20.06.2018

Logoshuffle: mittlerer 6-stelliger Betrag für Grazer Startup

Das Grazer Startup Logoshuffle, mit dessen Tool online Logos erstellt werden können, holt sich Wachstumskapital von KaPa Ventures und Up To Eleven.
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Logoshuffle
(c) Logoshuffle: V.l.: Frank Kappe, Gerhard Pail (jew. KaPa Ventures), Martin Schmidt, Christoph Lalej (jew. Logoshuffle), Matthias Ruhri (Up to Eleven)

Das Produkt des Grazer Startup Logoshuffle ist schnell erklärt. Mit dem Online-Tool, das unter anderem mit Künstlicher Intelligenz arbeitet, können mit geringem Aufwand Logos und Corporate-Design-Kits erstellt werden. Das Startup verspricht dabei „Agentur-Qualität“. Vor allem aber will man mit dem Preis überzeugen. Denn professionelle Agenturen sind gerade für kleine Unternehmen, Startups und Vereine oft nicht leistbar. Für 29 Euro ist ein Logo in geringer Auflösung zu haben. Für 89 Euro gibt es bereits ein Komplett-Paket mit zusätzlichen Elementen. Umsätze macht das Startup auch über einen Online-Shop mit gebrandeten Produkten.

+++ Künstliche Intelligenz als Designer +++

100.000 registrierte Nutzer

Schon jetzt generiere man durchschnittlich mehr als 150.000 Logo-Vorschläge pro Tag für potenzielle Kunden, heißt es vom Startup. Rund 100.000 registrierte Nutzer könne man bereits aufweisen. Man sieht aber noch enormes Potenzial, insbesondere am US-Markt. Dieses Potenzial wollen auch KaPa Ventures und Up To Eleven erkannt haben. Sie investieren gemeinsam einen „mittleren sechsstelligen Betrag“. Zweitere hatten bereits Anfang 2017 investiert. Nach öffentlich einsehbaren Firmendaten hielt der Grazer Company Builder bislang bereits 38 Prozent des Unternehmens. Die beiden Co-Founder Martin Schmidt und Christoph Lalej standen bislang bei 60 Prozent Anteilen.

Ausbau der Künstlichen Intelligenz

Das frische Kapital soll vor allem in den Ausbau der Künstlichen Intelligenz des Logo-Generators und die „intensivere Bearbeitung internationaler Märkte wie Nordamerika“ fließen. Man habe bereits zahlreiche Kunden im DACH- und anglo-amerikanischen Raum, aber auch in anderen internationalen Märkten wie Singapur oder Marokko, sagt CEO Schmidt.

„Mit Logoshuffle streben wir die weltweite Marktführerschaft an“

Die internationale Ausrichtung habe auch die Investoren überzeugt. „Vor allem das und die erfahrenen, sehr innovativen Gründer haben uns zum Investment bewogen“, wird KaPa Ventures Co-Founder Frank Kappe in einer Aussendung zitiert. Zusammen mit seinem Partner Gerhard Pail hält er Anteile an insgesamt 16 Startups, darunter mything, own3d.tv, hiMoment, Meisterlabs, Onepoint und Get in Shape. Bei Up To Eleven kommentiert man durchaus ambitioniert. „Mit Logoshuffle streben wir weiterhin die weltweite Marktführerschaft im KI-unterstützten Designen an“, sagt Matthias Ruhri, Leiter des Company Builders.

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Combyn, Biogena
© zVg - Der BioCore Loop von Combyn.

Die Combyn Health Care GmbH mit Sitz in Graz entwickelt medizintechnische Lösungen für Prävention und Gesundheitsanalyse. Mit dem BioCore Loop hat das Unternehmen einen Health Kiosk entwickelt, der eigenen Angaben nach mehrere Untersuchungsmethoden in einem Gerät vereint und die erhobenen Gesundheitsdaten unmittelbar nach der Messung aufbereitet.

Dafür gab es (bereits im August) ein Investment von Biogena. Über die Höhe und die Beteiligungsverhältnisse wurde Stillschweigen vereinbart – laut wirtschaft.at ist aber öffentlich ersichtlich, dass sich Biogena laut Letztstand 5,68 Prozent der Anteile gesichert hat.

