09.07.2020

Lumos Ultra: Fahradhelm sammelt über 1,8 Millionen Euro auf Kickstarter

Lumos hat mit dem Lumos Ultra einen smarten Fahradhelm entwickelt, der auf Kickstarter das Fundingziel von rund 50.000 Euro in vier Minuten erreicht hat. Nun steht das Startup bei etwas mehr als 1,8 Millionen Euro und über 17.000 Unterstützern. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 20. Juli.
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Lumos Ultra, Helm, Radhelm, Fahrradhelm, Kickstarter
(c) Lumos/FB - Der smarte Helm Lumos Ultra konnte sein Fundingziel auf Kickstarter weit übertreffen.

Rund fünf Millionen Österreicher nutzen laut VCÖ, einer gemeinnützigen Organisation „für ökologisch verträgliche, sozial gerechte und ökonomisch effiziente Mobilität“, das Fahrrad zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel. Der Umsatz der deutschen Fahradindustrie lag im Jahr 2017 bei 2,69 Milliarden Euro und stieg im Jahr danach auf 3,16 Milliarden. Global werden laut dem „International Bicycle Fund“ jährlich 130 Millionen Fahrräder verkauft. Es sind Zahlen, die sich auch in einer Crowdfunding-Kampagne für den smarten Fahrradhelm Lumos Ultra widerspiegeln.

Lumos Ultra: Über 50.000 Euro in vier Minuten

Das Hongkonger Startup hat mit seinem Produkt einen intelligentem Fahrradhelm mit Vorder-, Rück- und Bremslicht, sowie Blinker geschaffen. Insgesamt 48 LEDs sind in den Helm integriert und sollen so für mehr Sichtbarkeit sorgen. Die Kickstarter-Kampagne läuft seit Ende Mai und hatte ursprüngliche Ziel, rund 50.000 Euro zu generieren. Diese Hürde wurde jedoch innerhalb von vier Minuten erreicht und die Kampagne steht jetzt bei etwas mehr als 1,8 Millionen Euro und 17.200 Supportern.

+++ Bikemap-GF Natmessnig: „Zeiten des Rads als reine Wochenendbeschäftigung sind vorbei “+++

Konkret hat der Helm auf der Vorderseite eine LED-Leuchte, hinten sind es zwei rote LED-Module, die als Blinkzeichen genutzt werden können. Die Blinkfunktion kann auch per App oder Apple Watch aktiviert werden. Die Akkulaufzeit des Lumos Ultra beträgt zehn Stunden bei einem Gewicht von 380 Gramm.

Oprahs Liebling

„Wir sehen eine Welt, in der jeder Radfahrer Zugang zu Sicherheits-Equipment hat, das ihn so sichtbar wie möglich macht. Ultra ist dazu der Schlüssel“, sagt Eu-wen Ding, CEO und Mitgründer von Lumos. Interessierte können sich den Lumos Ultra, der unter anderem den „Oprah’s Favorite Things 2018-Award“, den „Red Dot Design Award 2017“ und auch den „German Design Council’s Bicycle Brand Contest 2017“ gewonnen hat, noch bis zum 20 Juli via Kickstarter vorbestellen. Ausgeliefert werden soll ab November 2020.


⇒ Zum Startup

⇒ Kickstarter-Kampagne

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V.l.n.r.: Damian Izdebski, techbold Gründer und Hauptaktionär; Matthias Stieber und Gerald Reitmayr, Vorstände der techbold technology group AG © techbold

Eine Geschichte, die das Leben schreibt: „Zwölf Jahre lang war ich ‚der mit der Pleite‘. Ab heute bin ich ‚der mit dem Comeback'“, sagt Damian Izdebski Freitagmorgen gegenüber brutkasten. Sein 2015 gegründetes Unternehmen techbold technology group AG wird von der deutschen accompio Gruppe übernommen – zu einer Bewertung von knapp 40 Millionen Euro, wie brutkasten in Erfahrung brachte. 2014 hatte Izdebski mit seinem damaligen Unternehmen DiTech Insolvenz anmelden müssen, was damals landesweit für Schlagzeilen sorgte.

28 Millionen Euro Umsatz im Mittelstand

Techbold ist auf IT-Outsourcing, Cloud-Lösungen sowie Cybersecurity für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert. Über das letzte Jahrzehnt akquirierte das IT-Unternehmen ganze 18 Unternehmen, um seine Expansion voranzutreiben wie brutkasten engmaschig verfolgte. Nun wird techbold selbst zum Gekauften. Die entsprechenden Verträge wurden bereits unterzeichnet, der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständige Wettbewerbsbehörde, wie das Unternehmen heute morgen per Aussendung mitteilte.

Techbold beschäftigt mittlerweile mehr als 170 IT-Spezialist:innen an Standorten in Wien, Oberösterreich und dem Burgenland und betreut rund 1.400 Kund:innen. Zuletzt erwirtschaftete die IT-Firma einen Jahresumsatz von rund 28 Millionen Euro. Für Kund:innen sowie laufende Verträge des Wiener Unternehmens soll sich im Tagesgeschäft laut Unternehmensangaben nichts ändern.

