29.11.2023

breath ilo-Gründerin Lisa Krapinger-Rüther wird Digital Marketing-Chefin bei Neoh

Neben Lisa Krapinger-Rüther verkündete das Wiener Food-Startup Neoh noch mehrere weitere Personal-Neuzugänge.
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Lisa Krapinger-Rüther ist nun Head of Digital Marketing bei Neoh | (c) Thomas Hofmann/NEOH
Lisa Krapinger-Rüther ist nun Head of Digital Marketing bei Neoh | (c) Thomas Hofmann/NEOH

Mit dem FemTech breath ilo (Carbomed) baute Lisa Krapinger-Rüther in den vergangenen Jahren ein eigenes Startup mit auf, das mehrere Millionen Euro Funding aufstellte. Dort wurde sie 2022 von der Marketing-Chefin zur Co-CEO. Diesen Sommer legte sie den Posten jedoch wieder zurück. Nun hat die Unternehmerin einen neuen Job. Sie ist Digital Marketing-Chefin beim Wiener Startup Neoh.

Lisa Krapinger-Rüther bringt auch Marketing-Erfahrung von Red Bull und Heineken mit

Neoh konnte mit seinen Zuckerersatzstoff-Süßigkeiten mit hohem Proteingehalt schon vielfach auf sich aufmerksam machen und holte neben mehreren Millioneninvestments unter anderem Österreichs aktuell erfolgreichsten Musiker Raf Camora als Investor und Markenbotschafter an Bord. Krapinger-Rüther soll nun ihre Marketing-Erfahrungen einbringen, die sie schon vor breath ilo unter anderem bei Red Bull und Heineken gesammelt hat. „Ich komme selbst aus der Gründerszene und der Drive von Neoh ist wirklich beeindruckend und hat mich sofort gecatcht“, kommentiert die neue Digital Marketing-Leiterin in einer Aussendung.

Weitere Personalzugänge bei Neoh

Zeitgleich kommunizierte Neoh noch drei weitere Personalzugänge. Thomas Hofmann soll als Senior Packaging & Print Graphics Specialist die geplante Erweiterung des Neoh-Produktportfolios vorantreiben. Er gründete im Laufe seiner Karriere unter anderem eine eigene Werbeagentur und war zuletzt Produktionsleiter bei derpfeil Studio für Grafik & Design.

V.l.n.r.: Thomas Hofmann, Lisa Krapinger-Rüther, Lukas Dürnegger, Florian Metzler | (c) Thomas Hofmann/NEOH

Florian Metzler wird nun den Bereich E-Commerce verantworten. Er ist daneben freischaffender Künstler und war zuvor unter anderem für Red Bull tätig. Lukas Dürnegger ist nun als Fotograf und Videoproduzent fix ins Team integriert. Er arbeitete zuvor unter anderem mit dem deutschen und österreichischen Skiverband, der Präsidentschaftskanzlei von Alexander Van der Bellen und Wilderness International zusammen.

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Mistral.
© LinkedIn/Canva - Arthur Mensch, Co-Founder und CEO Mistral AI.

Drei Milliarden Euro. Das ist die Summe, die der französische Anthropic- und OpenAI-Herausforderer Mistral in seiner heute verkündeten Series-D-Finanzierungsrunde aufnahm. Es ist die größte VC-Runde für ein Tech-Unternehmen in der europäischen Geschichte – und das für ein gerade einmal drei Jahre altes Unternehmen.

Den Lead in der Runde übernahm mit Samsung – wenig überraschend – ein außereuropäischer Player. Dazu kommen große US-Investoren wie PSG Equity als Co-Lead, a16z und Nvidia, aber auch eine ganze Reihe europäischer Kapitalgeber, darunter der Scaleup Europe Fund der schwedischen EQT als weiterer Co-Lead.

Keine normalen Umstände

Drei Milliarden Euro. Eine Bewertung von 21 Milliarden Euro. Das sollte unter normalen Umständen ein Garant für den großen Durchbruch sein. Zum Vergleich: Meta (damals Facebook) genügten vor seinem Börsengang insgesamt 2,27 Milliarden US-Dollar VC-Kapital, um sich im Social-Media-Wettlauf klar an die Spitze zu setzen und zum Tech-Giganten zu werden.

Doch die Umstände sind nicht normal. Der KI-Wettlauf hat die Volumina an VC-Kapital vor allem in den USA auf ein nie dagewesenes Level gehievt. Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, hat allein in seiner Series-H-Runde im Mai dieses Jahres 65 Milliarden US-Dollar aufgenommen und steht bei einer Bewertung von 965 Milliarden Dollar. OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, hat diesen März in seiner Finanzierungsrunde sogar 122 Milliarden US-Dollar eingesammelt und steht bei einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar.

Beim insgesamt aufgenommenen Kapital steht Mistral (ca. 6 Mrd. Euro inklusive Kredite) in einem Verhältnis von etwa 1:19 zu Anthropic (mindestens 130 Mrd. US-Dollar) und 1:26 zu OpenAI (mindestens 180 Mrd. US-Dollar). Das wird im beinharten internationalen Tech-Wettlauf vermutlich nicht ausreichen.

Digitale Souveränität als Verkaufsargument

Und das weiß man auch beim französischen Scaleup. Der größte Trumpf, den es in der Hand hat, ist, dass es aus Europa kommt. Punkten kann das Unternehmen vor allem bei den Themen Digitale Souveränität und Datensicherheit. Und das wiederum sind Fragen, die im B2B- und vor allem im öffentlichen Bereich deutlich schwerer wiegen als im B2C-Bereich, den aktuell Anthropic, OpenAI und Google dominieren.

„Während der ersten Welle der generativen KI lautete die zentrale Frage: Wer kann das leistungsstärkste Modell entwickeln? Unternehmen und Regierungen stellen sich nun eine andere Frage: „Wie können sie die Leistungsfähigkeit der KI für ihre geschäftskritischen Anforderungen nutzen, ohne die Kontrolle über die Infrastruktur und den Informationskreislauf abzugeben?“, heißt es von Mistral in der Presseaussendung zur aktuellen Kapitalrunde.

Die Frage will man freilich mit dem eigenen Produkt beantworten. „Die Nachfrage nach dieser Kombination aus Leistung, Kontrolle, Auswahlmöglichkeiten und Unabhängigkeit nimmt weltweit zu“, ist man sich sicher. Und Mistral sei das weltweit einzige KI-Unternehmen, das den gesamten Stack entwickle, der dafür erforderlich ist: „Open-Weight-Modelle, die Infrastruktur und die Rechenkapazität, auf der sie laufen, und die Produkte, mit denen sie in den Unternehmen wirksam werden“.

Ausstehender Beweis

Dass diese Argumente angesichts des europäischen Diskurses durchaus valide sind, liegt auf der Hand. Ob die Rechnung am Ende auch betriebswirtschaftlich aufgeht, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Mistral bekommt durch die Mega-Runde genug Luft, um sich innerhalb Europas weiterhin im öffentlichen und im Unternehmenssegment zu etablieren. Doch dass das ausreicht, um das eingesetzte Kapital (mehrfach) zurückzuspielen, muss erst bewiesen werden.

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