01.02.2016

Luma Active: Gegen Dunkelheit und Kälte beim Joggen im Winter

Das Grazer Startup Luma Active produziert spezielle Stirnlampen für Jogger, die sich von den winterlichen Temperaturen nicht beirren lassen. Eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne sorgte für Finanzierung und erste Kunden.
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(c) GKartworks: Zwei Gründer aus Graz integrieren in Stirnband und Haube ein intelligentes LED-System.

Dieser Artikel ist Teil des Themenschwerpunkts Wintersport

Sportliche Menschen haben es im Winter doppelt schwer. Die Temperaturen sind eisig und es wird früher dunkel. Florian Schneebauer und sein Co-Gründer Wolfang Knöbl wollten dieses Problem unbedingt lösen. Die beiden begeisterten Jogger kennen sich vom Studium in Graz. Beim Laufen am Abend störte sie, dass herkömmliche Stirnlampen klobig sind und schwer zu bedienen. So entstand die Idee zu Luma Active.

„Seitdem ich ein Sportprodukt entwickle, komme ich selbst nicht mehr zum Sporteln“, Co-Gründer Florian Schneebauer.

Mit Luma Active im dunklen Winter joggen

Die beiden erfanden Haube und Stirnband mit einem raffinierten LED-System, das den Kopf im Winter warm hält und gleichzeitig Licht spendet. Es gibt zwei verschiedene LEDs mit unterschiedlichem Winkel, wobei die Lampen an sich nicht verstellbar sind. Dies korrigiert den „Wackel-Effekt“ anderer Kopflampen und man kann selbstständig entscheiden, ob man lieber die Nähe oder die Ferne ausleuchtet.

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(c) GKartworks

Die beiden Gründer haben gleich zu Beginn zusammen mit potentiellen Kunden getestet und das Produkt anhand des Feedbacks weiterentwickelt. Eine der ersten Testerinnen war Kathrin Blaß. „Am Anfang habe ich mich gefragt, wozu ich Luma Active brauche, wenn ich doch sowieso Stirnlampe und Haube habe“, meint sie. „Die Bedienung ist einfach, denn man kann das Licht sogar mit Fäustlingen einstellen. Positiv überrascht hat mich, dass man nicht schwitzt und außerdem den Akku nicht spürt, obwohl dieser integriert ist. Das Material kann man waschen – könnte man dies nicht, wäre es mir vielleicht zu teuer.“

Damit sie auch im Dunklen gesehen wird, ist eine Art „Rücklicht“ eingebaut. Wenn Blaß mit ihrem Hund in der Nacht noch einmal raus muss, gibt ihr das ein sicheres Gefühl. Heute verwendet sie Luma Active nicht nur beim Joggen, sondern auch zum Bergwandern, bei Skitouren oder beim Spazierengehen am Abend- ihre anfänglichen Zweifel haben sich also nicht bewahrheitet.

+++ Für Sport-Junkies: Mit LUMA ACTIVE macht Joggen auch im Winter Spaß +++

LED-System zum Wechseln

„Wir haben zunächst ein Textil ausgesucht, das sich von der Dicke auch für Bergtouren eignet. Für die Sommermonate möchten wir noch zusätzlich Materialien anbieten, die sich besser eignen. Dann ist es draußen zwar nicht mehr kalt, aber auch im Sommer wird es dunkel. Das LED-System kann man dann einfach auswechseln“, erzählt Co-Founder Florian Schneebauer. Luma Active gibt es in fünf Farben und verschiedenen Größen – ab Februar kommt ein XS hinzu, da vielen Frauen die bisherige kleinste Größe „S“ immer noch zu groß war.

Um die Produktion zu finanzieren, habe man auf Kickstarter Geld gesammelt. „Die Kampagne hat uns aber auch vor allem dabei geholfen, an Bekanntheit zuzulegen und Feedback zu sammeln“, erklärt Schneebauer.

Luma Active auf Kickstarter erfolgreich

Als sich bereits abgezeichnet hat, dass die Kampagne erfolgreich sein wird, habe man parallel zur Kickstarter-Aktion bereits die Produktion in Auftrag gegeben. Die LED-Systeme werden direkt in der Steiermark hergestellt. In Deutschland haben die Gründer einen Partner für den Textil-Teil gefunden, der auch für große Marken wie Adidas produziert.

© Luma Active: Florian Schneebauer und Wolfgang Knöbl, die beiden Initiatoren.
© Luma Active: Florian Schneebauer und Wolfgang Knöbl, die beiden Initiatoren.