Combyn: BioCore Loop im Zentrum

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der erwähnte BioCore Loop. Das System ermöglicht nach Angaben des Unternehmens eine vollautomatisierte Gesundheitsmessung in weniger als fünf Minuten. Die Messung könne selbstständig und ohne unmittelbare Unterstützung durch medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden.

Der BioCore Loop erfasst unter anderem Gesundheitsparameter zu Herz und Kreislauf, autonomem Nervensystem, Gefäßsteifigkeit, Flüssigkeitshaushalt, Muskelmasse und Körperfett. Die Ergebnisse werden aufbereitet und sollen medizinisches Fachpersonal bei der Einschätzung ausgewählter gesundheitlicher Risiken unterstützen. Darüber hinaus unterstützt das System die Einschätzung gesundheitlicher Risiken wie Osteoporose, Diabetes, Sarkopenie oder Herzinsuffizienz, wie es heißt.

BioCore Loop wurde in Österreich entwickelt und die Technologie wurde laut Unternehmensangaben an mehr als 6.000 Patienten validiert. Das System wird heute unter anderem in österreichischen Schwerpunktkrankenhäusern sowie in Forschungseinrichtungen in den USA und Finnland eingesetzt.

Früherkennung als Credo

„Die Zukunft der Medizin beginnt nicht erst dann, wenn ein Mensch krank ist. Sie beginnt damit, gesundheitliche Veränderungen und Risiken frühzeitig zu erkennen und daraus die richtigen Maßnahmen abzuleiten“, sagt Albert Schmidbauer, Gründer und CEO der Biogena Group. „Combyn hat eine Technologie entwickelt, die komplexe Gesundheitsdaten innerhalb weniger Minuten verfügbar und für die weitere Einordnung nutzbar macht. Diese Verbindung aus Wissenschaft, Prävention, Effizienz und einfacher Anwendung hat uns überzeugt.“

Für Biogena ist die Beteiligung ein weiterer Schritt in der Entwicklung vom Mikronährstoffunternehmen zu einem umfassenden Gesundheitsökosystem, wie auch Schmidbauer brutkasten gegenüber im Juli erklärte: Dieses umfasst neben Premium-Mikronährstoffen auch Diagnostik, Biohacking, Longevity-Anwendungen, Gesundheitswissen und personalisierte Präventionskonzepte.

„Wir stellen nicht nur Kapital zur Verfügung. Wir wollen Combyn mit unserer Erfahrung, unserem Netzwerk von mehr als 30.000 Ärztinnen, Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten und unserem Zugang zu gesundheitsbewussten Kundinnen und Kunden bei der weiteren Entwicklung und der Marktexpansion unterstützen“, präzisiert Schmidbauer. „Unser gemeinsames Ziel ist es, fundierte Gesundheitsanalysen und personalisierte Prävention einfacher, schneller und für deutlich mehr Menschen zugänglich zu machen.“

Combyn tritt in neue Phase

Mit dem Abschluss der Finanzierungsrunde sieht Combyn die Grundlage geschaffen, in die nächste Phase seiner Unternehmensentwicklung zu treten. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der Technologie, die Skalierung des Vertriebs und die stärkere Integration des BioCore Loops in medizinische und präventive Versorgungsmodelle.

„Mit Albert Schmidbauer und der Biogena Group gewinnen wir Partner, die den Gesundheitsmarkt seit vielen Jahren kennen und unsere Vision einer modernen, zugänglichen Präventionsmedizin teilen“, sagt Christoph Grimmer, CEO von Combyn Health Care. „Biogena bringt neben großer unternehmerischer Erfahrung ein außergewöhnlich starkes Netzwerk im medizinischen Bereich mit. Diese Kombination eröffnet uns wertvolle Möglichkeiten, unsere Technologie schneller in die breite Anwendung zu bringen.“

Falko Skrabal, Gründer und Medical Advisor von Combyn Health Care, ergänzt: „Der modernen Medizin stehen immer mehr Daten und diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung. Entscheidend ist, diese Informationen so zusammenzuführen, dass sie im Alltag einfach, schnell und sinnvoll nutzbar werden. Genau dafür haben wir den BioCore Loop entwickelt.“

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