17.05.2022

LimeWire: NFT-Startup gibt Kooperation mit Universal bekannt

LimeWire, mit dem österreichischem Brüderpaar Zehetmayr, startet eine Lizenz-Partnerschaft mit Universal Music Group.
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(c) LimeWire - Die LimeWire-CEOs Paul und Julian Zehetmayr, sowie CCO_Ivis Buric und COO Marcus Feistl (r.).

LimeWire, ein Marktplatz für NFTs im Musik & Entertainment Bereich (der brutkasten berichtete), gab seine erste große Musiklabel-Partnerschaft mit Universal Music Group (UMG) bekannt. Gemeinsam wollen die Gründer Paul und Julian Zehetmayr und UMG daran arbeiten, digitale Musiksammelstücke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

LimeWire mit neuen Einnahmequellen

UMG-Künstler:innen sowie einige der bekanntesten UMG-Recordlabels, darunter Interscope Records, Republic Records, Def Jam Recordings, Capitol Records, Motown Records, Geffen, EMI, Virgin Music und weitere, werden zukünftig den LimeWire-Marktplatz als eine zusätzliche Plattform nutzen, um Interaktionen durch besondere Inhalte mit Fans und Sammler:innen zu schaffen und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Als Teil dieser Partnerschaft wird Universal Lizenzen zur Verfügung stellen, die es dem Startup erlauben, mit UMG-Artists zusammenzuarbeiten, um musikbasierte NFT-Projekte auf dem LimeWire-Marktplatz anzubieten.

Ziel: Mainstream NFT-Marktplatz

Bereits im März kündigte LimeWire an, noch in diesem Jahr als Mainstream-Marktplatz für NFT Collectibles in den Bereichen Entertainment und Kunst zurückzukommen, anfänglich mit dem Fokus auf Musik. Mit dem Ziel ein digitaler Marktplatz zu sein, in dem alles aus einer Hand kommt und auf dem Artists und Fans unkompliziert NFT-Sammlerstücke erstellen, kaufen und traden können.

In April gab LimeWire außerdem bekannt, dass 10,4 Millionen US-Dollar in einem Private Sale des LMWR-Tokens erfolgreich eingesammelt werden konnten, in erster Linie von großen Venture Capital Firmen, 720Mau5 (dem Venture Fund des Musikers Deadmau5), sowie DAO Jones, einer Investorengruppe, die sich aus Mitglieder:innen der Musikindustrie zusammensetzt, darunter auch der bekannte elektronische Musiker Steve Aoki.

Web3 und Musik verschmelzen

„Wir sehen diese Partnerschaft als einen wahren Ausdruck des Tempos, mit dem die Musikindustrie und Web3 verschmelzen“, sagen Paul und Julian Zehetmayr, die beiden Co-CEOs von LimeWire. „Wir können es kaum erwarten, unser NFT-Ökosystem für Künstler:innen und Fans der Universal Music Group zu öffnen und sind gespannt, die ersten kreativen Projekte auf dem Marktplatz starten zu sehen.“

Musik, Kunst und Bilder als NFTs

Mithilfe des Unternehmens können Künstler:innen, die bei UMG unter Vertrag stehen, nun Audio Recordings, audiovisuelle Inhalte, Backstage-Material sowie jegliche Art von Kunstwerken und Bildern als NFTs auf dem hauseigenem Marktplatz anbieten und direkt an Fans und Sammler:innen verkaufen. Musiker:innen können Bonustracks und exklusives Material veröffentlichen und ungeschnittene Backstage-Inhalte offerieren.

