06.10.2021

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

Mit Unterstützung der Wiener Nobilegroup errichtet die Linzer Tabakfabrik "eines der größten Sonnenkraftwerke Oberösterreichs" am Dach.
/artikel/linzer-tabakfabrik-wird-zum-sonnenkraftwerk
Tabakfabrik Linz wird
vlnr.: Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden, Peter Gönitzer (Gründer und CEO Nobilegroup), Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz, Lorena Skiljan (Managing Partner Nobilegroup) und Markus Eidenberger, Kaufmännischer Direktor der Tabakfabrik Linz | (c) Gerhard Gruber

Ganze 2.123 Photovoltaik-Paneele sollen künftig auf einer Fläche von 4.120 Quadratmetern auf den Dächern der Linzer Tabakfabrik installiert sein. Man werde damit „eines der größten Sonnenkraftwerke Oberösterreichs“ betreiben, heißt es dazu in einer Aussendung. Dieses soll in der ersten Ausbaustufe rund ein Viertel des jährlichen Energiebedarfs des Gebäudekomplexes decken. Konkret sollen es voraussichtlich ca. 750.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr sein – das ist etwa der Verbrauch von 250 Haushalten.

Dahinter steht ein größerer Plan mit den Liegenschaften der Stadt Linz. „In den nächsten zehn Jahren wollen wir bereits die Hälfte des Stroms privater Haushalte mittels Photovoltaik erzeugen“, erklärt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz, bei der Pressekonferenz dazu. Bis 2040 soll die drittgrößte Stadt des Landes klimaneutral werden.

Tabakfabrik: Halbe Million Euro Stromkosten-Ersparnis in 25 Jahren

Umgesetzt wird das Projekt mit Unterstützung der Wiener Nobilegroup, die vorab umfassende Analysen durchführte. So wurden unter anderem die Viertelstundenwerte von Stromzählern in der Tabakfabrik einbezogen, ergänzt um den Stromverbrauch für Allgemeinflächen und Baustellen. Außerdem wurden der gegenwärtige Verbrauch und die zukünftige Stromerzeugung gegenübergestellt und die Energieflüsse unter Berücksichtigung individueller Lastprofile simuliert. „Unsere Analyse hat ergeben, dass die Einbindung erneuerbarer Energie in der Tabakfabrik möglich und aufgrund des signifikanten Dachflächenpotenzials sinnvoll ist“, erklärt Peter Gönitzer, Gründer und CEO der Nobilegroup.

Für Mieter:innen gibt es ein eigenes Beteiligungsmodell. Dieses erfolgt über Crowdfunding, mit dem Eigentum an einzelnen Photovoltaik-Paneelen erworben werden kann. In zwölf bis 19 Jahren soll sich die Anlage amortisiert haben. Die Ersparnis an Stromkosten könnte nach 25 Jahren bis zu 552.000 Euro betragen, heißt es weiter.

In den kommenden Jahren plant die Tabakfabrik Linz auch eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG) mit dem neuen Donauparkstadion des FC Blau-Weiß Linz, das nur wenige hundert Meter entfernt in der Nachbarschaft gebaut wird. „Die Stadt Linz nimmt eine Vorreiterrolle ein und zeigt mit diesem Projekt, wie eine Stadt die Energiezukunft für eigene Bewohner und Wirtschaft gestalten kann“, kommentiert Lorena Skiljan, Managing Partner Nobilegroup.

Deine ungelesenen Artikel:
13.10.2026

Serwas: Innsbrucker Startup beheizt weiteres Schwimmbad mit KI-Servern

Im September hatte Serwas ein Pre-Seed-Investment verkündet. Nun präsentierte das Innsbrucker Startup sein zweites Kundenprojekt.
/artikel/serwas-innsbrucker-startup-beheizt-weiteres-schwimmbad-mit-ki-servern
13.10.2026

Serwas: Innsbrucker Startup beheizt weiteres Schwimmbad mit KI-Servern

Im September hatte Serwas ein Pre-Seed-Investment verkündet. Nun präsentierte das Innsbrucker Startup sein zweites Kundenprojekt.
/artikel/serwas-innsbrucker-startup-beheizt-weiteres-schwimmbad-mit-ki-servern
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Linzer Tabakfabrik „wird zum Sonnenkraftwerk“