03.10.2025
TECH-STARTUP

Linzer KI-Startup Optimind automatisiert Landingpage-Optimierung

Startup Optimind will den Markt für Landingpage-Optimierung automatisieren. Das Startup bekam für seine Technologie eine sechsstellige Forschungsförderung der FFG, die nun verfügbar ist.
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Peter Jedinger, CTO und Johannes Fladenhofer CEO © Optimind GmbH

Das Startup aus Linz Optimind hat sich im Juni eine sechsstellige Forschungsförderung von FFG geholt (brutkasten berichtete). Nun ist die versprochene Technologie verfügbar.

Automatische Analyse

Optimind hat eine KI-basierte Software, die Landingpages automatisch analysiert, Varianten generiert und über A/B-Tests selbstständig optimiert, ohne menschliche Steuerung, entwickelt. Laut dem Unternehmen handelt es sich um ein System, das aus jeder Optimierung lernt und seine Erkenntnisse domänenübergreifend auf neue Kundenprojekte überträgt. „Das ist weltweit einzigartig“, meint CEO und Gründer Johannes Fladenhofer. Das Versprechen: bessere Conversion-Raten bei minimalem Aufwand, das Onboarding erfolgt innerhalb von 24 Stunden. Ein Code-Snippet genügt, der Rest soll vollautomatisch laufen. Erste Kunden würden 89 Prozent mehr Conversions in 30 Tagen erzielen.

„Unser Algorithmus analysiert nicht nur, was funktioniert, sondern versteht, warum es funktioniert“, erklärt Peter Jedinger, CTO von Optimind. Gegründet wurde das Startup 2024 mit Sitz in Linz von Johannes Fladenhofer (CEO) und Peter Jedinger (CTO). Fladenhofer ist außerdem Geschäftsführer von „Netwings Performance Markting GmbH“ und hat demnach Kenntnisse im digitalen Marketing. Jedinger war zuvor als Software Entwickler tätig.

Ziel ist Conversion-Optimierung

Das Preismodell basiere auf einer monatlichen Zahlung ohne Mindestvertragslaufzeit. „Unser Ziel ist es, Conversion-Optimierung für jeden zugänglich zu machen – vom Startup
bis zum Konzern“, sagt Fladenhofer. Derzeit richtet sich die Software vor allem an deutsche Unternehmen.

Künftig will das Unternehmen seine Technologie international ausbauen und zusätzliche Märkte in der DACH-Region sowie in den USA erschließen.

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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