11.04.2019

Carployee: Linzer Startup erhält für Mitfahr-App 100.000 Euro Investment

Das Linzer Startup Carployee hat eine Mitfahr-App entwickelt, damit Mitarbeiter von Unternehmen mit ihren Kollegen einfacher Fahrgemeinschaften bilden können. Das Startup konnte nun ein 100.000 Euro Investment an Land ziehen.
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Carployee
(c) Carployee v.l.n.r.: Gernot Panholzer (CPO), Albert Vogl-Bader (CEO), Moritz Wenko (CTO) und Kambis Kohansal Vajargah (COO)

Initiativen zur Bildung von Fahrgemeinschaften sind nichts Neues. Dennoch gibt es noch immer zu viele Pendler, die mit ihrem Auto allein zur Arbeit fahren. Das Linzer Startup Carployee, das seit 2018 am österreichischen Markt vertreten ist, möchte mit seiner Mitfahr-App einen neuen Lösungsansatz verfolgen, indem es die Unternehmen direkt anspricht. Konkret erfolgt dies dadurch, dass Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Carployee zur Verfügung stellen, eine zusätzliche Möglichkeit zur Incentivierung ihrer Mitarbeiter erhalten sollen. Die Carpooling-Lösung setzt dabei auf Belohnungen, die entsprechend firmeninternen Regelungen individuell gestaltbar sind. Diese können beispielsweise Freistunden, Gutscheine oder gratis Mitarbeiterparkplätze umfassen.

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Mitfahr-App funktioniert wie Uber

Die Carployee-App funktioniert im Prinzip ähnlich wie Uber. Über einen Algorithmus werden Fahrer und Mitfahrer, innerhalb eines Unternehmens, entsprechend ihrer täglichen Routen in die Arbeit miteinander verbunden. Dadurch sollen die Fahrten kosteneffizient miteinander koordiniert werden. „Unsere Lösung reduziert auf der einen Seite Unmengen an CO2 und intensiviert auf der anderen Seite das Miteinander in Unternehmen, die wiederum zusätzlichen Spielraum für die Incentivierung von Mitarbeitern erhalten“, so Albert Vogl-Bader, CEO von Carployee.

Carployee soll Employer Branding fördern

Als Investor konnte das vierköpfige Gründerteam Oskar Obereder für sich gewinnen. Obereder war unter anderem Gründer des alternativen Internet Service Providers Silver Server. Der neue Investor sieht nicht nur Vorteile für die Mitarbeiter gegeben, sondern auch einen Mehrwert für die teilnehmenden Unternehmen: „Carployee fördert das Employer Branding von Unternehmen, hilft den Mitarbeitern und schont dabei auch noch die Umwelt. Unternehmen können die Lösung entsprechend ihrer CI/CD whitelabeln und die eingesparten CO2-Werte im Nachhaltigkeitsbericht positiv hervorstreichen.“

Das frische Kapital soll laut Vogl-Bader vorrangig in die Produktentwicklung der Mobility-Lösung fließen, sowie für die Ankurbelung der Sales-Aktivitäten genutzt werden.


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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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