Spektakuläres Comeback

Gründer Damian Izdebski, der 2025 die CEO Rolle zurücklegte und danach im Aufsichtsrat tätig war, meint gegenüber brutkasten: „Zum ersten Mal seit 25 Jahren weiß ich nicht, was als Nächstes kommt. Alle, die mich kennen, wissen: Das dauert nicht lange.“

Dem heutigen Erfolg geht eine weniger erfreuliche Geschichte voran. 2014 musste Izdebski mit seinem ehemaligen Unternehmen DiTech Insolvenz anmelden. Ein Schritt mit dem der Gründer sehr offen umgeht: „Beide Schlagzeilen habe ich mir selbst geschrieben – an der zweiten habe ich nur deutlich länger gearbeitet.“ Er fügt hinzu: „In Amerika ist eine Pleite ein Kapitel im Lebenslauf. In Österreich ein Urteil fürs Leben. Ich habe beschlossen, das Urteil nicht anzunehmen.“

Auch Investor und Aufsichtsratmitglied Hermann Futter freut sich vor allem für Izdebski: „Ich habe immer an Damian geglaubt und bin seit fast 20 Jahren mit ihm befreundet. Er hat allen bewiesen, dass man auch in Österreich scheitern und wieder aufstehen kann! Chapeau.“ Und auch für ihn als Investor habe sich der Exit ausgezahlt, so Futter gegenüber brutkasten.

Reaktionen aus dem Umfeld

An techbold beteiligt waren neben Hermann Futter unter anderem auch Niki Futter, Stefan Kalteis und Hansi Hansmann. Letzterer meint zur Übernahme: „Es war ein sehr erfolgreicher Exit, der sich für mich wirklich ausgezahlt hat. Techbold ist ein wachstumstarkes Unternehmen in einem großen Markt, welches auch ordentlich profitabel ist. Das macht die Firma natürlich zu einem attraktiven Übernahmeziel“

Auch Aufsichtsratmitglied Niki Futter, der die Position von 2017 bis 2025 besetzte, meldete sich auf Anfrage zurück: „Das ist ein ganz tolles Ergebnis und ich gratuliere dem Team rund um Damian ganz herzlich und wünsche alles Beste für die weitere Zukunft. Ich freu mich, dass ich dieses Unternehmen über acht Jahre im Aufsichtsrat begleiten durfte.“

Für die Verhandlungen holte sich Izdebski Unterstützung von Thomas Hillebrand und Nico Zaiser vom Wiener M&A-Spezialisten i5invest. „Ich würde mit Thomas und Nico von „i5invest“ jederzeit wieder ein Unternehmen verkaufen. Die Jungs sind so professionell und erfahren – ich durfte in den letzten Wochen so viel von ihnen lernen. Danke dafür!“, sagt er.

Buy-and-Build-Strategie der Käufer

Auf Käuferseite fügt sich die Übernahme in die Expansionsstrategie ein. Accompio agiert als Managed Security Service Provider und beschäftigt an 22 Standorten in Deutschland, Österreich, Ungarn und Bulgarien insgesamt rund 900 IT-Expert:innen. Von der Head of M&A bei accompio Katrin Wollinger-Zepf heißt es gegenüber brutkasten „Es war ein sehr effizienter und konstruktiver Prozess auf absoluter Augenhöhe.“

„Die Übernahme von techbold ist ein weiterer konsequenter Schritt in unserer Buy-and-Build-Strategie: Wir bauen systematisch die führende IT-Services-Plattform im DACH-Raum auf“, führt Georg Willig, CFO der accompio Gruppe, aus. Man suche für den Ausbau gezielt nach unternehmergeführten IT-Dienstleistern mit starker Marktposition und durch den Zukauf aus Wien baut die Gruppe ihre Präsenz in Österreich nun weiter aus.

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AI Summaries

Lumos Ultra: Fahradhelm sammelt über 1,8 Millionen Euro auf Kickstarter

  • Rund fünf Millionen Österreicher nutzen dem VCÖ nach, einer gemeinnützige Organisation für eine bessere Verkehrswelt, das Fahrrad zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel.
  • Der Umsatz der deutschen Fahradindustrie lag Jahr 2017 bei 2,69 Milliarden Euro und stieg im Jahr danach auf 3,16 Milliarden.
  • Global befinden sich geschätzt Laut dem „International Bicycle Fund“ werden jährlich 130 Millionen Fahrräder verkauft.
  • Zahlen, die sich im Crowdfunding für den smarten Fahrradhelm Lumos Ultra widerspiegeln.
  • Die Kickstarter-Kampagne läuft seit Ende Mai und hat das ursprüngliche Ziel von rund 50.000 Euro zu generieren in vier Minuten geschafft.
  • Nun steht man bei mehr als 1,8 Millionen Euro.
  • Die Akkulaufzeit des Lumos Ultra beträgt zehn Stunden bei einem Gewicht von 380 Gramm.

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  • Rund fünf Millionen Österreicher nutzen dem VCÖ nach, einer gemeinnützige Organisation für eine bessere Verkehrswelt, das Fahrrad zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel.
  • Der Umsatz der deutschen Fahradindustrie lag Jahr 2017 bei 2,69 Milliarden Euro und stieg im Jahr danach auf 3,16 Milliarden.
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  • Der Umsatz der deutschen Fahradindustrie lag Jahr 2017 bei 2,69 Milliarden Euro und stieg im Jahr danach auf 3,16 Milliarden.
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  • Rund fünf Millionen Österreicher nutzen dem VCÖ nach, einer gemeinnützige Organisation für eine bessere Verkehrswelt, das Fahrrad zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel.
  • Der Umsatz der deutschen Fahradindustrie lag Jahr 2017 bei 2,69 Milliarden Euro und stieg im Jahr danach auf 3,16 Milliarden.
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