✨ AI Kontextualisierung
Ergebnisse aus Tierversuchen sind nur eingeschränkt auf den Menschen übertragbar. Diese Erkenntnis war Ausgangspunkt der Entwicklung hinter dem Klosterneuburger BioTech-Startup LifeTaq. „Wir wollten eine Alternative entwickeln, die besser vorhersagt, wie etwas im menschlichen Körper funktioniert“, erzählte Gründer und CEO Manfred Taschner vor wenigen Monaten gegenüber brutkasten.
Die Lösung des Unternehmens: Eine vollautomatisierte Kulturmaschine, die 3D-Gewebemodelle für die Wirkstoffforschung produziert. Einen Fokus setzte das Unternehmen dabei etwa auf die „Lungenbarriere“, eine Grenzflächen, die viele inhalierbare Medikamente passieren müssen, um im Inneren des Körpers wirksam zu werden.
Förderungen in Millionenhöhe und zuletzt 300.000 Euro via Crowdinvesting
Die Hightech-Maschinen sind dabei, wie im BioTech-Bereich nicht ungewöhnlich, ausgesprochen kostspielig. Im Gegenzug gab das Startup im Herbst im Zuge eine Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform Rockets an, bereits ab vier verkauften Maschinen profitabel zu sein. Bereits für 2027 plante man demnach den Break Even und bis zu vier Millionen Euro Gewinn. Die besagte Kampagne verlief erfolgreich: Etwas mehr als 300.000 Euro kamen dabei herein. Schon zuvor hatte LifeTaq mehrere Förderungen und kleinere Investments erhalten, darunter 3,5 Millionen Euro als FFG-Leuchtturmprojekt.

Dennoch musste das Startup nun, wenige Monate nach der erfolgreichen Crowd-Finanzierung, einen Konkursantrag einbringen, wie die Kreditschutzverbände KSV1870 und AKV vermelden. Bei einem Konkurs ist die Fortführung des Unternehmens prinzipiell ausgeschlossen. Ein etwaiger Sanierungsantrag könnte aber auch nachträglich eingebracht werden. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Technologie (und weitere Assets) im Zuge des Konkursverfahrens aufgekauft und von einem anderen Unternehmen genutzt werden.





