23.05.2022

Luna: Warum der Kurs jetzt um fast 100 Prozent stieg

Nach dem Crash ist Luna günstig zu haben und lockt vor allem in Südkorea Spekulanten. Dem CEO der Firma hinter Luna drohen indes rechtliche Konsequenzen.
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Logo und Schriftzug von Terra und LUNA
Foto: Adobe Stock

Das Luna-Desaster lockt in Südkorea Spekulanten an, die den Kurs am Wochenende heftig in die Höhe trieben. Von Samstag auf Sonntag stieg der Kurs um fast 100 Prozent an – in absoluten Zahlen blieb die Kryptowährung aber auf einem sehr niedrigen Niveau. Zuletzt notierte sie laut Coinmarketcap bei 0,0002 Dollar – Anfang Mai lag der Preis noch bei rund 80 Dollar. Luna war eine der erfolgreichsten Kryptowährungen bevor sie Mitte Mai mehr als 99 Prozent ihres Wertes verlor, nachdem der mit ihr verbundene Stablecoin TerraUSD zusammenbrach (alle Details dazu hier).

Hinter dem jüngsten Kurssprung stecken Kleinanleger, die auf eine Erholung von Luna wetten. Der Preis ist derzeit so niedrig, dass die Investments in Südkorea massiv anstiegen, wie Reuters berichtet. Das Fenster für Spekulationen sei jedoch klein, da lokale Kryptobörsen den Handel mit Luna noch vor Monatsende aussetzen wollen. Große internationale Börsen haben die Kryptowährung bereits aus dem Handel genommen.

Luna „too big to fail“?

Offenbar rechnen Kleinanleger in Südkorea mit einem Comeback von Luna. „Luna war einst eine wichtige Münze mit einer Marktkapitalisierung unter den Top Ten, also werden sie alles tun, um sie zu retten“, zitiert Reuters einen Investor unter Berufung auf einen Blog auf der südkoreanischen Internetplattform Naver – wer „sie“ sein könnten, blieb offen.

In Südkorea wollen durch das Desaster geschädigte Investoren indes auch rechtlich gegen den CEO von Terraform Labs, Do Kwon, vorgehen. Das Legal-Team hat Berichten zufolge das Unternehmen verlassen und südkoreanische Behörden ermitteln wegen Steuerhinterziehung.

Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Steuerberatung, Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von brutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.

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Das Ohana Gründer-Trio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana
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Ohana ist eine Kinderschutz-App von Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda. Kurz nach der Gründung 2022 investierten die Runtastic-Gründer rund um Florian Gschwandtner mit ihrer Beteiligungsgesellschaft 8eyes einen nicht näher genannten Betrag in das Startup (brutkasten berichtete). Im Jahr darauf holte man Hansi Hansmann an Bord, welcher ein siebenstelliges Investment mitfinanzierte. 2025 folgte eine Partnerschaft mit Drei. Nun lanciert Swisscom mit Kids Security eine neue App für digitale Kindersicherheit. Die Technologie dahinter stammt vom österreichischen Unternehmen Ohana.

Ohana setzt auf Inklusion und Transparenz

Für ihre neue App Kids Security liefert und betreibt Ohana die Grundlage des neuen Angebots der größten Schweizer Telekommunikationsanbieterin. Sie soll konkret Familien bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone und Internet unterstützen. Die plattformübergreifende Technologie verbindet dabei technische Schutzfunktionen mit einem Ansatz, der auf Transparenz, Medienkompetenz und die aktive Einbindung von Kindern setzt.

Kids Security ermöglicht Eltern unter anderem, Bildschirmzeiten zu strukturieren, Apps und Online-Inhalte zu verwalten sowie Einblicke in die Gerätenutzung ihrer Kinder zu erhalten. Dabei setzt die Lösung nicht auf reine Kontrolle: Kinder werden aktiv eingebunden, Regeln und Einstellungen bleiben für sie nachvollziehbar und Familien werden dabei unterstützt, gemeinsam einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.

Neues Handlungsfeld für Telekommunikationsanbieter

„Telekommunikationsanbieter begleiten Familien jeden Tag in der digitalen Welt. Damit sind sie auch in einer besonderen Position, Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, sich sicher und selbstbestimmt darin zu bewegen“, sagt Orgler, Geschäftsführer von Ohana. „Dass Swisscom digitale Kindersicherheit als Teil des eigenen Angebots aufgreift, zeigt, welche Bedeutung das Thema mittlerweile hat.“

Smartphones, Social Media und Gaming sind längst fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig stehen viele Eltern vor der Frage, wie sie ihre Kinder schützen können, ohne ihre Privatsphäre übermäßig einzuschränken, heißt es in der Presseaussendung. Für Telekommunikationsanbieter entsteht laut Ohana damit ein neues Handlungsfeld: Neben Konnektivität und Zugang zur digitalen Welt gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie Familien bei der sicheren Nutzung unterstützt werden können.

Ohana-Founder: „Ein Meilenstein“

„Swisscom ist für uns eine wichtige Partnerin und der Launch von Kids Security ein großer Meilenstein“, so Orgler weiter. „Digitale Kindersicherheit wird für Telekommunikationsanbieter zunehmend zu einem Thema, an dem sie nicht mehr vorbeikommen. Wer Familien Zugang zur digitalen Welt bietet, muss sich auch damit auseinandersetzen, wie Kinder diese sicher und gesund nutzen können. Swisscom geht diesen Schritt jetzt und wir sind überzeugt, dass weitere Anbieter folgen werden.“

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