13.11.2020

Legal Tech Konferenz 2020 fand mit mehr als 900 Teilnehmern statt

Die inzwischen größte Legal Tech Konferenz im deutschsprachigen Raum mit mehr als 900 TeilnehmerInnen fand in Wien unter dem Motto „Failures & Success in Legal Tech“ statt. FBM Alma Zadic eröffnete die Konferenz aus dem Home Office und kündigte die Digitaloffensive der Justiz „Justiz Online“ an.
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Legal Tech
Bundesministerin Alma Zadic hielt die Eröffnungsrede | (c) Future-Law
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Die Future-Law Legal Tech Konferenz Wien gilt inzwischen als meinungsbildend für BranchenkennerInnen und stellt in ihrer vierten Ausgabe bereits einen Fixpunkt im Kalender vieler ExpertInnen der Rechtsbranche dar.

Mehr als 900 VertreterInnen aus Rechtsabteilungen, Anwaltskanzleien, Unternehmen, Startups und Legal Tech Providern versammelten sich am 11. November virtuell, um die aktuellsten News rund um das Thema Legal Tech zu diskutieren.

Sophie Martinetz, Gründerin und Managing Partnerin: „Legal Tech und Digitalisierung sind im Rechtsbereich angekommen, um zu bleiben. Diese Legal Tech Konferenz unter Pandemiebedingungen war sogar für uns eine große Herausforderung in Bezug auf  Zeit und Ressourcen. Umso mehr macht es mich sehr glücklich zu sehen, dass Qualität und echter ehrlicher Austausch geschätzt wird und wir hier einen echten Mehrwert bieten, egal, ob AI oder Vertragsmanagement oder digitale Signatur – bei uns findet jede/r Antworten auf sein/ihre Legal Tech & Digitalisierungsfrage.“

Eröffnungsrede durch Bundesministerin Alma Zadic

Nach der Eröffnungsrede von Bundesministerin Alma Zadic wurde dem Fachpublikum unter dem Motto „Failures und Sucesses“ ein Tag mit hochkarätig besetzten Panels und informativen Talks geboten. Mehr als 80 praxisrelevante ExpertInnen gaben einen Einblick in ihre persönlichen Herausforderungen und Erfolge im Zuge der Umsetzung von Legal Tech- & Digitalisierungsprojekten.

Neben innovativen Legal Tech Lösungen wurden laut den Veranstaltern auch die Trends der Zukunft beleuchtet. Auch dieses Jahr gab es von BranchenkennerInnen geleitete Workshops, Raum für spannende Diskurse und Wissensaustausch.

Mehr als 900 digitale Tickets wurden erstmals gelöst, da auf Grund der diesjährigen Beschränkungen durch COVID19 keine LIVE Tickets angeboten werden durften.

Fünf digitale Live-Workstreams

Fünf digitale Live-Workstreams wurden über ein innovatives digitales Streaming Konzept bereitgestellt, um alle Vorträge und Workshops wie z.B. „Justiz 2050 – radikal gedacht, ein Streitgespräch“, „Dos&Dont’s bei der Anschaffung eines Legal Tech Tools in der Rechtsabteilung“, „Artificial Intelligence & Co – Marketing Gag oder ein echter Mehrwert in der Anwaltskanzlei?“ „Home Office & digital Leadership“ aus dem Homeoffice oder dem Büro mitzuverfolgen.

„Digitale Formate sind aktuell das neue ‚Normal‘. Wir waren selber freudig überrascht, wie viele TeilnehmerInnen wir über die Grenzen Österreichs hinweg erreichen konnten. Und Konferenzen verändern sich und verändern auch die Branche – z.B. digitales Netzwerken funktioniert, wenn es richtig und intuitiv aufgesetzt ist“, so Martinetz über das digitale Format.

