21.08.2017

Luxusmenü im Fiaker: Wiener Riding Dinner expandiert nach Salzburg

Das Konzept von Riding Dinner - während der Fiaker-Fahrt ein Menü serviert bekommen - hat sich in Wien bewährt. Nun expandiert das Startup nach Salzburg.
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(c) Riding Dinner

Riding Dinner kombiniert österreichische Kulinarik mit Sightseeing im Fiaker. Die Besonderheit: Gäste müssen dabei nicht aussteigen. Die Gründer Marco Pollandt und Raimund Novotny, beide ursprünglich aus der Gastronomie, starteten Riding Dinner erst im Jänner 2017. Nun folgt die Expansion in die nächste österreichische Stadt: Salzburg. Das Konzept fände nicht nur bei Touristen großen Anklang, heißt es in einer Aussendung. Mit den neuen Partnern Hotel Goldener Hirsch, Hotel Sacher Salzburg, Café Tomaselli und Fiaker Winter wird der Dienst nun auf die Mozartstadt erweitert.

+++ Riding Dinner – mit der Kutsche und viel Wiener Tradition zum Erfolg +++

Spezielle Möblierung macht Fiaker zu rollenden Restaurants

„Salzburg mit allen Sinnen erleben“ lautet der Slogan. Gäste bekommen, wie in Wien, während des Sightseeings bei ihrer Fiakerfahrt einen ausgewählten Mix der österreichischen Gastronomie serviert. Um den Komfort während der Kutschenfahrt zu gewährleisten, wurde eigens ein Tisch konstruiert, der etwa spezielle Gläserhalterungen hat. Jede Tour wird von einem persönlichen Butler begleitet, der sich um das Servieren der Speisen und Getränke kümmert, während der Fiakerfahrer seinen Gästen die Historie Salzburgs näher bringt. Die Preise starten bei 350 Euro für 90 Minuten und vier Personen.

Speisen von renommierten Restaurants

Die servierten Speisen kommen von prestigeträchtigen Restaurants wie dem Goldenen Hirsch, Hotel Sacher Salzburg und dem Café Tomaselli. Das bereits in Wien erprobte „Culinary.Sightseeing“-Paket von Riding Dinner soll auch in Salzburg das Zugpferd werden. Nach einer Onlinebuchung wird den Gästen zum, von ihnen ausgewählten Termin, eine 90-minütige Tour im Genussfiaker mit 3-Gänge-Menü inklusive Getränke sowie begleitendem Butlerservice geboten. Dabei serviert jeder der Salzburger Gastronomierpartner eine Speise.

Extrawünsche und B2B-Angebot

Man wolle aber nicht nur fertige Pakete liefern, sondern auch „auf jeden noch so detailieren Kundenwunsch eingehen“, sagen die Gründer. Wer im Onlineshop des Unternehmens nicht fündig werde, könne auch direkt mit Riding Dinner in Kontakt treten. „Von einfachen Stadtrundfahrten mit Sekt und Snacks, über Hotelabholungen und Blumen zum Geburtstag, bis hin zum Verlobunsgring versteckt im
Dessert konnten wir bis dato noch alles organisieren“, sagt Co-Founder Pollandt. Auch für kleinere Gruppen von etwa 20 Personen gibt es ein Angebot. Damit ziele man insbesondere auf Firmenfeiern ab, aber auch für Unternehmen, die auf der Suche nach einem kreativen,
ausgefallenen Kundengeschenk sind. (PA/red)

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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Gute Zahlen, verhaltene Stimmung“ titelte brutkasten im Juli zur letzten Ausgabe des quartalsweise erscheinenden European Venture Sentiment Index (EVSI) von Venionaire Capital. Denn obwohl das Investment-Volumen in Europa im zweiten Quartal einen Rekordwert erreichte, fiel die im Indexwert aggregierte Stimmungslage zwar besser als ein Quartal zuvor erwartet, aber doch knapp negativ aus. Der nun erschienene EVSI für das dritte Quartal zeigt das umgekehrte Bild: Zwar ging das Investmentvolumen wieder zurück, die Stimmungslage übertrifft die Erwartung aus dem Vorquartal (4,4 Punkte; 5 ist neutral) aber deutlich und liegt mit 5,4 Punkten wieder knapp im positiven Bereich.

(c) Venionaire Capital

Die Stimmungsindikatoren im Detail: Getragen wurde die Verbesserung laut Venionaire vor allem von einer deutlich höheren Investor:innenaktivität, die gegenüber dem Vorquartal um 33,9 Prozent zulegte. Auch das Fundraising-Umfeld habe sich um 27,3 Prozent verbessert, die Qualität der Dealflows um 16,7 Prozent. Gleichzeitig gingen die Startup-Bewertungen um 6,4 Prozent und der Wettbewerb um Deals um 6,2 Prozent zurück.

Die aktuelle Prognose für das kommende Quartal ist mit dem neutralen Wert 5 wieder etwas verhaltener. Bei den konkreten Indikatoren erwarten die befragten Investor:innen aber weitreichende Verbesserungen, konkret ein Plus von 34,7 Prozent bei der Investor:innenaktivität, plus 10,6 Prozent bei Startup-Bewertungen, plus 8,2 Prozent beim Fundraising-Umfeld und plus 1,7 Prozent bei der Qualität des Dealflows. Lediglich beim Wettbewerb um Deals wird ein Minus von 8,8 Prozent erwartet.

Dealvolumen gesunken, aber deutlich über Vorjahresniveau

Das tatsächliche europaweite Dealvolumen sank im dritten Quartal zwar, wie erwähnt, im Vergleich zum Vorquartal, lag aber laut begleitender EVSI-Analyse dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau. Demnach wurden europaweit 24,7 Milliarden US-Dollar investiert – ein Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber Q2, aber ein Plus von 64,9 Prozent gegenüber Q3 2025. Die Zahl der Transaktionen sank gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Prozent auf 864 Deals, lag damit aber weiterhin 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

(c) Venionaire Capital

13,9 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 56,2 Prozent des gesamten investierten Kapitals entfielen dabei im dritten Quartal auf Late-Stage-Finanzierungen. Seed- und Angel-Runden stellten mit 521 Deals zwar weiterhin mehr als 60 Prozent aller Transaktionen, machten mit 1,8 Milliarden US-Dollar jedoch lediglich 7,4 Prozent des investierten Kapitals aus. Und ein weiteres spannendes statistisches Detail: Sowohl Deutschland (6,1 Milliarden US-Dollar) als auch Frankreich (5 Milliarden) überholten beim Dealvolumen im dritten Quartal das Vereinigte Königreich (4,9 Milliarden). Herausstechend waren dabei die Investments für Mistral AI mit 3,5 Milliarden US-Dollar, Helsing mit 1,8 Milliarden US-Dollar und Quantum Systems mit 1,2 Milliarden US-Dollar.

Venionaire-Chef Berthold Baurek-Karlic kommentiert: „Der europäische Venture-Markt entwickelt sich zunehmend auf zwei unterschiedlichen Bahnen. An der Spitze zeigt Europa eine größere Bereitschaft, strategische Technologien in großem Maßstab zu finanzieren, insbesondere in den Bereichen KI, Verteidigung und DeepTech. Europa wird immer besser darin, seine stärksten Unternehmen in großem Maßstab zu finanzieren, während die Finanzierung in der Frühphase nach wie vor eine größere Herausforderung darstellt.“ Das vierte Quartal werde „turbulent“. „Wir erwarten, dass zum Jahresabschluss jede Investorin und jeder Investor noch versuchen wird, Deals zu finalisieren.“

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