02.09.2020

linx4: österreichisches Industrial FinTech erhält Millionen-Investment

Das österreichische FinTech Startup linx4 bietet eine Plattform für nutzungsbasierte Finanzierungen auf Pay-per-Use Basis für Maschinen und Anlagen. Nun erweitert das Unternehmen sein Angebot mit der Etablierung eines Investmentfonds. Für die Weiterentwicklung der Plattform und den Aufbau des Fonds konnte sich das Startup ein siebenstelliges Investment und Expertise aus dem Finanzsektor sichern.
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linx4, Bruckberger, Paul Bruckberger, Michael Bruckner, IoT, Maschinenhersteller, Maschinen Finanzierung
(c) linx4 - Das linx4 Vater-Sohn-Team Paul und Michael Bruckberger mit neuem siebenstelligem Kapital.

Das FinTech Startup linx4 wurde Ende 2018 vom Vater-Sohn-Gespann Paul und Michael Bruckberger gegründet und bietet in Zusammenarbeit mit Finanzinstituten und Maschinenherstellern (OEM) eine Plattform für nutzungsbasierte Finanzierungen auf Pay-per-Use Basis für Maschinen und Anlagen an. Es verbindet durch die „Contract Middleware“ Daten der Industrie 4.0 mit der Finanzierungswelt. Nun darf sich das Unternehmen über eine siebenstellige Kapitalspritze freuen.

Vier Angels für linx4

In der aktuellen Finanzierungsrunde sind vier Business Angels aus der internationalen Finanz-, Versicherungs- und Investmentbranche beteiligt: Rolf Steffens, Peter Oser, Markus Buncsak und ein bekannter US-FinTech-Investor.

Im aws Förderprogramm

Neben dem Kapital konnte sich linx4 auch die erforderliche internationale Erfahrung sowie spezifisches Fachwissen ins Unternehmen holen. Zudem konnte sich das Unternehmen mit dem Förderungsprogramm aws Seedfinancing eine zusätzliche Finanzierung sichern.

Kombination von IoT-Daten mit Finance

Die Investoren rund um Rolf Steffens sehen linx4 nicht nur als Technologieführer, sondern auch als: „das erste FinTech Startup, dass es geschafft hat, Industrial IoT-Daten mit Finanzprodukten zu kombinieren, um Pay-per-Use Finanzierungen in einer skalierbaren Form am Markt anbieten zu können.“

Laut dem Unternehmen wurde dieser Trend zu digitalen und flexiblen Finanzierungsleistungen in der modernen Produktion durch die Corona-Krise weiter vorangetrieben.

Cash-Flows optimieren

Auf der Plattform ist es Usern möglich Maschinen auf Nutzungsbasis zu finanzieren. Dadurch sollen Cash-Flows optimiert werden und dadurch eine Verlagerung von Fixkosten (CAPEX) zu nutzungsbasierten, variablen Kosten (OPEX) möglich werden. Zudem erlaube die Finanzierung grundsätzlich eine bilanzneutrale Anschaffung.

Ende der starren Finanzierung durch linx4

„100 Jahre starre Finanzierung sind genug. Großartig, was wir bisher alles erreicht haben. Durch das Investment und die Beteiligung von vier fantastischen Business Angels mit jahrelangen Finanz-, Investment- und Versicherungsfachwissen, sowie dem von uns eingebrachten Industrie 4.0 Know how haben wir eine sehr diverse Kompetenz im Team, bei der wir alle Bereiche abdecken, um das Maschinenfinanzierungsgeschäft nachhaltig zu verändern“, sagt CEO und Co-Founder Paul Bruckberger.

Neue Märkte

Und führt aus: „Durch die Verknüpfung von Industrial IoT Daten mit der Finanzwelt durch unsere Contract Middleware entsteht eine einzigartige Pay-per-Use Finanzierung, mit der wir Maschinenkäufern die Möglichkeit bieten, nach tatsächlicher Nutzung zu finanzieren, Maschinenherstellern (OEMs) mehr Umsatz zu generieren und neue Märkte zu erschließen. Der Investment Fonds von linx4 (linx4 – Equipment Finance Fund 1) wird institutionellen Anlegern die Möglichkeit bieten an der attraktiven Anlageklasse zu partizipieren.“

Hierbei würden laut Startup Finanzinvestoren von den innovativen, datenbasierten Finanzierungsalgorithmen, welche durch die Contract Middleware von linx4 umgesetzt werden, profitieren. Durch die breite Datenbasis sollen auch Risiken adäquat und im Laufe der Zeit besser gemanagt werden können.

Linx4-Team wächst

Die beiden Founder sind davon überzeugt mit dem Millioneninvestment ihrer Vision einen Schritt näher zu kommen und das Maschinenfinanzierungsgeschäft mit Hilfe von datengetriebenen Finanzierungsprodukten und – algorithmen zu revolutionieren. Mit dem siebenstelligen Investment soll auch das Team erweitert werden.

