07.02.2023

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

Das Gebäude-Automatisierungs-Scaleup Loxone präsentierte nun ausgewählte Zahlen der vergangenen zwei Jahre.
/artikel/loxone-zahlen-2022
CEO Rüdiger Keinberger | (c) Loxone
CEO Rüdiger Keinberger | (c) Loxone

Laut einer Studie von i5invest und i5growth aus dem vergangenen Jahr, hat Österreich ganze sechs Unicorns – die Definition wurde dabei recht locker gewählt. Eines davon ist Loxone aus Kollerschlag im oberösterreichischen Mühlviertel (das als komplett eigenfinanziertes Unternehmen eigentlich nicht in die klassische Unicorn-Definition fallen kann). Das auf Gebäudeautomatisierung mittels Miniserver spezialisierte Scaleup hat mehr als 600 Mitarbeiter:innen an 27 Standorten weltweit. Und es konnte auch im – in vielfacher Hinsicht – fordernden Jahr 2022 seinen Wachstumskurs fortsetzen.

50.000 neue Objekte im vergangenen Jahr

Rüdiger Keinberger, CEO von Loxone, dazu in einer Aussendung: „Entgegen dem Trend in der Baubranche sind wir weiter auf Wachstumskurs. Dabei hielt das Jahr 2022 auch für uns einige Überraschungen bereit. Den Lieferengpässen konnten wir uns nicht vollständig entziehen. Allerdings haben sie uns dank unserer Produktion ‚Made in Europe‘ erst sehr viel später betroffen, als das Gros der HighTech-Unternehmen“.

Im Vorjahr seien rund 50.000 neue Objekte mit einer Automatisierungslösung von Loxone ausgestattet worden. Mittlerweile steht man bei insgesamt 250.000. In den vergangenen zwei Jahren kam das Unternehmen hier insgesamt auf eine Steigerung von 60 Prozent. Im selben Zeitraum wurde die Zahl der weltweiten Partner um rund 12.000 auf etwa 25.000 fast verdoppelt und dabei in weitere Länder expandiert, darunter Indien.

Neuer „Loxone Campus“ mit Wellnessbereich und Hotelzimmern

Am europäischen Markt sei zuletzt vor allem das Thema Energieoptimierung zum Treiber geworden. Gleichzeitig habe sich aber auch „das ‚Loxone-Haus‘ als Gebäudekategorie mittlerweile etabliert“. Auch dieses Jahr soll der Wachstumskurs fortgesetzt werden: „Auch wenn die Baukonjunktur im Gesamtmarkt rückläufig ist, melden unsere Partner gut gefüllte Auftragsbücher. Aktuell steht im DACH-Markt das Thema Anbau, Umbau und Sanierung vor allen Dingen mit Blick auf die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Fokus“, so Keinberger. Man werde dazu dieses Jahr nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Services vorstellen.

Zudem soll im zweiten Halbjahr das neue Headquarter, der „Loxone Campus“, eröffnet werden. Dazu der CEO: „Mit dem Campus vereinen wir, was uns wichtig ist: moderne Arbeitsplätze und einzigartige Seminarräumlichkeiten sowie eine hervorragende Gastronomie, einen erholsamen Wellnessbereich und hochwertige, komfortable Hotelzimmer“.

Deine ungelesenen Artikel:
18.09.2026

Unternehmensinsolvenzen auf Vorjahresniveau – aber mit „besorgniseregender“ Entwicklung

Während die aktuelle Insolvenzstatistik des KSV1870 für die ersten drei Quartale nach Jahren des Anstiegs eine Stagnation bei der Anzahl der Fälle ausweist, ortet der Verband dennoch eine "alarmierende" Entwicklung.
/artikel/unternehmensinsolvenzen-auf-vorjahresniveau-aber-mit-besorgniseregender-entwicklung
18.09.2026

Unternehmensinsolvenzen auf Vorjahresniveau – aber mit „besorgniseregender“ Entwicklung

Während die aktuelle Insolvenzstatistik des KSV1870 für die ersten drei Quartale nach Jahren des Anstiegs eine Stagnation bei der Anzahl der Fälle ausweist, ortet der Verband dennoch eine "alarmierende" Entwicklung.
/artikel/unternehmensinsolvenzen-auf-vorjahresniveau-aber-mit-besorgniseregender-entwicklung
easyvegan Pixelrunner FireStart P4 Therapeutics - Insolvenzen
(c) Adobe Stock

5.139 Unternehmen mussten laut aktueller Hochrechnung des Kreditschutzverbands KSV1870 in den ersten drei Quartalen 2026 in Österreich Insolvenz anmelden. Das entspricht einem Plus von 0,4 Prozent zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Nach Jahren des deutlichen Anstiegs bedeutet das eine Stagnation auf hohem Niveau. Diese erwartet der Verband auch für das gesamte Jahr. Die Passiva sind wegen einer etwas geringeren Zahl an Großinsolvenzen in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund sieben Prozent auf etwa sechs Milliarden Euro gesunken. Bei den Branchen – Handel vor Baugewerbe und Gastronomie – gab es „wenig Bewegung“.

