18.07.2017

Reading Tipps: Was Founder im Sommer lesen

In der Stadt ist es heiß. Sehr heiß. Bei mehr als 30 Grad macht sich das Gefühl breit, die Zeit verlaufe langsamer und Bewegung ist in jedem Fall mit Schwitzen verbunden. Vielleicht legen sich daher gerade in den Sommermonaten viele Menschen mit einem Buch in den Schatten. Wir haben einige Gründer gefragt, was ihre Leseempfehlungen für diesen Sommer sind.
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(c) Jenny Sturm - fotolia.com

Philipp Holly – Swell:

Ich habe gerade drei Bücher von The Minimalists bestellt. Darin erklären Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus, welche Vorteile ein Leben mit weniger Besitz bietet. Als ich im Jänner 2016 nach Los Angeles gegangen bin, habe ich auch davor alles verkauft und verschenkt was ich nicht mehr brauchte. Seit dem habe ich auch ein minimalistisches Leben, in dem ich sehr wenig Materielles besitze aber dafür mehr Freizeit habe. Die Jungs haben in ihren Büchern schon sehr gut reflektiert, was Minimalismus bedeutet. Da bin ich noch dabei.

Ferdi Dietrich – Store.me

Privat lese ich gerade „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky. Darin erhält der mit seinem Leben unzufriedene John Denkanstöße, wie man zu einem bewussteren Dasein gelangen kann. Ich mag das Buch, weil es zum Nachdenken anregt und ich reflektieren kann.

Franz Tretter – Hello again

– Hard things about hard things: Weil es einfach oft daneben rennt und das bei hoch skalierenden Projekten einfach dazu gehört
– How to win friends and influence people: Weil Menschen das wichtigste sind, und man daher Fähigkeiten haben soll, mit ihnen umzugehen.
– Start with why: Weil das Warum die Basis für Vertrauen und Motivation ist
– The Seven Habits of Highly Effective People: Weil Effektivität ist nicht immer Geld, sondern auch in Hinblick auf die persönlichen Interessen wichtig ist.

Florien Drees – sektor5

I guess Summer / holiday (if one can afford one) is the perfect time to read up on what happened in their field or dig in a new topic. A startup I am working closely with is going deeper into NLP and AI and we will be reading „One year later here’s the state of the chatbot landscape“, „155 chatbots in this brand new landscape. Where does your bot fit?“ and we’ll catch up on the many newsletters on messaging, bots and AI and basically indulge ourselves into the ecosystem.

Redaktionstipps

Markus Lang – Pioneers

Ich lese gerade Tools of Titans: The Tactics, Routines, and Habits of Billionaires, Icons, and World-Class Performers von Tim Ferriss. Außerdem wieder mal den Klassiker Hard things about hard things. Daneben nichts, was eine Startup-Konnotation hat. Mein Fokus liegt im Sommer auf Belletristik, um Abstand zu gewinnen.

Jürgen Ulbrich – appful

Ich lese nur noch wenige Bücher, sondern höre sie hauptsächlich. Momentan habe ich Klassiker wie „Zero to one“ von Peter Thiel oder „Blue Ocean Strategy“ von W. Chan Kim auf dem Smartphone. Aber auch die Bücher über Elon Musk (Ashlee Vance) und „Was Google wirklich will“ von Armin Mahler sind interessant. Außerdem höre ich noch einiges über Intrinsic Motivation, aber eher als Research für ein Produkt.

Thomas Kozlowski – leichtgemacht.at

Ich kann zwei Bücher empfehlen: „Wir sind Chef“ vom Hermann Arnold und „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux. In beiden Bücherngeht es um das Thema Organisations-Entwicklung und um Strukturen. Das ist für meinen Job sehr wichtig. Außerdem ist Hermann Arnold mein Mentor.

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NovaLabs
© NovaLabs - Gründer von NovaLabs: Christian Gubik und David Schweiger (v. l.).

NovaLabs ist ein steirischer Produzent von Nahrungsergänzungsmitteln und hat seit der Gründung vor rund fünf Jahren den Umsatz jährlich verdoppelt: Allein heuer sollen 25 Millionen Euro erwirtschaftet werden, so das Ziel.

NovaLabs: Drei Millionen Euro in neue Anlagen

Das Wachstum veranlasste die beiden Gründer und Geschäftsführer David Schweiger und Christian Gubik nun zum nächsten Expansionsschritt: Nachdem heuer bereits rund zwei Millionen Euro in den Aufbau des kürzlich eröffneten zweiten Standorts in Graz-Rudersdorf geflossen sind, werden bis Jahresende weitere drei Millionen Euro in neue Maschinen und Anlagen investiert.

„Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel – von Proteinen und Kollagen über Vitamine bis hin zu Mineralstoffen – wächst extrem stark. Wir haben uns als Produzent mit hohem Qualitätsanspruch einen Namen gemacht. Mit der aktuellen Investition bauen wir unsere Kapazitäten gezielt aus, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können“, erklärt das Gründerduo unisono.

Im Mittelpunkt des Investitionsprogramms stehen zwei neue Verpackungslinien für Kapseln am Standort Graz-Rudersdorf. Auch am Hauptsitz in Graz-Straßgang wird die Produktion erweitert: Eine neue Füllmaschine dosiert pulverförmige und optional auch flüssige Produkte automatisiert in Stickpacks. Ergänzt wird die Anlage durch eine neue Standbodenbeutel-Linie für wiederverschließbare Pulververpackungen sowie einen Pick-and-Place-Roboter. Damit soll vor allem die steigende Nachfrage nach pulverförmigen Produkten, insbesondere Kollagen, abgedeckt werden.

„Pulver im Standbodenbeutel oder in den Stickpacks ist derzeit eines der großvolumigsten Segmente am Markt. Gleichzeitig sehen wir weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach Kapseln in unterschiedlichsten Formen und Rezepturen“, sagt Schweiger. Die neuen Anlagen werden dem Unternehmen zufolge sukzessive in den kommenden Wochen geliefert beziehungsweise in Betrieb genommen. Bis Jahresende soll das gesamte Investitionsprogramm umgesetzt sein.

Neue Mischhalle

Auch am Grazer Hauptsitz wird erweitert: In die bestehende Produktion wird eine neue Mischhalle mit drei Anlagen integriert. Dort werden Rohstoffe künftig automatisiert eingewogen, zugeführt und weiterverarbeitet. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Kugelmischer mit einem Fassungsvermögen von rund 2.000 Litern. Zwei gegenläufig arbeitende Wellen würden dabei für eine gleichmäßige Durchmischung sorgen. Der Mischvorgang soll dadurch von bisher bis zu 20 Minuten auf rund 90 Sekunden verkürzt werden.

Dabei gehe es aber nicht nur um Geschwindigkeit, sagt Schweiger: „Die immer komplexeren Zusammensetzungen stellen auch höhere Ansprüche an die eingesetzte Mischtechnologie. Bei einer Rezeptur können beispielsweise mehrere hundert Kilogramm eines Rohstoffes mit nur wenigen Gramm eines anderen Wirkstoffes kombiniert werden. Auch bei diesen Kleinstmengen muss am Ende eine gleichmäßige Verteilung im gesamten Produkt sichergestellt werden.“ Das Gründer-Duo sieht darin auch einen Beleg für eine sich immer stärker professionalisierende Branche: „Was vor wenigen Jahren mit klassischen Fassmischern ausreichend war, genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr.“

NovaLabs-Umsatz genährt durch Export

Bemerkenswert ist zudem, dass rund 50 Prozent des NovaLabs-Umsatzes mittlerweile im Export erzielt werden. Deutschland ist mit rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt. Weitere Produkte gehen unter anderem in die Schweiz, nach Belgien und Frankreich. Über Kunden und Vertriebspartner gelangen die in der Steiermark hergestellten Nahrungsergänzungsmittel darüber hinaus bis nach Dubai und China. „Unsere Kunden wachsen – und wir mit ihnen. Gleichzeitig gewinnen wir laufend neue Aufträge. Unsere Aufgabe ist deshalb, die Produktion heute bereits so aufzustellen, dass sie auch mit den Mengen von morgen umgehen kann“, sagt Gubik.

Der Expansionskurs macht sich bei NovaLabs auch bei der Beschäftigung bemerkbar. Anfang des Jahres verfügte NovaLabs über 76 Mitarbeiter:innen. Rund 30 zusätzliche Stellen wurden 2026 bislang geschaffen – die Beschäftigtenzahl ist damit auf über 100 gestiegen. Weitere Neueinstellungen sind bis Jahressende geplant.

„Je automatisierter und größer wir werden, desto wichtiger werden Menschen, die Prozesse verstehen, Anlagen beherrschen und unsere Strukturen mitentwickeln“, erklärt Schweiger. Für ihn und Co-Gründer Gubik ist die Millioneninvestition daher weniger Abschluss der jüngsten Expansion als Vorbereitung auf die nächste Wachstumsstufe, so die Geschäftsführer: „Am ursprünglichen Ziel hat sich nichts geändert: Wir sind angetreten, um Europas führender Produzent für Nahrungsergänzungsmittel zu werden. Dafür schaffen wir jetzt die industrielle Basis.“

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