„Neue Produkte und Wertschöpfungsketten“

„Als aws möchten wir dem Unternehmen zur erfolgreichen Finanzierungsrunde gratulieren. Linx4 zeigt auf beeindruckende Art und Weise, wie es gelingen kann mit innovativen digitalen Ansätzen neue Produkte und Wertschöpfungsketten zu generieren. Es freut uns daher besonders, dass wir das Unternehmen bereits bei den ersten Schritten mit unserem Förderungsprogramm aws First Inkubator und nun am Weg zum internationalen Wachstum mit aws Preseed und aws Seedfinancing begleiten können“, sagt die aws-Geschäftsführung Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister anlässlich der aktuellen Finanzierungsrunde.

„Die enabler“

Und auch CTO und Mitgründer Michael Bruckberger verrät das Geheimnis des Erfolgs: „Wir haben frühzeitig erkannt, dass Produktionsdaten auch für industriefremde Organisationen wie Finanzinstitute oder Versicherungen sehr spannend sind und diese Daten auch dort einen großen Mehrwert liefern. Durch unsere einzigartige Technologie sind wir der ‚enabler‘ für neue datenbasierende Geschäftsmodelle für diesen Branchen.“

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Spätestens seit seinem Börsengang im Direct Market Plus der Wiener Börse vor etwa einem Jahr ist das Welser Scaleup Reploid einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Seitdem folgten eine Reihe von News, darunter mehrere hochrangige Personalien, Finanzierungen und neue Kooperationen. Nun untermauert das Unternehmen, das Insektenzuchtanlagen für die Verwertung von biologischem Abfall zu Dünger und Tierfutter baut, seine Ambitionen mit aktuellen Zahlen.

38 Mio. Euro Umsatz, neun Mio. Euro Gewinn

Der Umsatz konnte demnach im Vorjahr von fünf Millionen Euro im Jahr 2024 auf 38 Millionen Euro gesteigert werden, das Ergebnis vor Steuern von einer Million auf zwölf Millionen. Damit stehe 2025 ein Jahresüberschuss von neun Millionen Euro zu Buche. Dabei handelt es sich noch um vorläufige Zahlen für das Vorjahr – die finalen Ergebnisse sollen im August veröffentlicht werden. „Es ist uns gelungen, die für das Geschäftsjahr 2025 gesetzten ambitionierten Ertragsziele zu erreichen. Dies unterstreicht die Tragfähigkeit unseres hoch skalierbaren Geschäftsmodells“, kommentiert Gründer und CEO Philip Pauer in einer Aussendung.

Neue Tochtergesellschaft und neues Joint Venture

Rund um die Veröffentlichung dieser Zahlen gab es von Reploid in den vergangenen Tagen zudem eine ganze Reihe von Ankündigungen. So wurde etwa mit der Reploid Regreen GmbH eine eigene Gesellschaft für das Düngergeschäft mit ausgegründetem ehemaligen Borealis-Manager Andreas Steinbüchler als Geschäftsführer ausgegründet. Außerdem verkündete man den Start einer Partnerschaft mit der deutschen PreZero in Form eines Joint Ventures.

Nordamerika als „zentraler Wachstumsmarkt“

Kommuniziert wurden überdies Pläne zu einer Expansion nach Nordamerika, das als „zentraler Wachstumsmarkt“ bezeichnet wird. Dazu wurde der im Insektenzuchtbereich erfahrene kanadische Manager Keith Driver als Head of Business Development, North America, bestellt. CEO Pauer zu den Expansionsplänen: „Wie auch in anderen Regionen gewinnen dort die Behandlung von Lebensmittelabfällen sowie die Produktion von Insektenprotein, hochwertigen Fetten und organischen Düngemitteln zunehmend an Bedeutung. Das bildet eine starke Grundlage für den Ausbau unseres Geschäfts in dieser Region.“

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  • Das FinTech Startup linx4 wurde Ende 2018 vom Vater-Sohn Gespann Paul und Michael Bruckberger gegründet und bietet in Zusammenarbeit mit mit Finanzinstituten und Maschinenherstellern (OEM) eine Plattform für nutzungsbasierte Finanzierungen auf Pay-per-Use Basis für Maschinen und Anlagen an.
  • Es verbindet durch die „Contract Middleware“ Daten der Industrie 4.0 mit der Finanzierungswelt.
  • Nun darf sich das Unternehmen über eine siebenstellige Kapitalspritze freuen.
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  • Die Investoren rund um Rolf Steffens sehen linx4 nicht nur als Technologieführer, sondern auch als: „das erste FinTech Startup, dass es geschafft hat, Industrial IoT-Daten mit Finanzprodukten zu kombinieren, um Pay-per-Use Finanzierungen in einer skalierbaren Form am Markt anbieten zu können.“

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