23.11.2022

Living Standards Award 2023: Wer Standards smart einsetzt, kommt besser ans Ziel

Auf sie kann man sich verlassen: Standards sind das Fundament der meisten Innovationen. Beim Living Standards Award 2023 stehen jene, die sie smart einsetzen, im Zentrum. Derzeit läuft die Bewerbungsphase.
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Living Standards Award: das Siegerfoto 2022 - aktuell läuft die Bewerbungsphase für 2023
Living Standards Award: das Siegerfoto 2022 – aktuell läuft die Bewerbungsphase für 2023 | © Inge Funke
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Man muss das Rad nicht neu erfinden“, lautet ein bekannter Spruch. Dabei geht es nicht nur um mehr Effizienz bei der Produktentwicklung. Es geht auch darum, Innovation auf die Straße zu bringen – um beim Rad zu bleiben. Mit Standards kann die Lücke zum Markt geschlossen werden, der Roll-out schneller erfolgen.

Wer Standards als Fundament herannimmt, gelangt in Innovationsprozessen schneller ans Ziel. Und wer das besonders smart macht, hat die Chance auf den Living Standards Award 2023. Dessen Bewerbungsphase läuft noch bis 7. Dezember. Austrian Standards sucht innovative Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups.

Die meisten Menschen nehmen Standards nicht bewusst wahr, dabei kommen wir alle täglich zigfach damit in Berührung. Standards machen unser Leben einfacher und sicherer. Und das gilt auch für wirtschaftliche Erfolge. Um sie zu erreichen, geben Standards ein Mehr an Planungshoheit und lösen Komplexität zugleich auf. Für vieles gibt es bereits Standards und damit Blaupausen, wovon gerade junge Unternehmer:innen profitieren sowie schneller und effizienter marktfähig werden„, sagt Valerie Höllinger, CEO bei Austrian Standards.

Living Standards Award wird in drei Kategorien vergeben

Vergeben wird der Living Standards Award in drei Kategorien, welche die von Valerie Höllinger angesprochene Bandbreite der Anwendung von Standards von technologischer Innovation bis zu wirtschaftlicher Expansion widerspiegeln sollen:

  • In der Kategorie „Enabling Solutions“ werden Entwicklungs- oder Anwendungsfälle von Standards gesucht, die durch intelligente Lösungen die Arbeits- und Lebensqualität verbessern oder Abläufe sicherer, einfacher und effizienter gestalten.
  • In der Kategorie „Reaching International Markets“ werden Beispiele von Produkten oder Dienstleistungen gesucht, die durch den Einsatz oder die Entwicklung von Standards auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähiger und erfolgreicher wurden.
  • Und in der Kategorie „Developing Future Technology“ werden Best-Practice-Beispiele für die Entwicklung oder Anwendung von Standards gesucht, durch die auf dem Gebiet der Forschung und Innovation neue Wege und Lösungen auf den Weg gebracht wurden.
Living Standards Award Trophäe
So sehen die begehrten Awards aus | © Inge Funke

Österreichs bedeutendste Auszeichnung für Standardisierung und Innovation

Der Living Standards Award wird 2023 bereits zum neunten Mal vergeben und gilt als Österreichs bedeutendste Auszeichnung für Standardisierung und Innovation. Dieses Jahr waren mehr als 200 Teilnehmer:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bei der Verleihung dabei. Unter den bisherigen Preisträgern sind Startups und Tech-Unternehmen wie AQT (Alpine Quantum Technologies), cortEXplore, TTTech Group, Viewpointsystem und Purency.

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Impression von der Preisverleihung im Vorjahr | (c) BMWET/Noisternig
Impression von der Preisverleihung im Vorjahr | (c) BMWET/Noisternig

Auch dieses Jahr wird der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) vergeben. Erstmalig erfolgt die Ausschreibung in Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Mit dem Preis soll die Sichtbarkeit von Frauen erhöht werden, die in den Bereichen Innovation, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement in Österreich tätig sind. Die Auszeichnung erinnert an die Namensgeberin Brigitte Bierlein, die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte Österreichs, und würdigt zugleich das Lebenswerk der Schirmherrin des Preises, der ehemaligen Bundesministerin Maria Rauch-Kallat.

