12.01.2023

linx4: Wiener Industrial FinTech-Startup holt neues Investment

Das auf Pay-per-Use-Finanzierung in der Industrie spezialisierte Startup linx4 holt CCAP als strategischen Investor an Bord.
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Linxfour linx4 - Die Co-CEOs Paul Bruckberger und Peter Oser
Die Co-CEOs Paul Bruckberger und Peter Oser | (c) linx4 / Jolly Schwarz

2018 vom Vater-Sohn-Gespann Paul und Michael Bruckberger gegründet ist das Wiener Startup linx4 mittlerweile nach eigenen Angaben „der führende Anbieter“ von Pay-per-Use-Finanzierungen für industrielle Maschinen und Anlagen. Der brutkasten berichtete zuletzt im Herbst 2020 vom Abschluss einer Finanzierungsrunde mit vier Business Angels. Nun erfolgte eine weitere: Die Tech-Investmentgesellschaft CCAP mit Sitz in Frankfurt am Main stieg mit einem nicht näher genannten Betrag als strategischer Investor ein. Auch bestehende Investoren haben sich an der Runde beteiligt, heißt es vom Startup.

Investment soll europaweite Skalierung beschleunigen

Das Investment erlaube es linx4, europaweit weiter zu skalieren und die „große Nachfrage nach der innovativen Finanzierungslösung zu bedienen“, heißt es in einer Aussendung. Das CCAP-Team bringe neben Kapital „auch umfassende Erfahrung aus dem Finanz-, Daten- und Softwarebereich“ ein, das das Startup in der nächsten Skalierungsphase unterstützen soll, kommentiert Gründer und Co-CEO Paul Bruckberger. „Wir planen die linx4-Plattform in ganz Europa weiter zu skalieren, unsere OEM-Partnerschaften auszubauen und die Underwriting- und Portfolio-Management-Teams zu vergrößern“, ergänzt Peter Oser, der 2020 als Business Angel eingestiegen ist und mittlerweile als Co-CEO fungiert.

linx4 übernimmt mit flexibler Maschinenfinanzierung Auslastungsrisiko

Das Startup hat eine flexible Art der Maschinenfinanzierung entwickelt, die erhebliche Vorteile für Maschinennutzer und Maschinenhersteller (OEMs) bringen soll. „Durch den Einsatz von Industrial IoT-Technologie, Maschinendaten und sicherer Konnektivität, passt sich die monatliche Tilgungsrate an die tatsächliche Nutzung der Maschine an, um so u.a. Kosten und Cash-Flows zu variabilisieren, sowie eine bilanzneutrale Anschaffung für IFRS-Bilanzierende Unternehmen zu ermöglichen“, heißt es von linx4. Auf diese Art würden bis zu 75 Prozent des Auslastungsrisikos übernommen werden.

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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