03.05.2022

Legal Tech Hub Europe feiert erstes Jubiläum seines Accelerator-Programms

Die fünfte Runde des Förderprogramms für Legal-Tech-Startups und Scaleups wurde gestartet. Insgesamt sind drei internationale Top-Unternehmen für Batch #5 ausgewählt.
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Das bewährte Accelerator-Programm des Legal Tech Hub Europe geht in die Jubiläumsrunde: Heute startet Batch #5, der erneut virtuell organisiert wird. Bewerber:innen aus der ganzen Welt haben auch dieses Jahr versucht einen der begehrten Programmplätze zu ergattern. Nach dem Challenge Day stehen nun die finalen Teilnehmer:innen fest. 

„Wie es so schön heißt: Aller guten Dinge sind drei!“, so LTHE-Initiator und Vorstandsmitglied Stefan Artner, DORDA Rechtsanwälte. „Mit „Know Your Customer“ aus Hongkong, „Legl“ aus Großbritannien und „NewBanking Identity“ aus Dänemark haben wir für unseren Jubiläumsbatch drei wirklich spannende Teilnehmer:innen ausgewählt. „KYC ist ein wichtiges Thema für uns Anwält:innen, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Produkte.“

KYC im Fokus bei Batch #5

In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurde aus der Vielzahl an Bewerbungen zunächst eine Shortlist ausgewählt. Im nächsten Schritt mussten diese sieben zukunftsträchtigen Bewerber:innen ihre Lösungen der LTHE-Jury am „Challenge Day“ präsentieren. 

„Das Onboarding von Mandant:innen wird aufgrund regulatorischer Vorgaben immer komplexer. Im fünften Batch haben wir uns als Kanzleien das Ziel gesetzt, diesen Onboarding Prozess – v.a. die Know-Your-Customer-Prüfung – für uns als Kanzleien und auch für die Mandant:innen effizienter zu gestalten. Nach dem Challenge Day haben wir drei internationale Startups ausgewählt, die äußerst vielversprechende Produkte in diesem Bereich anbieten.“, führt Jurymitglied Clemens Lanschützer, E+H Rechtsanwälte GmbH, über den Hintergrund der diesmaligen Entscheidung aus.

Auch Fabian Bösch, Greiter Pegger Kofler & Partner, zeigt sich von der Auswahl für Batch #5 überzeugt: „Der Challenge Day verlief sehr vielversprechend. Die eingeladenen Startups sind technisch und fachlich top aufgestellt, und sie haben das KYC-Thema für Kanzleien in anderen Ländern bereits erfolgreich umgesetzt. Gemeinsam sollte uns das auch für den österreichischen Markt gelingen.“

Ablauf des LTHE Accelerator Batch #5

Der LTHE-Jubiläumsbatch präsentiert sich in einem neuen Modus: Acht Wochen effektive und intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen Expert:innen sowie international tätigen Kanzleien stehen auf dem Programm. Beim finalen Test wird: die professionelle Validierung des Proof of Concept von der Expert:innenjury durchgeführt. 

„Wir freuen uns über das rege Interesse an dem Accelerator-Programm“, sagt LTHE-Vorstandsmitglied Gudrun Stangl, Schönherr Rechtsanwälte. „Es bestätigt einmal mehr, dass unsere starke Praxisorientierung und unser stetig wachsendes Netzwerk ein enormer Mehrwert für innovative Legal-Tech-Startups und KMU sind. Immerhin ermöglicht das Programm den Teilnehmenden den Austausch mit mehr als 500 Jurist:innen in Europa, vor allem in CEE.“

Auf einen Blick: Die Teilnehmer:innen des Batch #5

1. Know Your Customer aus Hongkong

2. Legl aus Großbritannien

3. NewBanking Identity aus Dänemark 


Videotipp der Redaktion: LegalTechs & Investments: Sophie Martinetz von Future-Law über die globale Finanzierungslandschaft

