27.05.2022

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

Das Lumobag-System nutzt reflektierende Sandsäcke mit dem Ziel, die globale Klimaerwärmung vorübergehend zu kompensieren.
/artikel/lumobag
Lumobag: So könnten die Lumobags in der Wüste verlegt werden
So könnten die Lumobags in der Wüste verlegt werden | (c) Lumobag

Irgendwann hat es fast jede:r einmal im Physik-Unterricht gelernt: Je reflektierender eine Oberfläche ist, desto weniger Wärme nimmt sie auf, wenn sie vom Sonnenlicht angestrahlt wird. Dieses simple Grundprinzip will sich nun ein heimisches Startup rund um den tschechisch-österreichischen Physiker Radko Pavlovec und die Grazer Ex-Politikerin und Naturschützerin Andrea Pavlovec-Meixner zunutze machen, um quasi im Alleingang den Klimawandel vorübergehend zu unterbrechen. Mit dem Lumobag-System will man große Wüstenflächen mit reflektierenden Sandsäcken bedecken, die Sonnenstrahlung ins All zurückreflektieren und damit den globalen Wärmeeintrag signifikant verringern sollen. Vorgestellt wurde das Konzept nun beim interdisziplinären Workshop „Science Moonshot 2022“ in München, der vom oberösterreichischen Unternehmen Moonpunks konzipiert und veranstaltet wurde.

Fläche halb so groß wie Österreich soll bis 2031 belegt werden

Der Plan ist durchaus ambitioniert. Laut den Berechnungen von Pavlovec wäre bei den weltweit aktuell prognostizierten CO2-Ausstoß eine jährlich mit LumoBags ausgestattete Fläche etwa halb so groß wie jene von Österreich (40.000 – 45.000 Quadratkilometer) notwendig, um die Temperatur auf dem derzeitigen Niveau zu stabilisieren. Das will das Team bis zum Jahr 2031 bewerkstelligen. Die Klimaerwärmung wäre damit vorübergehend aufgehalten und das 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Abkommen könne erreicht werden, so die These. Doch Pavlovec betont gegenüber der Nachrichtenagentur APA: „Es ist eine reine Notmaßnahme. Wir können das auch nicht ewig machen“. Das Projekt sei keinesfalls ein Ersatz für die Dekarbonisierung der Erdatmosphäre.

Das Team beim Science Moonshot in München | (c) Moonpunks
Das Team beim Science Moonshot in München | (c) Moonpunks

Bei Science Moonshot in München wurde dazu mit Unterstützung von 45 Expert:innen, darunter etwa auch Physiker Werner Gruber, unter anderem ein Geschäftsmodell entwickelt, mit dem das Projekt finanziert werden soll. Konkret will man neben Crowdfunding und Förderungen vor allem CO2-Zertifikatshandel und ein Franchisemodell nutzen. Der Preis für ein Lumobag soll fünf Euro betragen. Bei einer Belegung der geplanten Flächen würde das eine jährliche Gesamtsumme in dreistelliger Milliardenhöhe bedeuten. Die Produktion sei mit bestehenden Strukturen möglich, heißt es vom Startup.

Lumobag-Testfläche soll noch heuer kommen

Noch heuer will man eine 16 Quadratkilometer große Testfläche – voraussichtlich in Spanien – belegen – die Standortverhandlungen liefen aktuell noch, heißt es vom Team. Diese Fläche soll laut Pavlovec den CO2-Ausstoß eines 2.500-Megawatt-Kohlekraftwerks kompensieren. Das will man dann mit Satellitendaten nachweisen und damit letztlich Unternehmen und Staaten von dem Konzept überzeugen. Konkret werden die Sahara und Australien als Zielgebiete genannt.

Bei der Entwicklung des Konzepts will das Team an alle relevanten Aspekte gedacht haben, etwa die Widerstandsfähigkeit der Lumobags gegen die Witterung, die Wartung und die Belegung komplexer Flächen. Auch auf die Erhaltung der Biodiversität in den betroffenen Gebieten habe man Rücksicht genommen. Dazu Andrea Pavlovec-Meixner gegenüber der APA: „Zentrale Wüstengebiete sind sehr ähnlich strukturiert. Wenn eine Spezies auf einer so gleichförmigen Fläche lebt, lebt sie auch anderswo in der Wüste. Wir können davon ausgehen, dass für sämtliche dort vorkommende Spezies ausreichend Platz zum Ausweichen vorhanden ist“.