Legal Tech Konferenz: Die Speaker

Unter den renommierten SpeakerInnen & ExpertInnen befanden sich dieses Jahr u.a: Benjamin Weissmann (Partner EY), Stefan Artner (Partner Dorda), Gudrun Stangl (COO Schönherr), Wolfgang Pichler (Business Development – Prokurist Manz), Sabine Fehringer (Partnerin DLA Piper), Lydia Morris (Head of Legal Services Innovation UK Ministry of Justice), Susanne Mortimore (Geschäftsführerin LexisNexis), Andreas Voßkamp (Director Legal – Head of Global Legal Operations & Innovation BASF Global), Michael Enzinger (Präsident Rechtsanwaltskammer). Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für einen gelungenen Tag mit spannenden Inputs und freuen uns schon aufs nächste Mal im November 2021.


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(c) Ruiz Cruz
(c) Ruiz Cruz

Zwei Tage lang haben die Entrepreneurship-Verantwortlichen der österreichischen Hochschulen am 13. und 14. Oktober an der Universität Wien und der WU Wien darüber beraten, wie Ausgründungen aus der Wissenschaft leichter gelingen können. Das Entrepreneurship Center Network (ECN), das inzwischen 36 Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet, hat rund um seine sechste Konferenz auch neue Zahlen veröffentlicht: 2025 wurden 530 studentische Startups und akademische Spinoffs an den Partnerhochschulen betreut, ein Jahr davor waren es 457.

Strategiearbeit im Fokus

Auch die Konferenz selbst ist gewachsen. „Als wir 2021 die erste ECN-Konferenz hier in Wien organisiert haben, hatten wir so 25 bis 30 Teilnehmer, und heuer waren über 80 Teilnehmende dabei”, sagt Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Center und Gründer des Netzwerks, im brutkasten-Talk. Statt Keynotes und Workshops gab es heuer Strategiearbeit: In Kleingruppen wurden zuerst die größten Probleme bei Ausgründungen gesammelt, dann ein Wunschzustand formuliert und daraus Maßnahmen abgeleitet.

(c) Ruiz Cruz

Mehr Role Models?

Diskutiert wurde dabei auch, wen das Thema überhaupt erreicht. Sara Matt, Leiterin der Transferstelle Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Innsbruck, sieht die bisherigen Role Models fast ausschließlich im MINT-Bereich. „Ganz viele helle Köpfe kommen nicht aus der Technik, sondern aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die muss man auch abholen.“ Und nicht jede Person mit unternehmerischen Fähigkeiten müsse ein eigenes Unternehmen gründen: „Die könnten zum Beispiel Betriebsnachfolgen übernehmen oder in bestehenden Unternehmen Innovation vorantreiben.”

Im Rahmen der Konferenz wurde – in Anwesenheit von Sektionschef Elmar Pichl aus dem BMFWF – auch der neue Ausgründungsrahmen für diese sog. SHAPE-Disziplinen vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy, also für Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Künste. Dieser Rahmen ergänzt den 2024 erarbeiteten Ausgründungsrahmen für den technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Frage des Budgets?

Die Ergebnisse der Konferenz treffen auf einen schwierigen Moment. Wie sich das Universitätsbudget in den nächsten Jahren entwickelt, ist offen, mehr Geld wird es nach Einschätzung von Dömötör wohl nicht geben. Die Frage sei, wo gespart werde: bei etablierten Bereichen oder im Transfer, „der noch nicht so etabliert ist und auch keine starke Lobby in Budgetdiskussionen hat”. Das Budget sei deshalb ein Leitmotiv der Konferenz gewesen: „Was können wir tun, um dieses weiterhin zwar größer werdende, aber immer noch zarte Pflänzlein, das in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden ist, zu schützen?”

(c) Ruiz Cruz

Matt beobachtet die Folgen bereits. An einigen Universitäten sei das Personal im Transferbereich zurückgefahren worden. „Das finde ich einen falschen Ansatz, weil gerade jetzt müssen wir darauf achten, Innovation voranzutreiben.” Dass überall gespart werden müsse, sehe sie ein, „aber für die langfristige Sicht eines Wirtschaftsstandortes ist es nicht die richtige Entscheidung, an der Innovation zu sparen”.

