17.08.2021

L’Oréal: Kooperation mit Menstruationsapp Clue soll Hautgesundheit verbessern

L'Oréal setzt in Sachen Analyse der Hautgesundheit auf eine strategische Partnerschaft mit der Menstruationsapp Clue.
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Clue kooperiert mit L'Oréal
© Clue

Vor Kurzem hat der Kosmetikhersteller L’Oréal seine strategische Partnerschaft mit der Menstruationsapp Clue bekanntgegeben. Die App zur Überwachung der Periode wurde im Jahr 201 von der dänischen Unternehmerin und Schriftstellerin Ida Tin gemeinsam mit ihrem Partner Hans Raffauf aus Deutschland entwickelt. Wie so oft im Leben entstand die Idee als Lösung für ein eigenes Problem, denn Tin suchte bereits seit 2009 nach einem Weg, ihren eigenen Zyklus zu verfolgen. Clue wird mittlerweile von über 12 Millionen Menschen in 190 Ländern genutzt und ist in 15 Sprachen verfügbar. Gemeinsam mit Forschern des Kinsey Institute, der Stanford University, der Columbia University, der University of Washington und der University of Oxford will man die Erforschung des Verständnisses vom Menstruationszyklus weltweit fördern. Tin gilt seither als Begründerin des Begriffs Femtech.

Kooperation bringt Clue neue Erkenntnisse für Enzyklopädie

Audrey Tsang, Co-CEO von Clue, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem weltweit größten Kosmetikunternehmen, denn in Kooperation mit den klinischen Experten der Active Cosmetic Division von L’Oréal sollen wissenschaftlich fundierte neue Inhalte über den Menstruationszyklus und die Hautgesundheit für Clues Enzyklopädie zur Reproduktionsgesundheit auf Helloclue.com entwickelt werden. „Hautveränderungen sind neben der Periode und Menstruationssymptomen eine der am häufigsten genutzten Kategorien in der Clue-App, daher wissen wir, dass dies für viele in unserer Community sehr wichtig ist. Mit dem umfangreichen wissenschaftlichen Wissen von L’Oréal über Hautpflege können wir sowohl unserer Clue-Community als auch allen Verbrauchern neue und hilfreiche Informationen darüber zur Verfügung stellen, wie der Zyklus die Haut beeinflussen kann. Unsere Mission ist es, den Menschen mit Zyklen die Wissenschaft, die Daten und die Technologie an die Hand zu geben, die sie brauchen, um fundierte Entscheidungen über ihren Körper zu treffen, einschließlich der Haut, unserem größten Organ.“

L’Oréal kombiniert Beauty-Tech & Hautpflege-Expertise

Für L’Oréal bietet die strategische Partnerschaft die Möglichkeit, seine Beauty-Tech-Ambitionen zu unterstreichen und diese mit der historischen Hautpflege-Expertise zu verbinden. „Durch diese Partnerschaft wollen wir Vorreiter für wissenschaftliche Innovationen werden. Unser Ziel ist es, die besten personalisierten Hautpflegeroutinen für Konsumentinnen jeden Alters in Bezug auf Hautgesundheit, Schönheit und Wohlbefinden zu entwickeln und dabei ihre Menstruationszyklen von der Pubertät bis zu den Wechseljahren zu berücksichtigen“, sagt Barbara Lavernos, stellvertretende CEO, verantwortlich für Forschung, Innovation und Technologie bei L’Oréal. 

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Der Alpike ist aus Carbon gefertigt und wiegt 5,5 Kilogramm © Alpike

Ein Bergaufstieg, wie er im Buche steht: In der Ferne sind noch Kuhglocken zu hören und es sind nur noch wenige Schritte bis zum langersehnten Gipfelkreuz. Doch während die Anstrengung des Aufstiegs langsam vom euphorischen Gipfelgefühl abgelöst wird, schleicht sich ein anderer, weniger angenehmer Gedanke ein: Und jetzt das alles wieder runter. Die Knie schmerzen schon beim bloßen Gedanken, die Motivation lässt nach, und die Vorstellung des langweiligen Forstwegs zieht sich in Gedanken schon in die Länge. Genau damit soll dank Alpike jetzt Schluss sein: Mit dem Scooter am Rücken soll der Spaß am Berg, wenn es nach Lukas Jungmann und seinem Partner Edwin Meindl geht, beim Abstieg erst richtig losgehen.

