17.10.2023

Locaverse: Mit dieser App möchte Ex-Chef von Penny Markt Österreich durchstarten

Die Plattform listet über 85.000 Dienstleistungsunternehmen in Österreich, die mit ihren Services zum Standort der bestellenden Kund:innen kommen.
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Die Locaverse Geschäftsführung Mario Märzinger und Michael Pisnyachevskiy (c) Locaverse

Locaverse.at ist eine Plattform für mobile Dienstleistungen und Lieferservices in Österreich. Die Plattform dient als online Marktplatz für mobile Dienstleistungen aus über 140 Branchen und operiert unter dem Motto “Du klickst, alle kommen”. Die gelisteten Angebote und Dienstleiter:innen können von Kund:innen zum gewünschten Standort bestellt werden. Die Suche nach Dienstleistenden soll vonseiten der Kund:innen ohne Registrierung erfolgen.

App soll als intuitiver Marktplatz dienen

Nun ist Locaverse auch als App für Android-Smartphones und -Tablets erhältlich – aktuell nur im Google Play Store. Für iOS Endgeräte soll die Applikation demnächst verfügbar sein, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. Laut einer Aussendung des Unternehmens soll die gelaunchte App auf Intuition im Handling der User:innen setzen. Kund:innen soll es demnach möglich sein, favorisierte Dienstleistende sowie mehrere Adressen der Nutzenden speichern und später abrufen zu können. Außerdem verspricht Locaverse einen Plattform-gebundenen Austausch unter Nutzenden sowie das Verfassen und Abrufen von Bewertungen.

85.000 Unternehmen gelistet

Medienberichten zufolge listet Locaverse über 85.000 Unternehmen und mobile Services, darunter Friseur:innen, Handwerksbetriebe oder Masseur:innen. Kund:innen können ihren Standort angeben und passende Dienstleistungsunternehmen auswählen. Die gebuchten Leistungen werden anschließend direkt über die präferierten Kanäle abgewickelt. Locaverse soll Angebote kostenfrei ohne Umsatzprovisionen listen, heißt es in einer Aussendung.

Ex-Chef von Penny Markt Österreich in Geschäftsführung

Gegründet wurde Locaverse von CEO Mario Märzinger, der bis Juli 2023 drei Jahre lang als Geschäftsführer von Penny Markt Österreich tätig war. Mitgründer und Teil der Geschäftsführung ist Michael Pisnyachevskiy als Chief Technology Officer (CTO). Co-Founder Samuel Fuchs war als Chief Financial Officer (CFO) bis August 2023 im Unternehmen tätig.

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(c) Enpulsion
(c) Enpulsion

Das am Wiener Flughafen ansässige Scaleup Enpulsion hat sich in den vergangenen Jahren eine beachtliche Position auf dem SpaceTech-Weltmarkt herausgearbeitet. Nach eigenen Angaben ist man mittlerweile Europas führender industrieller Hersteller für Weltraum-Antriebssysteme. Im Zentrum stehen dabei bislang elektrische Antriebe für Mikro- und Nano-Satelliten, die die „FEEP-Technologie“ nutzen, bei der flüssiges Metall (Indium) in winzige geladene Teilchen zerlegt und ausgestoßen wird. Mittlerweile bietet man zudem auch Antriebe für größere Satelliten mit bis zu 500 Kilogramm Gewicht an.

Konkurrierende Antriebssysteme

Diese elektrischen Antriebe, mit denen Enpulsion groß geworden ist, sind eine Alternative zu vielfach genutzten chemischen Antriebssystemen. Ein nun kommunizierter strategischer Schritt kann daher auf den ersten Blick durchaus verwundern: Mit Lift Me Off Ltd (LMO) aus dem Vereinigten Königreich will man ein Unternehmen zu 100 Prozent übernehmen, das auf chemische Weltraum-Antriebssysteme spezialisiert ist. Das Unternehmen ist unter anderem an den ESA-LEO-Missionen (Low Earth Orbit) und geplanten Mondmissionen beteiligt.

Über den Kaufpreis gibt es dabei keine Angabe. Erst im März dieses Jahres hatte Enpulsion eine 22,5 Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde verkündet. Die aktuelle Transaktion muss noch von den britischen Behörden im Rahmen des National Security and Investment Act 2021 (NSIA) bewilligt werden. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Mit Technologie-Kombination zum Komplettanbieter

Bei Enpulsion argumentiert man die Übernahme als strategischen Schritt, um hybride Antriebssysteme aus einer Hand anbieten zu können. Man wolle durch die Kombination mit dem konkurrierenden Antriebssystem einen „complete spacecraft mobility backbone“ aufbauen, wird Gründer und CEO Alexander Reissner in einer Aussendung zitiert: „LMO bringt Erfahrungen im institutionellen Bereich, ein talentiertes Team und eine komplementäre Technologiebasis im Bereich chemischer Antriebe und Tanksysteme mit.“ In Kombination mit den industriell produzierten elektrischen Antrieben könne man Kunden ermöglichen, ihre gesamte Weltraum-Mobilitätsarchitektur über einen einzigen Partner aufzubauen, so Reissner.

LMO-Chef Shaun Dormon sieht einen logischen Schritt für beide Unternehmen, die eine ähnliche Vision, aber unterschiedliche technologische Zugänge hätten. „Gemeinsam können wir eine Kombination aus hocheffizientem und agilem Manövrieren im Weltraum bei minimaler Komplexität schaffen“, so Dormon. Das LMO-Team, das im Harwell Space Cluster nahe dem ESA-Zentrum ECSAT angesiedelt ist, soll erhalten bleiben. Auch die laufenden Missionen werden weitergeführt.

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