07.12.2020

Luko: Französisches InsurTech schließt 50 Mio. Euro Series-B ab – mit Speedinvest-Beteiligung

Das französische Impact-InsurTech Luko, das überschüssige Prämien für den guten Zweck spendet, hat eine Series-B-Finanzierungsrunde in der Höhe von 50 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wird von EQT Ventures angeführt. Zudem beteiligen sich Bestandsinvestoren, wie Accel, Founders Fund und Speedinvest.
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Luko
(c) Luko

Das 2016 gegründete französische InsurTech-Startup Luko bietet Haushaltsversicherungen für Mieter und Vermieter an, die mit wenigen Klicks digital abgeschlossen werden können. Das Startup mit Sitz in Paris möchte dabei nicht nur mit einer intuitiven Benutzeroberfläche punkten, die im Schadensfalls eine rasche und unbürokratische Rückzahlung gewährleisten soll, sondern auch mit einem transparenten Geschäftsmodell.

Luko: Überschüssige Prämien werden gespendet

Das Modell sieht vor, dass 30 Prozent der Beitragszahlungen für Verwaltungskosten, wie Kundenservice oder Schadensmanagment, aufgewendet werden. 70 Prozent fließen hingegen in einen allgemeinen Versicherungstopf, aus dem die Schäden der Vierscherungsnehmer bezahlt werden. Das Besondere daran: Am Ende des Jahres können Versicherungsteilnehmer ihren Anteil an den verbliebenden Prämien für einen guten Zweck spenden.

Das Unternehmen verfügt über B-Corp-Zertifizierung, das mit einer Selbstverpflichtung zum gesellschaftlich verantwortungsvollen Wirtschaften einhergeht. B Corp ist ein weltweites Netzwerk von rund 1800 Unternehmen, die ihren wirtschaftlicher Ertrag in Balance mit gesellschaftlichem und ökologischem Engagement stellen.

50 Millionen Euro Series-B-Finanzierung

Wie Luko nun bekannt gab, konnte das Unternehmen eine Series-B-Finanzierungsrunde in der Höhe von 50 Millionen Euro abschließen. Die aktuelle Runde wird von EQT Ventures angeführt. Zudem beteiligen sich bestehende Investoren wie Accel Founders und Speedinvest. Zudem sind auch Angel-Investoren aus der Versicherungsbranche mit an Bord, wie Assaf Wand, Mitbegründer des US-amerikanischen Versicherungsunternehmens Hippo.

Expansion und Entwicklung neuer Produkte

Mit dem frischen Kapital plant Luko über die Grenzen Frankreichs hinaus zu expandieren. Zudem soll auch in die Weiterentwicklung des Produktes investiert werden, um Haushalte proaktiv vor Schäden zu schützen. Dazu zählt unter anderem der künftige Einsatz von intelligenten Wasserzählern zum Erkennen von Lecks.

Das Startup hat laut Eigenangaben bereits ein beachtliches Wachstum vorzuweisen. So konnte es im vergangen Jahr seinen Kundenstock von 15.000 auf aktuell rund 100.000 Kunden erweitern.


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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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Luko: Französisches InsurTech schließt 50 Mio. Euro Series-B ab – mit Speedinvest-Beteiligung

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  • Das Besondere daran: Am Ende des Jahres können Versicherungsteilnehmer ihren Anteil an den verbleibenden Prämien für einen guten Zweck spenden.
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