27.04.2022

Legal Tech Map Austria 2022: „Anzahl der Legal Techs hat sich seit 2018 verfünffacht“

Die neue Legal Tech Map Austria 2022 wurde Anfang der Woche präsentiert. Future-Law gibt dabei einen aktuellen Überblick über die österreichische Legal-Tech Landschaft.
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Die Legal Tech Map wird seit 2018 einmal jährlich von Future-Law erstellt. Sie bietet einen Überblick über Legal Tech Tools und Anbieter:innen in Österreich. Unternehmen und präsentierte Tools stammen aus unterschiedlichen Teilen der Rechts- und Digitalisierungsbranche: u.a. Startups, Verlagswesen, öffentliche Hand und Kanzleien, die eigene Tools geschaffen haben, die den Schritt in eine digitale juristische Arbeitswelt vereinfachen.

Legal Tech Map Austria 2022

Am vergangen Montag war es wieder soweit: Vor rund 150 Besucher:innen wurde die neue Legal Tech Map Austria 2022 im digitalen Raum präsentiert. Bei der Präsentation der neuen Landkarte der österreichischen Legal-Tech Landschaft zeigt sich laut Future Law eindrücklich: Die österreichische Legal Tech Branche wächst. Mit über 100 Einträgen ist sie 2022 so groß, wie nie zuvor.

„2018, als wir unsere erste Legal Tech Map erstellt haben, konnte man kaum von einem ´österreichischen Legal-Tech Markt´ sprechen. Mit gerade einmal 20 Tools und Anbieter:innen war unsere Map damals mehr als überschaubar. Umso mehr freut es mich, dass hier in den letzten fünf Jahren Bewegung reinkam und sich diese Zahl bis heute mehr als verfünffacht hat“, so Sophie Martinetz, Future-Law Gründerin und Managing Partnerin, über die Bilanz.

(c) Future-Law

Rückblick und Ausblick

Doch nicht nur die Zahl der Tools und Anbieter:innen hat sich enorm gesteigert, auch die Bandbreite österreichischer Legal-Tech Lösungen hat zugenommen. „Von ursprünglich elf Kategorien, ist die Legal Tech Map bis 2022 auf 17 Bereiche angewachsen. So gibt es heute beispielsweise auch Anwält:innen, die selbst Legal Tech Tools kreieren und zwar für andere Anwält:innen“, führt Martinetz über die weitere Entwicklung in der österreichischen Legal-Tech-Landschaft aus.

Bei der Erstellung der neuen Map zeigte sich laut Martinetz bereits jetzt, dass im nächsten Jahr eine weitere Diversifikation der Kategorien notwendig sein wird. Denn viele Anbieter:innen setzen nicht mehr auf eine spezielle Lösung, sondern bieten zunehmend multifunktionale Tools an.


Was dich zum Thema LegalTech noch interessieren könnte:

Im November 2021 präsentierte Sophie Martinetz von Future-Law den weltweit ersten „LegalTech-Report“ zum Thema Investments im LegalTech-Bereich. Insgesamt wurden 2021 rund 2,1 Milliarden US-Dollar in den letzten zwölf Monaten weltweit in LegalTechs investiert. Mehr darüber kannst du im Brutkasten-Talk nachsehen.

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KI-Pionier Sepp Hochreiter ist Co-Founder und Chief Scientist von NXAI | (c) NXAI
KI-Pionier Sepp Hochreiter ist Co-Founder und Chief Scientist von NXAI | (c) NXAI

Das Linzer KI-Startup NXAI hat sein neuestes Modell TiRex-2 veröffentlicht. Die Entwicklung des sogenannten „Time Series Foundation Models“ (Zeitreihen-Basismodell) stand unter der wissenschaftlichen Leitung von KI-Pionier Sepp Hochreiter, der Mitgründer ist und als Chief Scientist des Startups fungiert.

Das Modell wurde auch als Open-Source-Software frei zugänglich gemacht. Es ist darauf spezialisiert, historische Datenreihen aus der Industrie zu analysieren, um zukünftige Entwicklungen vorherzusagen. In der Presseaussendung zum Release zeigt sich das Startup selbstbewusst: „Europa kann doch SOTA-Modelle“ (Anm. State of the Art). Laut Hochreiter teilt sich das neue Modell in den offiziellen Bestenlisten „die Spitzenplätze mit AWS“.

Mehrere Signale gleichzeitig im Blick

Die wesentliche technische Neuerung des Modells liegt in der Verarbeitung multivariater Zeitreihen. Während herkömmliche Vorhersagesysteme oft nur eine einzelne Datenreihe anhand ihrer eigenen Vergangenheit analysieren, bezieht TiRex-2 zusätzliche Einflussfaktoren – in der Fachsprache Kovariaten genannt – mit ein. Für Industrieunternehmen soll das zum entscheidenden Vorteil werden, da Maschinen und Prozesse selten nur ein isoliertes Signal erzeugen. In der Praxis bedeutet dies: Will ein Logistik- oder Energiebetrieb den künftigen Verbrauch prognostizieren, kann das Modell neben den historischen Verbrauchsdaten auch begleitende Faktoren wie das Wetter, Kalenderdaten oder Produktionspläne auswerten. Das macht die Vorhersagen präziser und aussagekräftiger.

xLSTM soll Effizienz-Boost bringen

Im Gegensatz zu bekannten KI-Systemen wie ChatGPT, die auf der speicherintensiven Transformer-Architektur basieren, nutzt TiRex-2 das von Hochreiter mitentwickelte xLSTM-Verfahren. Das soll ein zentrales Problem industrieller Live-Anwendungen lösen: Bei kontinuierlich einlaufenden Datenströmen (Streaming) explodiere bei herkömmlichen Systemen nämlich der Rechen- und Speicheraufwand, argumentiert man beim Startup. TiRex-2 hingegen verarbeitet Daten sequenziell und aktualisiert fortlaufend einen internen Zustand. Dadurch würden der Speicherbedarf und die Rechenkosten auch bei unbegrenzten Datenströmen konstant niedrig bleiben. Lukas Fischer, Head of Applied Research bei NXAI, erklärt dazu: „Mit TiRex-2 können wir kontinuierliche Datenströme in Echtzeit analysieren, ohne Einbußen bei der Modellperformance.“ Dies prädestiniert das Modell für den direkten Einsatz an Maschinen vor Ort (Edge-Anwendungen).

„Kunden müssen für unterschiedliche Maschinen nicht immer ein neues KI-Modell trainieren“

Die Leistungsfähigkeit des Modells wird durch das begleitende wissenschaftliche Paper des Forscherteams untermauert. Darin zeigen die Wissenschaftler, dass sich TiRex-2 besonders gut für das sogenannte Zero-Shot-Forecasting eignet. Das bedeutet, dass das Modell ohne vorheriges, spezielles Training präzise Vorhersagen für völlig neue Maschinentypen oder Datensätze treffen kann.

Laut dem CEO von NXAI, Albert Ortig, bringt diese Generalisierungsfähigkeit handfeste wirtschaftliche Vorteile im Betrieb: „Die Kunden müssen für unterschiedliche Maschinen nicht immer ein neues KI-Modell trainieren.“ Ein weiterer Vorzug des vergleichsweise kompakten Modells mit 82 Millionen Parametern ist, dass es auf Wunsch direkt auf den eigenen Servern der Kunden (On-Prem) betrieben werden kann, was die Datensicherheit für sensible Industrie-Prozesse erhöht.

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