19.05.2016

LinkedIn Hack: 117 Millionen Daten für 5 Bitcoin

Im Jahr 2012 gabe es einen Hacker-Angriff auf die Plattform LinkedIn. Damals war nicht klar, wie viele User wirklich betroffen sind. Nun wurde bekannt, dass das Ausmaß viel größer sein dürfte, als zunächst angenommen wurde.
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(c) sp4764 - fotolia.com: Hacker haben 167 Millionen Userdaten gestohlen

Vier Jahre liegt der Hack der Karriereplattform LinkedIn schon zurück. Das Ausmaß der Folgen wird aber erst jetzt richtig deutlich: Insgesamt sollen 167 Millionen Nutzerdaten gestohlen worden sein, darunter E-Mailadressen und die dazugehörigen Passwörter.

Schon 2012 wurden 6,5 Millionen Passwörter im Dark Web veröffentlicht. Nun bietet ein Hacker, der sich „Peace“ nennt, 117 Millionen gestohlener Daten für fünf Bitcoin (ca. 2000 Euro) zum Kauf an – das teilt das online Magazin VICE Motherboard mit. Die Kennwörter sind zwar verschlüsselt, allerdings nur mit dem relativ einfachen SHA-1 Algorithmus geschützt.

Redaktionstipps

Echtheit der gehackten Daten bestätigt

Die Suchplattform für gehackte Daten „Leaked Source“, die ebenfalls behauptet, im Besitz der Nutzerdaten zu sein, will bereits 90 Prozent der Codewörter geknackt haben. Stichproben unter den betroffenen Usern zeigten, dass die Passwörter echt sind. In einem anonymen Chat mit Motherboard erklärte einer der Hintermänner von Leaked Source, die Daten hätten sich seit 2012 in der Hand einer kleinen Gruppe von Russen befunden.

Am Mittwoch bestätigte auch LinkedIn die Echtheit der gestohlenen Daten. Ein Sprecher teilte mit, dass man mit allen Opfern des Hacks in Kontakt treten werde. Die Daten dürften auf jeden Fall aus dem Hack vor vier Jahren stammen, denn Hinweise auf einen neuerlichen Zugriff gäbe es keine. Es wird dringend empfohlen, LinkedIn Passwörter zu ändern, vor allem wenn diese seit 2012 verwendet werden.

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Die Celantur-Gründer Alexander Petkov (CEO) und Boyang Xia (CTO) | (c) Celantur
Die Celantur-Gründer Alexander Petkov (CEO) und Boyang Xia (CTO) | (c) Celantur

Daimler Truck, Huawei, Strabag und die Stadt Detroit – diese vier Referenzen nennt das Linzer KI-Startup Celantur (brutkasten berichtete bereits). Insgesamt habe man mehr als 85 Unternehmenskunden, sagt Gründer Alexander Petkov auf brutkasten-Anfrage. Zuletzt kam einer in Australien dazu, womit man nun in allen sechs (bewohnten) Kontinenten präsent sei.

Überzeugen konnte das 2020 gegründete und bis auf eine frühe FFG-Basisprogramm-Förderung gebootstrappte Startup all diese Kunden mit KI-gestützter Bild- und Videoanonymisierung. Mehr als eine Milliarde Bilder habe man bislang bereits anonymisiert. Dabei werden etwa Gesichter, Kennzeichen, Personen und Fahrzeuge vollautomatisch verpixelt.

„Wir sind längst kein einfaches Verpixelungs-Tool mehr“ – rechtskonformes KI-Training im Fokus

Doch Petkov betont: „Wir sind längst kein einfaches Verpixelungs-Tool mehr. Celantur liefert die unsichtbare und kritische Infrastruktur für die Zukunft der Physical AI. Wir ermöglichen es Technologie-Unternehmen, die KI von morgen zu bauen, ohne das Grundrecht auf Privatsphäre zu verletzen.“

Celantur setzt mit seinem aktuell achtköpfigen Team nämlich gezielt auf die Anonymisierung von Bild- und Videomaterial im Zuge von KI-Trainings. Denn damit autonome Fahrzeuge, digitale Zwillinge und intelligente Robotik Realität werden, müssten KI-Modelle mit gigantischen Datenmengen der realen Welt trainiert werden, argumentiert man beim Startup. Man liefere „das technologische Bindeglied“, das diese Datennutzung „gesellschaftlich akzeptabel und rechtlich unangreifbar“ mache. Dabei verweist man unter anderem auf Bestimmungen im Rahmen von DSGVO und AI Act.

Das Tool lasse sich dabei „ohne langwierige Anpassungsprozesse“ auf unterschiedliche regionale Rechtsprechungen und geografische Bedingungen anwenden. „Dass unsere Technologie nun auf sechs Kontinenten aktiv genutzt wird, ist der beste Beweis für die Skalierbarkeit unserer KI-Modelle“, meint Petkov.

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