04.01.2017

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

Startup-Steckbrief Lonely Cat Kombucha-Founder Manfred Kuegel erzählte dem Brutkasten, warum es gut ist, wenn ein Getränk lebt und warum er seines mit Katzenschnurren beschallt.
/artikel/lonely-cat-kombucha-unpasteurisiert-und-beschnurrt
(c) Lonely Cat Kombucha: Founder Manfred Kuegel mit Katzen.

Manfred Kuegel lebte und arbeitete längere Zeit in den Vereinigten Staaten und kam dort auf den Geschmack von Kombucha. Vor allem in Kalifornien zählt dieses unpasteurisierte Getränk zum „healthy Lifestyle“. Zurück in Österreich, produziert er seit diesem Jahr sein eigenes „lebendes Getränk“ in Oberösterreich und kombiniert sein Startup mit Charity – und zwar für Katzen aus dem Tierheim. Sein Ziel für 2017: Ausbau der Lonely Cat Kombucha-Produktion.

 Manfred Kuegel im Brutkasten-Adventkalender

Wie bist du auf die Idee gekommen?

3-cats-1-mission
(c) Lonely Cat Kombucha

Ich bin in den USA auf den Kombucha-Geschmack gekommen. Ich habe Kombucha nach dem Yoga getrunken, beim Klettern oder einfach am Abend statt Bier oder Wein. Unpasteurisiertes Kombucha ist ein köstliches, natürliches Getränk, das es so in Österreich noch nicht gibt. Generell sind „lebende“ Lebensmittel selten. Sehr viele Lebensmittel werden durch Pasteurisieren haltbar gemacht. Uns tun außerdem die Katzen im Tierheim leid. Als Models auf den Flaschen machen wir jede Katze zu einer Berühmtheit. Vor einiger Zeit haben wir dann gehört, dass Bäume schneller wachsen, wenn man ihnen Mozart vorspielt – da haben wir sofort ausprobiert unser Kombucha mit Katzenschnurren zu beschallen. Die Kombination aus diesen Zutaten ist Lonely Cat Kombucha.

+++ Flüssiges Gold? Der Weg zum erfolgreichen Getränke-Startup +++

Wie setzt sich dein Team zusammen und wie habt ihr euch gefunden?

Operativ ist Lonely Cat Kombucha noch eine One-Man and Cat Show. Ich habe aber eine „Beraterin“ – meine Freundin, die zur Zeit noch in den USA wohnt. Wir haben uns gefunden wie sich Mann und Frau eben finden (lacht).

Welche Eigenschaften muss ein guter Mitarbeiter für dich haben?

Es gibt für mich ein paar Metaeigenschaften, die wirklich wichtig sind: Neugierde, Integrität, Arbeitsmoral und Geschmack. Fachwissen ist dabei nicht so wichtig. Mit diesen Metaeigenschaften kann man sich jedes Wissen aneignen.

Welche Learnings waren für dich als Founder besonders wichtig?

Manchmal ist es einfacher etwas zu beginnen, als lange darüber nachzudenken. Außerdem finde ich es wichtig seine Risiken auszubalanzieren. Ähnlich wie bei einem Investmentportfolio. Meistens ist es besser alle Optionen offen zu halten als für eine Idee oder ein spezielles Konzept all-in zu gehen.

Was würdest du deinem jüngeren Ich mitgeben bzw. raten?

Ein wenig abgedroschen, aber gerade in Österreich finde ich es sehr wichtig: „Try new stuff and break things!“ Keine Angst vor Fehlern zu haben, Fehler zu machen und daraus zu lernen ist extrem wichtig!

Dein Rückblick auf 2016?

Ich habe viele nette Menschen getroffen, die an die Lonely Cat-Idee glauben. Nicht jeder fand es am Anfang gut, ein Haustier am Etikett eines Premium-Getränks abzubilden. Die Idee findet immer mehr Anklang. Das freut mich sehr.

Welche Ziele hast du 2017?

Die Lonely Cat Kombucha-Idee weiter verbreiten und gleichzeitig unsere Produktion ausbauen. Der Großteil der Getränke, die es am Markt gibt ist eigentlich schlecht für die Gesundheit. Wir wollen Kombucha als echte Alternative dazu anbieten.

+++ Startups: Gesund mit dem Smartphone +++

Deine ungelesenen Artikel:
21.10.2026

Biotech Summit Austria: Der Wille zum Champion ist da – das Kapital noch nicht

Kommentar: Karin Hofelich war beim Biotech Summit Austria in Innsbruck und fragt: Kommt das Geld aus dem neuen Dachfonds auch bei Biotech-Unternehmen an?
/artikel/biotech-summit-austria-der-wille-zum-champion-ist-da-das-kapital-noch-nicht
21.10.2026

Biotech Summit Austria: Der Wille zum Champion ist da – das Kapital noch nicht

Kommentar: Karin Hofelich war beim Biotech Summit Austria in Innsbruck und fragt: Kommt das Geld aus dem neuen Dachfonds auch bei Biotech-Unternehmen an?
/artikel/biotech-summit-austria-der-wille-zum-champion-ist-da-das-kapital-noch-nicht
V.l.n.r.: Peter Llewellyn-Davies (Präsident BIOTECH AUSTRIA), Lejla Pock (CEO Human.technology Styria), Marcus Hofer (CEO Standortagentur Tirol) © BIOTECH AUSTRIA

Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt  künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?

Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.

Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China

Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.

Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.

(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.

 Ein Champion, der nicht auswandern muss

Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“ 

(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt. 

Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen

Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds. 

Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.

Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.

Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.

Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht

Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.

Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.

Was es jetzt braucht

Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.

Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden. 

Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.


Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Lonely Cat Kombucha: Unpasteurisiert und beschnurrt