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v.l.: Ronald Pranz (COO & CFO), Nikolaus Weber (CEO) und Alexander Ortner (CTO) © 36Agency

Jede Firma sucht nach ihr: Effizienz. Keyvero hilft dabei, diese in Unternehmen zu verbessern. Mit seiner AI Office Solution dokumentiert das Unternehmen, was im Unternehmen passiert und wo Zeit und Qualität verloren gehen. Im vergangenen September beteiligte sich Ronald Pranz mit einem Investment an dem Wiener Startup. Über die Höhe wollte der Investmentbanker aus strategischen Gründen nichts sagen. Nächste Woche stünden Kooperationsverhandlungen mit einem asiatischen Unternehmen an. Nun verlautbarte Keyvero, dass Pranz als COO und CFO bei dem Unternehmen einsteigt.

„Definitiv gut, auch operativ mitzuwirken“

„Bei unserem ersten Auftritt bei Austrian Advantage ist das Produkt sehr gut angekommen und es hat gleich Fahrt aufgenommen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es definitiv sinnvoll ist, auch operativ mitzuwirken“, sagt Pranz gegenüber brutkasten, der auch Inhaber der runprosale GmbH ist, die sich auf Vertriebs- und Finanzstrategien spezialisiert hat. Bei Keyvero lege er seinen Fokus auf die Ausweitung der Marktposition im DACH-Raum und darauf, die nächsten internationalen Wachstumsschritte einzuleiten.

„Eine wesentliche Basis für den gemeinsamen Erfolg bieten die langjährigen Erfahrungswerte seines
Unternehmens, auf die wir in unserer Zusammenarbeit setzen“, sagt Nikolaus Weber, Co-Founder von Keyvero.

Gegründet, um Unternehmen zu entlasten

Keyvero wurde 2026 von Weber und Alexander Ortner gegründet. „Jedes Unternehmen hat Abteilungen, in denen KI heute schon spürbar entlasten könnte. Den meisten Betrieben fehlt jedoch das notwendige Know-how oder die Motivation, um KI in ihre Prozesse zu integrieren. Um diesen Firmen zu helfen, haben wir Keyvero gegründet“, sagt Weber.

Aus den unterschiedlichen Abteilungen in Unternehmen würden unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an KI-Assistenzlösungen resultieren. Die Module von Keyvero arbeiten vernetzt innerhalb des Unternehmens und lernen aus den Informationen der Mitarbeitenden, um diese gezielt zu entlasten. Dabei helfe Keyvero jungen Unternehmen, schneller zu wachsen und etablierten, ihre Marktposition zu stärken.

„Der KI-analytische Ansatz soll unseren Kunden zeigen, wo ein KI-Modul in der Firma überhaupt
Sinn ergibt, um Qualität und Quantität zu optimieren“, heißt es von Keyvero. Pranz ergänzt: „Für die Unternehmen ist es wichtig, sich mit unseren KI-Assistenz-Modulen zu befassen und sie Schritt für Schritt in ihren täglichen Arbeitsablauf einzubauen.“

Keyvero biete auch das Modul Telefonassistenz an, das Wissen über Kundenverhalten strukturiert liefere. Für viele Unternehmen sei das der Einstieg in die Zusammenarbeit mit dem Wiener Startup.

Implizites Wissen nutzbar machen

Ende des Jahres soll der nächste Entwicklungsschritt folgen: Keyvero möchte einen KI-Assistenten auf den Markt bringen, der undokumentierte Arbeitsabläufe und implizites Wissen der Mitarbeitenden nutzbar macht. Dabei würden unterschiedliche unstrukturierte Datenquellen, beispielsweise E-Mails, Gesprächsnotizen oder Dokumente, analysiert werden. Das soll unentdeckte Potentiale sichtbar machen. Ein weiteres Keyvero-KI-Modul könne daraufhin selbstständig Lösungen umsetzen.

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