Konkret bedauert Matt, dass es im Herbst keine Fellowship-Ausschreibung gab. Eine Handvoll Forscher:innen an ihrer Universität hätte gerne eingereicht. Wenn man in dieser Situation doch die akademische Karriere wähle, sei das nachvollziehbar, weil man es sich auf dem Weg dorthin kaum leisten könne, ein paar Jahre für einen unternehmerischen Versuch liegen zu lassen. Eine bei der Konferenz diskutierte Maßnahme sei deshalb ein Forschungsfreisemester, „damit diese Entscheidung nicht so früh fallen muss: Unternehmertum oder Forscherkarriere”.

Gründen soll in der akademischen Laufbahn zählen

Genau an diesem Punkt setzt der Maßnahmenplan an, den das ECN aus der Konferenz ableitet und Ende des Jahres veröffentlichen will. Gründen soll ein gleichwertiger Karriereweg werden, der auch in der akademischen Laufbahn anerkannt wird. „Kulturwandel bedarf auch der entsprechenden Incentives”, sagt Dömötör. „Wie wird es von meiner Uni gewürdigt, wenn ich gründe? Werde ich nur für die traditionellen Kernaufgaben einer Universität belohnt, Forschung und Lehre, oder wird auch die Third Mission stärker berücksichtigt?” In den letzten Jahren habe es eine positive Entwicklung gegeben, „aber da ist immer noch Luft”.

Der zweite Kernpunkt richtet sich an den Gesetzgeber: Das ECN fordert einen klaren Rechtsrahmen für Ausgründungen im Universitätsgesetz (UG) und im Fachhochschulgesetz (FHG). Dazu kommen österreichweite Standards für IP und Beteiligungen sowie Entrepreneurship Education für alle Studierenden. Die Details sollen im Plan Ende des Jahres folgen.

Verbündete in der Politik?

Unterstützung erhofft sich das ECN aus der Politik. Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, stellte sich bei einem Kamingespräch den Fragen der Community. Für Dömötör „ein sehr wertschätzendes Signal”. Man nehme aus dem Gespräch mit, „in ihr eine Verbündete zu haben”. Für die Änderungen an UG und FHG, die das ECN anstrebt, ist allerdings nicht ihr Ressort zuständig, sondern das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

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Legal Tech Konferenz 2020 fand mit mehr als 900 Teilnehmern statt

  • Die Future-Law Legal Tech Konferenz Wien gilt inzwischen als meinungsbildend für BranchenkennerInnen und stellt in ihrer vierten Ausgabe bereits einen Fixpunkt im Kalender vieler ExpertInnen der Rechtsbranche dar.
  • Mehr als 900 VertreterInnen aus Rechtsabteilungen, Anwaltskanzleien, Unternehmen, Startups und Legal Tech Providern versammelten sich am 11. November virtuell, um die aktuellsten News rund um das Thema Legal Tech zu diskutieren.
  • Sophie Martinetz, Gründerin und Managing Partnerin: „Legal Tech und Digitalisierung sind im Rechtsbereich angekommen, um zu bleiben.
  • Diese Legal Tech Konferenz unter Pandemiebedingungen war sogar für uns eine große Herausforderung in Bezug auf  Zeit und Ressourcen.
  • Nach der Eröffnungsrede von Bundesministerin Alma Zadic wurde dem Fachpublikum unter dem Motto „Failures und Sucesses“ ein Tag mit hochkarätig besetzten Panels und informativen Talks geboten.
  • Mehr als 80 praxisrelevante ExpertInnen gaben einen Einblick in ihre persönlichen Herausforderungen und Erfolge im Zuge der Umsetzung von Legal Tech- & Digitalisierungsprojekten.

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  • Mehr als 900 VertreterInnen aus Rechtsabteilungen, Anwaltskanzleien, Unternehmen, Startups und Legal Tech Providern versammelten sich am 11. November virtuell, um die aktuellsten News rund um das Thema Legal Tech zu diskutieren.
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