12.01.2026
NACHHALTIGKEIT

Linzer Startup HalloSophia und Raiffeisen OÖ starten ESG-Beratungsportal für den Mittelstand

Das Linzer Startup HalloSophia geht eine Partnerschaft mit der Raiffeisen Oberösterreich ein. Gemeinsam startet man ein digitales Nachhaltigkeitsberatungsportal für den Mittelstand, das Unternehmen beim Umgang mit ESG-Anforderungen unterstützen soll.
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Das Founderteam von © HalloSophia.

Mit dem Jahreswechsel bleibt für viele österreichische Betriebe eine zentrale Herausforderung bestehen: die Umsetzung von ESG-Zielen. Gerade mittelständische Unternehmen stehen dabei zunehmend unter regulatorischem Druck, ihre Geschäftsmodelle nachhaltiger auszurichten. 

Abhilfe schaffen soll nun eine Kooperation zwischen dem Linzer Startup HalloSophia und der Raiffeisen Oberösterreich, koordiniert über die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Über eine neu geschaffene Beratungsplattform sollen Unternehmen künftig leichter Zugang zu Nachhaltigkeitsberatung erhalten. Laut eigenen Angaben handele es sich zunächst um ein Pilotprojekt.

(Hinweis: Raiffeisen OÖ ist das Netzwerk der lokalen Raiffeisenbanken, während die Raiffeisen Landesbank OÖ die übergeordnete Zentralbank ist, die diese regionalen Banken unterstützt und steuert.)

ESG-Transformation vorantreiben

Das HalloSophia-Portal vernetzt dabei KMU aus dem Netzwerk der Raiffeisen Oberösterreich mit Nachhaltigkeitsexpert:innen. Ziel sei es, die ESG-Transformation im heimischen Mittelstand zu unterstützen und voranzutreiben.

Kommuniziert wird das Angebot zwar überwiegend über Kanäle der Raiffeisen Oberösterreich, nutzbar sei die Plattform jedoch auch für Unternehmen außerhalb des Bankennetzwerks. Über die Website von HalloSophia können Betriebe aus einem Pool an Unternehmensberater:innen aus dem Netzwerk von Raiffeisen Oberösterreich wählen, heißt es vonseiten des Startups. Das Portal steht ab sofort Unternehmen in Österreich und Deutschland zur Verfügung.

„Einzigartiges Angebot“

„Das Besondere an der Kooperation ist, dass wir hier wirklich die Stärken aller Partner kombinieren und wir so ein einzigartiges Angebot schaffen konnten: Den Marktzugang und die Reichweite durch Raiffeisen Oberösterreich, die spezifische Nachhaltigkeitsexpertise der unterschiedlichen Beratungspartner und die innovative und digitale Abwicklung über unsere HalloSophia-Beratungsinfrastruktur“, sagt Co-Founder Sebastian Kaiser-Mühlecker.

Er gründete HalloSophia im Jahr 2020 gemeinsam mit Markus Waghubinger und Johannes Mayer (brutkasten berichtete). Das Startup hat sich auf die Entwicklung digitaler Beratungstechnologie spezialisiert. Ziel sei es, den Zugang zu „hochwertiger Expertise zu demokratisieren und komplexe Dienstleistungen einfach und digital zugänglich zu machen“, heißt es vom Unternehmen.

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(c) brutkasten / Dervisevic

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


„Wenn man in einen Wachstumsmarkt geht, ist es wichtig, ein klares Profil zu haben“ – mit diesem Satz begründet Georg Kopetz im Cover-Interview den Umbau von TTTech. Das Unternehmen hat sein Automotive-Softwaregeschäft verkauft, und der Mitgründer und CEO hat mit der TTTech Systems SE eine Gesellschaft geschaffen, die Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur bündelt. Ab Seite 14 erklärt Kopetz, warum an der Spitze der neuen Gesellschaft ein US-Amerikaner steht, weshalb er Unabhängigkeit für das falsche Ziel hält und wie er auf den Kapitalmarkt blickt.

Was ein klares Profil für den Standort bedeutet, zieht sich durch das ganze Heft. Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung, spannt ab Seite 48 den Bogen von der Dampfmaschine zum KI-Rechenzentrum – er erklärt, warum dort Wohlstand entsteht, wo heute Infrastruktur gebaut wird. Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Corporate-Venturing-Expertin Viktoria Ilger diskutieren, wie der Staat für Startups zum Kunden werden kann (Seite 56). Und mit Niederösterreich haben wir uns ein Startup-Ökosystem angesehen, das dezentral aufgestellt ist und vom Fokus auf bestimmte Branchen wie Space Tech profitiert (Seite 24).

Die europäische Autoindustrie erlebt gerade eine Jahrhunderttransformation, sagt Xing Zhou von AlixPartners – warum Österreich ausgerechnet für chinesische Autobauer ein idealer Fertigungsstandort ist, erklärt er im Interview (Seite 36). Vier Startups zeigen, wie sie das Zulieferer-Ökosystem verändern (Seite 38); und wir ziehen Bilanz, wo Österreich bezüglich Elektroautos steht (Seite 40). Bei der Formula Student haben wir herausgefunden, warum der Rennwagen-Wettbewerb für den Nachwuchs das beste Bewerbungsgespräch ist (Seite 42).

Unsere Kollegin Ann-Kathrin Salmen ist für diese Ausgabe ins Silicon Valley geflogen. In San Francisco hat sie Chris Schnabl getroffen, der mit 25 Jahren Partner bei Andreessen Horowitz ist, einem der größten Venture-Capital-Investoren der Welt. Wie ein Niederösterreicher dorthin kommt, erzählt er im Interview (Seite 8) – und warum der Goldrausch in der Bay Area nie endet, hat sich unsere Redakteurin vor Ort angesehen (Seite 74). Wir waren aber auch innerhalb Österreichs unterwegs: Bei Swarovski in Wattens haben wir erlebt, wie ein Traditionskonzern Innovation organisiert (Seite 64).

Im Bereich „Beyond Business“ erklärt Florian Kandler, warum Gründer:innen verkaufen sollten, bevor das Produkt fertig ist (Seite 78). Klaus Buchroithner hat sich öffentlich zu 100 Tagen Video-Content verpflichtet – er erzählt, was er dabei über Reichweite gelernt hat und was er heute anders machen würde (Seite 82). Und wir haben bekannte Köpfe der Szene nach der wichtigsten Visitenkarte ihres Lebens gefragt (Seite 70).

Eine spannende Lektüre wünscht dir Martin Pacher!

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