„Kräftiger Aufschwung gegenwärtig nicht erkennbar“

Insgesamt gibt es seitens des KSV1870 weiter keine Entwarnung. Die schwache Konjunktur, die verhaltene Nachfrage und die hohen Kosten würden Betriebe weiterhin belasten, „ein kräftiger Aufschwung ist gegenwärtig nicht erkennbar“, heißt es vom Verband. „Wo Margen und finanzielle Reserven knapp sind, kann der anhaltende wirtschaftliche Druck schnell existenzbedrohend werden. Entsprechend hoch bleibt die Zahl der Betriebe, die ihre finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können und den Weg in die Insolvenz antreten müssen“, kommentiert Karl-Heinz Götze, Leiter KSV1870 Insolvenz.

Weiterer Zuwachs bei nicht eröffneten Fällen „alarmierend“

Mehr noch beschäftigt den Verband eine Entwicklung, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschärft hat, und vom KSV als „besorgniserregend“ eingestuft wird: ein massiver Zuwachs bei den nicht eröffneten Fällen. So ist die Zahl der eröffneten Unternehmensinsolvenzen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 7,2 Prozent gesunken, die Zahl der mangels Masse nicht eröffneten Verfahren dagegen um nicht weniger als 12,6 Prozent gestiegen. Konkret war es laut KSV seit Jahresbeginn bei 2.204 Fällen, also ca. 43 Prozent aller Verfahren mangels Kostendeckung nicht möglich, diese einer geordneten Abwicklung zuzuführen.

„Dass es zwischen den eröffneten und abgewiesenen Fällen mittlerweile nur noch einen zahlenmäßig geringen Unterschied gibt, ist alarmierend. Das ist ein Umstand, den die Gläubiger massiv zu spüren bekommen, da sich in diesen Fällen ihre Verluste weiter erhöhen. Das kann auch für wirtschaftlich gesunde Unternehmen mittel- und langfristig zum Problem werden“, erläutert Götze.

KSV1870 sieht Betrugsbekämpfungsgesetz „zumindest punktuell“ als Auslöser

Die Gründe für die Dynamik laut KSV: Nicht nur werde immer häufiger mit der Insolvenzanmeldung zu lange gewartet, der Verband sieht die Entwicklung auch „zumindest punktuell“ als eine Folge des im Jänner 2026 beschlossenen Betrugsbekämpfungsgesetzes. „Denn infolgedessen ist es vielfach so, dass vor der Änderung der Gesetzeslage durchsetzbare Anfechtungsansprüche nun nicht mehr geltend gemacht werden können, die Zahl der Gläubigeranträge sinkt und auch die Quoten dementsprechend für die Gläubiger zurückgehen“, heißt es vom KSV. In diesem Zusammenhang seien – „wie bereits beim Gesetzesbeschluss seitens des KSV1870 vorausgesagt“ – Folgeinsolvenzen zu befürchten.

Der KSV1870 erwartet auch für das vierte Quartal keine Entschärfung der Insolvenzdynamik und auch keine Verbesserung bei den nicht eröffneten Fällen. „Angesichts dieser Faktenlage ist es höchst an der Zeit, eine gesetzliche Basis zu schaffen, wie mit den mangels Masse abgewiesenen Fällen zukünftig umzugehen ist. Andernfalls wird sich der gesamtwirtschaftliche Schaden weiter erhöhen“, meint Götze.

Deutliches Statement zur Insolvenz-Entgelt-Fonds-Diskussion

Der Verband äußert sich zudem zur Diskussion rund um eine Finanzierungslücke beim Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF). „Aus Sicht des KSV1870 ist dabei ein Punkt wesentlich: Aufgrund der Tatsache, dass sich Österreichs Unternehmen seit einigen Jahren mit massiven wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sehen, ist eine automatische Anhebung der Dienstgeberbeiträge keine Option“, heißt es dazu. Götze kommentiert: „Dadurch würden die Betriebe finanziell zusätzlich belastet werden, was angesichts der derzeitigen Situation nicht erstrebenswert sein kann.“ Wichtig in der Diskussion sei jedenfalls, „nicht nur den Bedarf für das Jahr 2027 zu bewerten, sondern langfristig zu denken und sowohl die Interessen der Arbeitgeber wie auch jene der Arbeitnehmer zu berücksichtigen“, so der Verband abschließend.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Loxone: Mühlviertler Unicorn wächst trotz schlechter Markt-Bedingungen stark