13.09.2021

Linzer Klaviernoten-Startup Oktav kooperiert mit Universal Music

Die digitale Notenplattform Oktav expandiert durch eine Kooperation mit Universal Music Publishing Group, dem größtem Major Label weltweit.
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Oktav, Musiknoten, Universal, Noten, digitale Noten
(c) Oktav - Die beiden Gründer und CEOs David Kitzmüller und Toni Luong.

Der Klaviernoten-Abonnementdienst Oktav aus Linz stellt digital Musiknoten bereit. Und agiert hier ähnlich wie Spotify mit personalisierten Empfehlungen auf Basis von Geschmack und Fähigkeitslevel am Klavier. Dies hat schon diverse Verlage angezogen. Richard King, CEO von Faber Music, sagt etwa: „Wir haben schon frühzeitig auf Oktav gesetzt, um Hilfe bei der Auslieferung von Material aus unserem breiten Katalog digitaler Rechte und Noten zu erhalten. Sehr schnell hat sich herausgestellt, dass dies ein exzellenter Vertriebskanal ist.“

Oktav und seine Verlage

Nun gibt es neue „Big News“, wie David Kitzmüller, Gründer und CEO von Oktav, erzählt: “Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit ‚Faber Music‘ und anderen renommierten Verlagen wie ‚Alfred Music‘ aus den USA und ‚Bärenreiter‘ in Deutschland. Zuletzt haben wir einen richtigen Coup gelandet – wir konnten mit der ‚Universal Music Publishing Group‘ das größte Major Label von einer Kooperation mit Oktav überzeugen. All dies hat unsere weltweite Expansion beschleunigt. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass digitalen Noten die Zukunft gehört.“

Es war die Pandemie, die die Nachfrage nach dieser Digitalisierung nach oben getrieben hat, weiß Kitzmüller. Dabei seien es nicht bloß Pianist:innen und Hobbymusiker:innen gewesen, die während der Lockdown-Phasen intensiver zu musizieren begonnen und dafür Noten gesucht haben, sondern auch vermehrt Leute daheim.

Über 20.000 Stücke zu finden

Mittlerweile sind auf der Plattform rund 20.000 Stücke digital aufrufbar, wöchentlich wachsend, bei über 100.000 Kund:innen. „Wir werden ständig aktiv nach neuem Notenmaterial gefragt. Aus Sicht der Musikverlage hat Oktav daher den Vorteil, dass Werke direkt dort publiziert werden, wo nachgefragt wird“, so der Gründer und CEO.

KI von Oktav empfiehlt

Konkret arbeitet das Startup mit einem automatisierten Abrechnungssystem, das genau erfasst, welche Musikstücke genutzt worden sind. Dabei werden Songwriter bzw. Komponisten und Verlage fair beteiligt. Die Musik-Plattform sehe zudem ihr Angebot auch als Beitrag zum Erhalt des „Kulturguts Musiknoten“.

„Viele unserer Kund:innen berichten, dass sie dank Oktav mehr Zeit am Klavier verbringen, sich mit neuen Stücken beschäftigen und mehr Freude am Instrument erleben. Viele davon wären nicht extra ins Musikgeschäft gegangen, um sich neue Stücke zu bestellen“, so Kitzmüller. „Bei Oktav können sie die Musik, die ihnen Freude bereitet, einfach zu spielen beginnen. Dazu geben wir mithilfe von Künstlicher Intelligenz Notenempfehlungen, die das jeweilige spielerische Können und den Musikgeschmack berücksichtigen. Eine gewisse Zahl an Ausdrucken ist auch inkludiert.“

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RobCos Industrieroboter "Alfie" © RobCo

Sechs Jahre nach der Gründung in München hat RobCo den Unicorn-Status erreicht. Das teilte das Unternehmen heute per Presseaussendung mit. Innerhalb von nur neun Monaten konnte das Startup seine Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppeln.

Dieser Sprung erfolgte im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde, die neue Investments mit einem Secondary Share Sale kombiniert. Dadurch erhalten langjährige Mitarbeitende die Möglichkeit, eigene Unternehmensanteile zu veräußern.

Cherry Ventures & European Tech Collective steigen ein

An der Transaktion beteiligen sich bestehende Kapitalgeber wie Sequoia, Lightspeed, Greenfield und Promus Ventures. Neu auf dem Cap Table sind unter anderem Cherry Ventures sowie das European Tech Collective, ein Netzwerk erfolgreicher europäischer Gründer:innen.

Roman Hölzl, Co-Founder und CEO von RobCo, ordnet die Finanzierung wie folgt ein: „Es gab eine starke Nachfrage, in RobCo zu investieren, und wir haben diesen Moment genutzt, um das Unternehmen zu stärken.“ Die Milliardenbewertung sei zwar ein Meilenstein, der Fokus liege nun aber auf der Auslieferung der neuen Roboter-Generation.

In seinem heutigen LinkedIn-Post weist er zudem nochmals auf die ambitionierte Mission des Unternehmens hin: „RobCo in jeder Fabrik“.

Industrieroboter „Alfie“ startet im März 2027

Hinter der Bewertung von RobCo steht ein Geschäftsmodell, das auf Hard- und Softwarelösungen für die Fertigungsindustrie basiert. Das Unternehmen entwickelt Robotik-Systeme, die dem Fachkräftemangel und Kostendruck in der Produktion entgegenwirken sollen. Im Zentrum der aktuellen Produktstrategie steht der Industrieroboter „Alfie“, dessen offizieller Marktstart für März 2027 geplant ist.

Das System ist darauf ausgelegt, durch KI-Integration unstrukturierte und sicherheitskritische Fabrikaufgaben selbstständig zu übernehmen. Luciana Lixandru, Partnerin bei Sequoia, kommentiert den technologischen Ansatz: „RobCo baut für eine Zukunft, in der KI nicht nur denkt und generiert, sondern auch in der physischen Welt agiert.“

US-Expansion im Gange

Für die künftige Skalierung baut das Startup seine Präsenz in den USA aus, die bereits jetzt als der am schnellsten wachsende Markt des Unternehmens gelten. Neben dem Sitz in München betreibt RobCo mittlerweile Fertigungsanlagen in Austin (Texas) sowie ein Entwicklungslabor in San Francisco. Um das US-Geschäft und die dortige Expansion direkt operativ zu steuern, verlegt CEO Hölzl seinen Standort in die Vereinigten Staaten.

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