18.02.2026
NACHHALTIGKEIT

Lushroom: OÖ-Startup bietet Pilzzucht für daheim

Lushroom produziert automatisierte Systeme für den Anbau von Pilzen und Microgreens für die eigenen vier Wände. Die Geräte sollen Nutzer:innen eine kontinuierliche Ernte ermöglichen – unabhängig von Saison oder verfügbaren Außenflächen.
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Lushroom
© Lushroom/FB

Die Lushroom GmbH aus Allhaming, Oberösterreich, entwickelt und vertreibt automatisierte Systeme für den Anbau von Pilzen und Microgreens in Innenräumen. Damit möchte das Unternehmen auf das wachsende Interesse an lokal produzierter und nachhaltiger Ernährung reagieren, ohne dabei auf klassische Landwirtschaft angewiesen zu sein.

Lushroom: Keine langen Transportwege

„Wir glauben daran, dass Lebensmittel dort angebaut werden sollten, wo sie gebraucht werden – direkt zu Hause, ohne lange Transportwege. Unser Ziel ist es, den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Ernährung selbst in die Hand zu nehmen, mit natürlichen und umweltfreundlichen Methoden“, schreibt das Startup auf seiner Website.

Gegründet wurde Lushroom von Jürgen Müller, der das Unternehmen auf die Verbindung von Technologie und Lebensmittelproduktion ausgerichtet hat. Die Systeme steuern Bewässerung, Beleuchtung und Lüftung automatisch und nutzen biozertifizierte Kulturen. Das Ziel ist es, auch Anwender:innen ohne Erfahrung eine konstante und verlässliche Ernte zu ermöglichen.

Verschiedene Modelle

Das Sortiment umfasst mehrere Modelle, darunter Lushroom Home, Home Eco und Gourmet. Sie unterscheiden sich in Größe, Kapazität und Funktionen, sind aber grundsätzlich auf eine vollautomatisierte Anzucht ausgelegt. Damit richtet sich das Startup sowohl an private Haushalte als auch an kleine Gastronomiebetriebe, die frische Produkte in kontrollierter Umgebung anbauen möchten. Mehr zu Lushroom gibt es für Interessierte kommenden Dienstag bei 2 Minuten 2 Millionen.

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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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