„Die Universal Music Group und unsere Labels nehmen den aufregenden Web3-Bereich voll und ganz an und werden mit unserem neuen Partner LimeWire, unseren Künstler:innen und ihren Communities daran arbeiten, spannende NFT-Projekte mit echtem Nutzen und coole Erlebnisse für Fans zu schaffen“, sagt Holger Christoph, Universal Music Group Senior Vice President of Digital Business, Central Europe. „Und gleichzeitig Mainstream-Konsumenten die Möglichkeit geben, in einer sicheren und vertrauenswürdigen Umgebung mit niedrigen Einstiegshürden teilzunehmen.“

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(c) Brantner

Die Paprec-Gruppe wird strategischer Mehrheitsgesellschafter von Brantner green solutions, der Umwelt- und Abfallwirtschaftssparte der Kremser Brantner Gruppe. Das gaben die Unternehmen am Dienstag bekannt. Paprec übernimmt 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent bleiben im Besitz der Familie Brantner. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen regulatorischen Genehmigungen, der Vollzug wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Zum Kaufpreis machen die Unternehmen keine Angaben. Der brutkasten hat bei Brantner green solutions nachgefragt.

Fünf Länder, 65 Standorte

Brantner green solutions wurde 1936 gegründet und ist in Österreich, wo sich auch der Hauptsitz befindet, sowie in der Slowakei, Tschechien, Rumänien und Serbien tätig. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.500 Mitarbeitende an 65 Anlagen und Niederlassungen und betreut mehr als 28.000 kommunale, industrielle und gewerbliche Kunden. Der Umsatz liegt bei mehr als 320 Mio. Euro.

Für Paprec ist es der Eintritt in fünf neue Märkte. Nach der Schweiz, Spanien und Italien bezeichnet die Gruppe den Schritt als nächste Etappe ihrer europäischen Expansion und als Wachstumsplattform in Mittel- und Osteuropa.

„Diese Transaktion ist unsere wichtigste Akquisition seit dem Zusammenschluss mit Coved im Jahr 2016. Sie ermöglicht uns den Eintritt in fünf neue Länder und stärkt unsere europäische Präsenz erheblich“, wird Mathieu Petithuguenin, Chairman und CEO der Paprec-Gruppe, in der Aussendung zitiert.

Logistik und Immobilien bleiben in der Familie

Der Deal betrifft ausdrücklich nur die Kreislaufsparte. „Wichtig ist zu betonen, dass sich diese Partnerschaft ausschließlich auf Brantner green solutions bezieht. Brantner logistic solutions und Brantner Real Estate bleiben vollständig im Eigentum der Familie Brantner und werden unabhängig weiterentwickelt“, stellt Bernd Brantner klar. Er führt die Brantner Gruppe seit 24 Jahren als CEO und vertritt die dritte Generation der Familie.

Der Entscheidung ging laut Aussendung ein fast zweijähriger Prozess voraus, an dessen Ende sich die Familie einstimmig für Paprec aussprach. „Die Chancen, die vor uns liegen, sind enorm, ihre Realisierung wird jedoch erhebliche langfristige Investitionen erfordern“, begründet Bernd Brantner den Schritt. Als Familie habe man sich deshalb bewusst für einen starken strategischen Gesellschafter entschieden, der die eigenen unternehmerischen Werte teile. In der neu geschaffenen Gesellschaft übernimmt er die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden.

Von 40 auf 26.000 Mitarbeitende

Paprec startete vor 32 Jahren als kleines Altpapierrecycling-Unternehmen mit 40 Mitarbeitenden in La Courneuve bei Paris. Die Schweiz war vor mehr als 15 Jahren der erste Markt außerhalb Frankreichs, in Spanien beschäftigt die Gruppe heute fast 4.000 Menschen. Nach Abschluss der Transaktion soll Paprec rund 26.000 Mitarbeitende in 15 Ländern zählen und einen Jahresumsatz von mehr als 4,5 Mrd. Euro erreichen.

Brantner fiel zuletzt mit Innovationsprojekten auf

Das Kremser Familienunternehmen war in den vergangenen Jahren mehrfach mit Vorstößen in der Kreislaufwirtschaft präsent. 2024 vereinbarte Brantner green solutions gemeinsam mit dem Schaumstoffproduzenten Neveon die Gründung eines Joint Ventures für das Recycling von Matratzen mit Sitz in Krems. In Hohenruppersdorf betreibt das Unternehmen zudem eine Anlage, in der Asche und Schlacke aus der Müllverbrennung aufbereitet werden. Und mit Scarab brachte Brantner Österreichs ersten autonomen Müllroboter auf die Straße, der Mülltonnen ohne menschliches Zutun leert.

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