Deine ungelesenen Artikel:
23.10.2026

Wiener KI-Startup xchannels.ai startet US-Expansion mit Silicon-Valley-Partnerschaft

Nur sechs Monate nach dem Markteintritt expandiert das Wiener KI-Startup xchannels.ai in die USA. Dafür geht das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit der Marketingagentur GrowthMasters.io ein, die von einer Österreicherin gegründet wurde. Ziel ist es, neue Entwicklungen im KI-Marketing frühzeitig aufzugreifen und für europäische Unternehmen nutzbar zu machen.
/artikel/wiener-ki-startup-xchannels-ai-startet-us-expansion-mit-silicon-valley-partnerschaft
23.10.2026

Wiener KI-Startup xchannels.ai startet US-Expansion mit Silicon-Valley-Partnerschaft

Nur sechs Monate nach dem Markteintritt expandiert das Wiener KI-Startup xchannels.ai in die USA. Dafür geht das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit der Marketingagentur GrowthMasters.io ein, die von einer Österreicherin gegründet wurde. Ziel ist es, neue Entwicklungen im KI-Marketing frühzeitig aufzugreifen und für europäische Unternehmen nutzbar zu machen.
/artikel/wiener-ki-startup-xchannels-ai-startet-us-expansion-mit-silicon-valley-partnerschaft
Isabell Claus, Ashley Zvaniashvili, Eva Reder (v. l.) | (c) xchannels.ai

Das Wiener KI-Startup xchannels.ai setzt seinen internationalen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, geht es eine strategische Partnerschaft mit der im Silicon Valley ansässigen Marketingagentur GrowthMasters.io ein. Für das von Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili geführte Startup ist die Kooperation der nächste Schritt seiner internationalen Wachstumsstrategie. „Die Präsenz im Silicon Valley ist für uns keine symbolische Geste, sondern essentieller Teil unserer Strategie“, sagt Ashley Zvaniashvili, Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Wissenstransfer zwischen dem Silicon Valley und Europa. Xchannels.ai will die lokale Marktkenntnis und das Netzwerk von GrowthMasters.io nutzen, um neue Entwicklungen rund um KI, digitales Marketing und AI Visibility direkt im US-Markt aufzugreifen. AI Visibility bezeichnet die Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT.

„Im Silicon Valley entstehen nahezu alle Trends, die später weltweit Marketingstrategien und digitale Geschäftsmodelle bestimmen. Europäische Unternehmen – insbesondere KMU – haben häufig erst mit starker Verzögerung Zugang zu diesem Wissen“, sagt Co-Geschäftsführerin Isabell Claus. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den USA will xchannels.ai in konkrete Marketinglösungen übersetzen, die die europäischen Kunden nutzen können.

US-Marketingagentur mit österreichischen Wurzeln

Mit GrowthMasters.io holt sich xchannels.ai einen Partner an Bord, der bereits seit mehreren Jahren im US-amerikanischen Marketingmarkt tätig ist. Die Agentur wurde von der Oberösterreicherin Eva Reder gegründet und ist auf LinkedIn-Content, digitales Marketing und bezahlte Werbekampagnen spezialisiert.

Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen entstand durch ein anderes österreichisches Startup. GrowthMasters.io sei auf der Suche nach einer technischen Lösung gewesen, wie sie xchannels.ai anbietet, erklärt Claus. Die Zusammenarbeit soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Während GrowthMasters.io seine Erfahrung und sein Netzwerk im US-Markt einbringt, stellt xchannels.ai seine KI-basierte Marketingplattform zur Verfügung. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Marketinginhalte automatisiert zu erstellen und über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten. GrowthMasters.io will die Plattform künftig auch für seine eigenen Kunden in den USA einsetzen.

Erste US-Kunden über GrowthMasters.io erwartet

Die Partnerschaft markiert laut Claus erst den Beginn der US-Expansion. Das Startup, dass in Kürze erste Bestandskunden von GrowthMasters.io auch die Plattform von xchannels.ai nutzen werden.

Darüber hinaus plant das Unternehmen noch vor Jahresende eine Reise in die USA, um potenzielle Geschäftspartner zu treffen, die eigene Plattform vorzustellen und sein Netzwerk weiter auszubauen. Neben dem Silicon Valley steht dabei auch New York im Fokus. Vor allem die dort stark vertretene Kreativ- und Werbeindustrie mache den Standort für xchannels.ai interessant.

Von acht auf zehn internationale Märkte

Auch in Europa setzt xchannels.ai seinen Wachstumskurs fort. Bereits im August war das Startup nach eigenen Angaben mit rund 50 Unternehmenskunden in acht Ländern aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen laut Claus 86 Kunden und zehn Mitarbeitende. Die Zahl der internationalen Märkte ist auf zehn gestiegen, zuletzt kamen Lettland und Italien hinzu.

Beim internationalen Wachstum setzt xchannels.ai weiterhin auf strategische Partnerschaften. Unter anderem arbeitet das Startup bereits mit der Deutschen Telekom zusammen. Die nun geschlossene Kooperation mit GrowthMasters.io soll diesen Ansatz auf den amerikanischen Markt ausweiten.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lumobag: Ö-Startup will mit Einzel-Maßnahme Klimawandel abstoppen