Direkt nach dem Abschluss der Kickstarter-Kampagne hat Luma Active auch seinen Webshop gelauncht. In Zukunft möchte man stark auf den Online Handel setzen und auf Marketing und Vertrieb. Man möchte „Meinungsbildner“ in den Lauf-Communities im DACH-Raum ausmachen, die die Funktion von „Markenbotschafter“ übernehmen sollen.

„Seitdem ich ein Sportprodukt entwickle, komme ich selbst nicht mehr zum Sporteln“, meint Schneebauer und lacht. Dabei sei er der erste, der rät, joggen zu gehen, „um den Kopf frei zu bekommen“.

 

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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

Die Cyberagentur ist die Innovationsabteilung des deutschen Verteidigungsministeriums und hat 2022 eine europaweite Ausschreibung für den Ankauf von mobilen Quantencomputern veröffentlicht. 2024 – wie brutkasten berichtete – taten sich das Innsbrucker Quanten-Spinoff ParityQC und das deutsch-australische Quantenunternehmen Quantum Brilliance für die Miniaturisierung eines Quantencomputers zusammen – mit dem Ziel, den 35-Millionen Euro Großauftrag der Deutschen zu ergattern. Nun wird der erste Prototyp des mobilen Quantencomputers Mitte Juli an die Cyberagentur geliefert, wie das Founder-Duo Magdalena Hauser und Wolfgang Lechner brutkasten erzählt.

ParityQC: Auftrag gewonnen

„Gemeinsam mit Quantum Brilliance, dem NV-Center-Quantum-Hardware-Hersteller (Anm. zu NV-Center: Ein NV-Zentrum ist ein spezieller Defekt in einem Diamanten, der als stabiles Quantensystem dient und unter anderem für Quantencomputer sowie hochpräzise Sensoren genutzt werden kann.), haben wir nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren den Auftrag gewonnen. Neben unserem Konsortium wurden zwei weitere Konsortien beauftragt“, erklärt Hauser. Die Gründer:innen halten sich dabei bedeckt, wie genau die 35 Millionen Euro bei dem Auftrag aufgeteilt sind.

Die Cyberagentur wurde 2020 vom deutschen Verteidigungs- und Innenministerium gegründet, um disruptive Innovationen im Bereich Cybersicherheit zu fördern. Die Partnerschaft von Quantum Brilliance und ParityQC war eines von drei ausgewählten Konsortien für das 35-Millionen-Euro-Programm – der höchsten Forschungssumme, die die Cyberagentur bislang vergeben hat.

„Betrieb bei Raumtemperatur“

„Der Auftrag ist der erste seiner Art, der es zwingend notwendig macht, die Technologie zu miniaturisieren und stabil gegen äußere Einflüsse wie Erschütterungen, Vibrationen oder Temperaturunterschiede zu bauen“, sagt Lechner. „NV-Zentren eignen sich aufgrund ihrer Bauweise und Eigenschaften wie z.B. möglicher Betrieb bei Raumtemperatur, robust gegen Außeneinflüsse und mehr ideal als Kandidat für diesen Auftrag. Durch die Kombination mit unserer ParityQC-Architecture können selbst Prototypen mit wenigen Qubits schon einen Vorteil in der weiteren Skalierung vorzeigen.“

Österreich noch zurückhaltend

Mit dem ersten Prototyp werden auch der ParityQC-Compiler sowie der darauf aufbauende Software-Stack ausgeliefert, wie Hauser erzählt. In Österreich gebe es derzeit keine vergleichbaren Ausschreibungen; zwar beschäftige sich das Verteidigungsministerium mit Quantencomputing, konkrete Projekte seien jedoch noch nicht veröffentlicht worden. Eine entsprechende Initiative würde das Unternehmen ausdrücklich begrüßen, da man auf den Erkenntnissen aus Deutschland aufbauen und so die nächste Generation mobiler Quantencomputer auch für Österreich nutzbar machen könne.

Nächster Schritt: IBM

Nach einem Weltrekord gemeinsam mit IBM – siehe hier – arbeitet ParityQC zusätzlich am Launch einer eigenen „IBM Qiskit Function“, der im Herbst dieses Jahres stattfinden soll. Dies soll – so Hauser – User:innen ermöglichen, die unterliegende Technologie basierend auf der ParityQC-Architecture für den Weltrekord selbst auszuprobieren und für eigene Use Cases zu nutzen.

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