Vom eigenen Bedürfnis zum Produkt

Lukas Jungmann führt das Designbüro Aberjung, Edwin Meindl das Konstruktionsbüro Micado und beide zieht es fast jedes Wochenende auf einen der unzähligen Berge ihrer Heimatregion Osttirol. „Ich glaube, die schönsten Storys entstehen, wenn du selber eigentlich das für dich baust“, erzählt Jungmann. Die erste Skizze des Alpikes lässt sich auf das Jahr 2021 datieren. Über die Jahre ist ein komplett aus Carbon gefertigtes Gefährt entstanden, das knapp fünf Kilogramm wiegt und sich am Gipfel in wenigen Sekunden aufbauen lässt. Zum Vergleich: Fünf Kilo entsprechen in etwa einer ausgewachsenen Hauskatze oder einem kleinen Hund, etwa einem Mops.

© Alpike

Fahrgefühl jenseits der Forstwege

Der Alpike grenzt sich bewusst von bisherigen, oft sperrigen Konzepten ab. Er kommt ohne Motor und ohne Sattel aus, was den Rider:innen ein besonderes Sicherheitsgefühl geben soll: Man steht dicht über dem Boden und könnte bei Hindernissen jederzeit sicher abspringen. Jungmann beschreibt den technischen Ansatz so: „Wir sind eine Mischung aus Fahrrad und Roller, ohne Motor. Es soll jetzt nicht nur eine Krücke sein, damit man irgendwie den Berg runterkommt, sondern es ist ein Performance-Gerät, was Spaß machen soll.“

Zudem soll das kompakte Design völlig neue Routen abseits breiter Wege eröffnen. „Wenn es steigiger wird, dann wirst du nicht das Mountainbike schultern und tragen“, erklärt Jungmann. Mit dem Alpike ließen sich hingegen auch schmale Steige bewältigen und Felspassagen durch leichtes Tragen überwinden, was mit dem Mountainbike schlichtweg unmöglich wäre.

Der geschulterte Alpike © Alpike

Skitourengeher:innen als potentielle Zielgruppe

Das Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf dieses Premium-Geräts, das für 3.900 Euro netto die Besitzer:in wechseln soll. Die ideale Zielgruppe sieht der Gründer in gut verdienenden Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, die im Beruf stehen und bereit sind, nennenswerte Summen in hochwertige Sportausrüstung zu investieren. Von denen gäbe es in Osttirol einige, erklärt der Gründer.

Ein besonderes Potenzial liegt hierbei in einem aktuellen Markttrend: Da die Winter kürzer werden und der klassische Skitourenmarkt droht nach und nach einzubrechen, positioniert sich der Alpike als Sommer-Alternative. „Die Skitourengeher:innen investieren relativ fest in ihren Sport und haben eigentlich keine Alternative im Sommer. Die Leute haben mit dem Alpike dann trotzdem das Gefühl, rauf zu gehen und runter zu fahren, wie sie das vom Skitouren gewohnt sind“, so Jungmann.

© Alpike

Motorisierte, urbane Produktabwandlung

Neben der antriebslosen Sport-Variante bietet Alpike laut Website auch die „Urban“-Edition an – eine elektrische Last-Mile-Lösung für den städtischen Alltag. Sie wiegt zehn Kilogramm, leistet bis zu 1,8 kW und erreicht laut Unternehmen eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h sowie eine Reichweite von 25 Kilometern. Der 260-Wh-Akku ist herausnehmbar und soll in 30 Minuten vollständig aufgeladen sein. Wie die Sport-Version lässt sich auch die Urban-Edition werkzeugfrei in 15 Sekunden zusammenfalten.

Launch für nächstes Frühjahr geplant

Bislang haben die Gründer die Entwicklung weitgehend ohne externes Kapital vorangetrieben und rund eine Million Euro, maßgeblich in Form von unbezahlten Arbeitsstunden, investiert. Derzeit laufen Verhandlungen, um einen externen Investor an Bord zu holen, der den finalen Go-to-Market-Schritt finanzieren soll.

Frisches Kapital wird nun für das Marketing, den Bau von großen Werkzeugen für die Serienfertigung sowie den Zusammenbau benötigt. Aktuell will man das Gerät als Mountainbike klassifizieren lassen. Im Frühjahr des nächsten Jahres soll der Alpike offiziell in den Handel kommen.

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