02.11.2021

Leo Widrich vom Silicon Valley: „Es war schon der American Dream für mich“

Im Silicon Valley zum Millionär und dennoch unglücklich? Leo Widrich, Co-Founder von Buffer, hat sich im Alter von 20 Jahren ein One-Way-Ticket nach Amerika gekauft. Und plötzlich stand er mit Millionen am Konto da und wusste nicht wohin mit sich. Über diese Erfahrung spricht er im Podcast-Format "Rika gründet".
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Leo Widrich, Mitgründer von Buffer (c) Helena Manhartsberger

In der Podcast-Folge des Formats „Rika gründet“ erzählt Leo Widrich von seinem vermeintlichen American Dream. Nach der Gründung von Buffer gingen sein Mitgründer und er fast Pleite und sie teilten sich eine kleine Wohnung mit einem Bett. Doch nur kurz darauf hatte er Millionen am Konto. Warum er dann dennoch ganze zwei Jahre lang ins Kloster ging und dort nach einem Sinn für sich gesucht hat, erzählt er im Gespräch.

„Ich habe gerade Angst, was die anderen denken… und mache es trotzdem“

Die Lösung, um besser mit Ängsten umzugehen ist es, diese einfach da-sein zu lassen, so Leo. Er ist mittlerweile als Coach tätig und hilft Menschen in schwierigen Situationen damit umzugehen. Das Ziel Sinn zu finden und Beziehungen mit sich und anderen zu pflegen verfolgt er reflektiert. Willst du mehr über Leo, das Leben als Millionär und seine Geschichte erfahren? Dann hör rein in die neue Folge!

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retrostrap
© Screenshot-retrostrap

Es ist 1996. Keine verschwundene Freundin oder Südsee-Gefühle, dafür ein Web, das heute eventuell bei manchen melancholische Erinnerungen weckt: ohne Reizüberflutung und ohne Hektik. In diesem Sinne hat der österreichische Entwickler Stefan Gündhör heute retrostrap veröffentlicht, ein quelloffenes CSS- und JavaScript-Framework, mit dem sich Websites konkret im Stil des Webs von 1996 bis 2003 bauen lassen, technisch aber auf heutigem Stand sind: barrierefrei, auf jeder Bildschirmgröße nutzbar, ohne Tracking und ohne Werbung. Das Projekt ist ab sofort kostenlos verfügbar und versteht sich zugleich als Gegenbewegung zum schnellen, überladenen Internet der Gegenwart.

retrostrap: Ästhetik der alten Web-Jahre

Retrostrap gibt der Ästhetik der frühen Web-Jahre eine technische Form: eine feste Farbpalette aus den 216 websicheren Farben, neun zeittypische Schriftfamilien, kantige Flächen statt runder Ecken. Zugleich erfüllt jede Seite heutige Anforderungen, sie passt sich an Handybildschirme an, lässt sich mit Tastatur und Screenreader bedienen und lädt ohne externe Dienste. Ein eingebauter Prüfer stellt sicher, dass diese Regeln eingehalten werden.

Darüber hinaus bietet Retrostrap eine ausführliche Dokumentation, die den Einsatz der einzelnen Bausteine erklärt und Entwickler:innen die Anpassung für eigene Projekte erleichtern soll. Dadurch lasse sich das Framework flexibel für unterschiedliche Arten von Websites einsetzen, heißt es.

Nicht das erste Privat-Projekt

„Ich habe meine Jugend in deutschsprachigen Support-Foren verbracht, erst als Fragensteller, später als Moderator und Co-Admin“, sagt Gündhör. „Der Umgangston war freundlich, die Netiquette war echt. Das vermisse ich heute. Die aktuellen Netzwerke sind für mich kaum noch auszuhalten: alle auf 180, mehr Werbung als Inhalt, und vieles fühlt sich nach Abzocke an. Retrostrap ist der technische Teil einer Gegenbewegung, ein ruhiger, kultivierter Ort im Netz für alle, die sich danach zurücksehnen.“

Der Entwickler fiel bereits im Februar auf, als er die beiden Plattformen freitext.org und rohtext.org öffentlich zugänglich machte. Diese bieten gemeinfreie deutschsprachige Literatur kostenlos und ohne Registrierung an. Nutzerinnen und Nutzer können dort auf mehr als 9.200 Bücher von über 2.250 Autorinnen und Autoren zugreifen. Entwickelt wurden die Plattformen ebenfalls in Eigenregie ohne Unternehmen oder externe Investoren.

Auch ein Community-Feature

Zum aktuellen Projekt retrostrap gehören über 30 frei einsehbare Beispielseiten sowie der „Builder“, mit dem man testweise selbst Websites mit den retrostrap-Komponenten zusammenklicken kann. Ein eigenes Community-Forum, die „Retrostrap Boards“, startet gemeinsam mit dem Projekt. Ebenfalls am Start: „Retrospace“, ein kuratiertes Verzeichnis für Seiten im Retro-Stil.

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