25.02.2021

Lollipop: Kärtner Startup bringt Covid-Schnelltest zum Lutschen

Der Covid-Lutsch-Schnelltest soll ebenso genau sein, wie andere Selbsttest-Varianten, sich aber besser für Kinder eignen.
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21med: Der Lollipop Covid-Schnelltest soll sich besonders gut für Kinder eignen
(c) 21med: Der Lollipop Covid-Schnelltest soll sich besonders gut für Kinder eignen

Mit dem Test-Staberl gefühlt bis zum Hirn, oder doch der übelkeitsfördernde Rachenabstrich? Vielleicht dürfen es ja auch die (als Selbsttest verfügbaren) weniger genauen „Nasenbohrer“ oder Spucktests sein? Der Kärntner Unternehmer und ehemalige Segel-Olympionike Niko Resch war mit den hierzulande verfügbaren Covid-Schnelltests nicht zufrieden. Und das in einem Land, dessen Regierung sich rühmt „auf dem Weg zum Test-Weltmeister“ zu sein (Anm. Kritiker meinen, „Impf-Weltmeister“ wäre besser). Resch machte sich daher auf die Suche nach Alternativen und wurde in China fündig. Mit seinem nun im Jänner 2021 gegründeten Startup 21Med GmbH mit Sitz in Velden wurde er unter der Marke Lollipop nun zum Generalimporteur für neue Lutsch-Tests.

Lollipop: Überprüft und als Covid-Selbsttest Zugelassen

Dabei habe er sich natürlich zuvor, was die Qualität anbelangt, abgesichert und den Test in Deutschland und den USA prüfen lassen, erzählt Resch in einem Beitrag der Kleinen Zeitung. Lollipop habe eine Sensitivität von 95,65 Prozent relativ zu einem PCR-Test – das ist etwas Höher als bei „Nasenbohrer“ und Spucktest. Und der Test sei CE-zertifiziert und offiziell durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen in Österreich zugelassen, ist auf der Page des Startups zu erfahren. Auch bei den bekannten Virus-Mutationen soll der Lutsch-Schnelltest laut Hersteller wirksam sein.

Süß schmeckt er zwar nicht, aber wie der Markenname (der offizielle Name ist: V-Chek 2019-nCoV Ag Saliva Rapid Test Card) bereits andeutet, will das Startup mit Lollipop vor allem auch Eltern ansprechen. Der Test muss 90 Sekunden gelutscht werden. Nach 15 Minuten liegt ein Ergebnis vor. So soll er als Selbsttest für Kinder besonders geeignet sein.

Der Vertrieb läuft sowohl über Apotheken als auch den eigenen Online-Shop. Die Preise sind dabei gestaffelt. Ein einzelner Test kostet 12 Euro, fünf Stück kosten 55 Euro und 20 Stück 200 Euro. Damit ordnet sich Lollipop preislich in der Mitte ein und ist teurer als der „Nasenbohrer“, aber günstiger als der Spucktest.

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Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll eröffnete schon 2025 den Technology Impact Summit © TIS

Drei Monate vor der Veranstaltung präsentierten die Organisator:innen in Wien das Programm für den diesjährigen Technology Impact Summit. Die Think-Tank-Initiative, getragen von der Universität Graz, der TU Graz, Joanneum Research und der FH Joanneum, findet am 11. November 2026 in der Aula der Universität Graz statt. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die europäische Positionierung im globalen KI-Wettbewerb, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller EU-Regulierungen.

Interdisziplinärer Austausch

Die Ausgestaltung der europäischen Technologiepolitik erfordert laut den Initiator:innen eine branchenübergreifende Herangehensweise. „Der Technology Impact Summit entstand aus der Überzeugung, dass sich die großen technologischen Fragen unserer Zeit nicht innerhalb einer einzelnen Disziplin beantworten lassen, und bietet eine Plattform, auf der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf Augenhöhe diskutieren“, erklärt Markus Fallenböck von der Universität Graz.

Co-Organisatorin Magdalena Hankus ergänzt: „Innovation entsteht dort, wo Menschen, Perspektiven und Disziplinen zusammenkommen. Der Technology Impact Summit hat sich als Dialogplattform bewährt, die Orientierung gibt und neue Impulse liefert.“

Programmvorschau

Eröffnet wird der Summit von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll, gefolgt von einer Keynote durch Corporate Vice President Microsoft Deutschland & Österreich Agnes Heftberger. Im Anschluss stehen verschiedene Diskussionsformate auf der Agenda. Der Frage, wie Europa das Rennen machen kann, gehen in einer Keynote Debate unter anderem Philipp Amann (Europäische Zentralbank), Stefan Mangard (Technische Universität Graz) und Daniel Keinrath (fonio.ai) nach.

Bei einer Oxford-Style Debate diskutieren Philipp Töbich (SAP) und Christian Winkelhofer (Accenture) über die Perspektiven einer europäischen KI-Infrastruktur. Den Blick auf die Welt von morgen und den gesellschaftlichen Impact technologischer Entwicklungen wirft Zukunftsforscher Tristan Horx.

Ausgelassenes Networking am TIC 2025 © Technology Impact Summit

Praxisnahe Use Cases

Abgerundet wird das Programm durch sogenannte „Lightning Talks“, die konkrete Anwendungsbeispiele und den Technologietransfer in die Wirtschaft in den Fokus rücken. Ein zentrales Projekt ist hierbei die Plattform DaphoOS.ai, die bei der Programmpräsentation in Wien bereits von Martin Holler (Universität Graz) vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um ein KI-gestütztes System für Entscheidungsfindung, Operations und Ressourcenmanagement im Gesundheitsbereich.

Weitere praxisnahe Use Cases steuern unter anderem Unternehmen wie Cancom, Experts Inside, EY, Joanneum Research, Manz und Taceo bei. Moderiert wird die Veranstaltung von der Tech-Insiderin Katrin-Cécile Ziegler.

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