymb.iO mit 35 Games

Konkret ist Lymb.iO eine 3D-Spielekonsole, die zusammen mit einem Projektor aus jeder Wand eine interaktive Spielfläche bildet. Ein eigenes Sensorsystem tastet die ganze Wand ab und die Motion-Tracking-Kamera erkennt die Spieler davor. Aktuell beinhaltet das System 35 verschiedene Games für Spiel- und Sportanwendungen.

Wer mehr über die Pläne Kerns und dessen Vorhaben, das Gerät in kleinerer Version in die Haushalte zu bringen, erfahren möchte, hat am Montag Abend in der Höhle der Löwen die Gelegenheit dazu. Weiters dabei: Shavent, Löwenkind, MyTaag und bluegreen.

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Das Wiener Krypto-Unternehmen Bitpanda erweitert seine Plattformarchitektur. Mit der Einführung des sogenannten Model Context Protocol (MCP) und einer neuen API-Integration (Application Programming Interface) können Anleger:innen künftig externe KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude nutzen, um unter anderem ihre Portfolios per Spracheingabe zu steuern.

Investieren ohne Programmierkenntnisse

Im Kern handelt es sich bei dem MCP laut Bitpanda um ein offenes, standardisiertes Schnittstellenprotokoll, über das kompatible KI-Assistenten Anfragen in natürlicher Sprache verarbeiten und ohne Programmierung direkt mit API-Endpunkten interagieren können. Privatanleger:innen ohne technischen Hintergrund können dadurch in natürlicher Sprache Kontostände abrufen, Positionen im Blick behalten oder Trades vorbereiten, ohne eigenen Code schreiben zu müssen.

Bitpanda selbst bezeichnet diesen Schritt als „nächste strukturelle Entwicklungsstufe finanzieller Schnittstellen“, die sich von passiven Chatbots zu aktiven Werkzeugen wandeln. Für Entwickler:innen steht eine klassische API bereit, um maßgeschneiderte Finanzanwendungen zu programmieren.

Elf Werkzeuge für KI-Assistenten

Konkret stellt der Bitpanda-MCP-Server nach der Verbindung elf native Tools bereit, die sich in drei Kategorien gliedern: Für Markt- und Portfoliodaten stehen unter anderem Funktionen zum Abrufen von Kursen, verfügbaren Assets und der eigenen Portfolio-Historie bereit. Im Bereich Staking und Earn lassen sich zum Beispiel aktive Positionen einsehen sowie Staking- und Unstaking-Vorgänge auslösen.

Sicherheit und Systemlimits

Die Künstliche Intelligenz agiert jedoch nicht autonom. Jeder Systemzugriff erfordert laut Bitpanda einen API-Key mit individuell festgelegten Berechtigungen, sogenannten „Scopes“. Das Trading basiert auf einem Request-for-Quote-Modell (RFQ): Ein Trade muss von der KI zuerst als Preisangebot angefragt und anschließend vom Menschen oder durch vorab definierte Regeln ausdrücklich bestätigt werden.

Dadurch bleiben alle Aktionen innerhalb des regulierten MiCAR-Rahmens der EU, heißt es vom Unternehmen. Christian Trummer, Chief Scientist und Mitgründer von Bitpanda meint: „Agentic Finance kann zu einer zentralen Schnittstelle für Finanzdienstleistungen werden. Wir werden diese Entwicklung in Europa verantwortungsvoll mitgestalten.“

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