Ziel der Initiative ist es, Frauen im unternehmerischen und wirtschaftlichen Umfeld sichtbar zu machen und deren Leistungen durch öffentliche Aufmerksamkeit sowie politische Anerkennung zu unterstützen. Die Veranstalter:innen wollen damit erfolgreiche Frauen als Vorbilder für nachfolgende Generationen positionieren, um junge Talente zur Verfolgung von Laufbahnen in Wirtschaft, Forschung und Innovation zu motivieren. Das soll auch langfristig zum Abbau von Geschlechterungleichheiten in Führungspositionen beitragen.

Die Voraussetzungen für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026

Konkret richtet sich die Ausschreibung an Frauen unter 35 Jahren, die in Führungspositionen oder mit Verantwortung in Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Organisationen tätig sind. Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Entrepreneurship, Innovation und Technologie, angewandte wirtschaftlich-technische Forschung und Wissenschaft, Familienunternehmen sowie Startups.

Für eine Nominierung müssen die Leistungen der Bewerberinnen einen Bezug zu Österreich aufweisen. Das kann durch eine Wirkung auf den Wirtschafts- oder Innovationsstandort, eine entsprechende Tätigkeit im Land oder relevante Projekte mit Österreich-Fokus passieren. Die Staatsbürgerschaft und der aktuelle Wohnsitz der Kandidatinnen sind für die Vergabe hingegen kein Kriterium.

Die Vorjahres-Preisträgerinnen: v.l. Marlene Rezk-Füreder (3. Platz), Anja Moser-Tscharf (2. Platz), Katharina Baumgartner (1. Platz), Lara Vadlau (Ehrenpreis); Foto: BMWET/Veronika Noisternig

Die drei Preiskategorien

Die Vergabe des Preises erfolgt dieses Jahr in drei Kategorien, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind:

  • Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge: Diese vom BMWET vergebene Kategorie richtet sich an Frauen, die als Gründerinnen, Unternehmensübernehmerinnen oder Managerinnen mit Ergebnisverantwortung zur Entwicklung eines Unternehmens beitragen. Berücksichtigt werden laut Ausschreibung Leistungen in Bereichen wie Betriebsübernahmen, Generationenwechseln, Internationalisierung, Wachstum aus bestehenden Strukturen, Social Entrepreneurship sowie bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle.
  • Forschung, Innovation & Transfer: In dieser von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gestifteten Kategorie werden Frauen ausgezeichnet, die wissenschaftliche Arbeit mit wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Wirkung verbinden. Der Fokus liegt auf der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen – wie etwa Spinoffs, technologiegetriebene Startups oder Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – sowie auf Lösungen mit wirtschaftlicher Relevanz oder Skalierbarkeit.
  • Ehrenpreis Maria Rauch-Kallat: Gesellschaftlicher Impact & Role Model: Diese vom BMWET vergebene Auszeichnung würdigt Frauen, die durch eine Vorbildfunktion und einen gesellschaftlichen Beitrag über Branchengrenzen hinweg wirken. Preisträgerinnen sollen beispielhaft für gesellschaftlichen Wandel und Empowerment stehen. Die Ausgezeichnete erhält neben dem Preisgeld einen Platz im WoMentoring-Programm des club alpha.


Zeitplan und Nominierungsverfahren

Die Einreichfrist für Nominierungen hat bereits begonnen und läuft bis zum 17. August 2026. Für Mitte September ist die Veröffentlichung der Liste „35 under 35“ mit den nominierten Frauen vorgesehen. Anfang November tritt eine achtköpfige Fachjury aus den Bereichen Unternehmertum, Wissenschaft und Startups zusammen, um die Preisträgerinnen auszuwählen. Die feierliche Preisverleihung findet am 7. Dezember 2026 statt.

Nominierungen können sowohl als Selbstnominierung der Bewerberinnen als auch als Fremdnominierung durch Dritte eingereicht werden.


Jetzt Nominieren oder Bewerben!

Die Einreichung von Nominierungen und Bewerbungen ist über die Online-Formulare des Bundesministeriums möglich.

Weitere Details und die vollständigen Vergaberichtlinien stehen auf der offiziellen Website zum Preis zur Verfügung.

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