27.04.2022

LearnMatch: Gratis-Sprach-App für Ukrainer:innen von Wiener Startup

Das Wiener Startup Vision Education gibt eine vorübergehende Gratis-Version seiner Sprachlern-App LearnMatch für ukrainische Geflüchtete heraus. Mit dieser können sechs Sprachen gelernt werden.
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Die Ukraine-Version von LearnMatch | (c) Vision Education
Die Ukraine-Version von LearnMatch | (c) Vision Education

Welweit setzen renommierte Projekte wie etwa die Sprachlern-App der Oxford University Press auf die Software-Lösung des Wiener Startups Vision Education – der brutkasten berichtete. Neben dem Whitelabel-Geschäft betreibt das Unternehmen auch eine eigene App für iOS und Android: LearnMatch. Mit dieser kann man ausgehend von mehr als 35 Muttersprachen sechs Lernsprachen trainieren. Die App gibt es nun auch für Personen mit ukrainischer Muttersprache – und zwar derzeit kostenlos. „Vision Education steht für Solidarität mit Ukrainer:innen und allen, die sich für den Frieden einsetzen. Jeder kann helfen und wir möchten unseren Beitrag leisten“, heißt es dazu auf der Page des Startups.

LearnMatch: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch für Ukrainer:innen

„Die App ermöglicht Geflüchteten, rasch und effektiv grundlegendes Vokabular des jeweiligen neuen Landes zu lernen und erleichtert somit das Ankommen und die sprachliche Integration“, heißt es vom Startup in einer Aussendung. Das Angebot beschränkt sich dabei – wie die App im Allgemeinen – nicht auf den deutschsprachigen Raum, denn neben Deutsch können aktuell auch Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch von Ukrainer:innen mit LearnMatch trainiert werden.

Bereits in der Flüchtlingswelle 2015 erste Gratis-Version

„Erwachsene, Kinder, Sprachanfänger aber auch fortgeschrittene Lernende finden bei dieser Version von LearnMatch einen für sie passenden Kurs“, verspricht das Startup. Rund 3.000 Lernwörter könne man insgesamt trainieren, die meisten davon mit „praxisbezogenen“ Beispielsätzen. Wegen einer langjährigen Kooperation mit dem deutschen Bundesliga-Klub BVB Borussia Dortmund gibt es auch einen eigenen Fußball-Modus mit BVB-Branding. Schon in der Flüchtlingswelle 2015 brachte die Vorgänger-Gesellschaft von Vision Education eine kostenlose App-Version für Geflüchtete heraus. Damals verzeichnete man rund 300.000 Downloads.

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Das R-Space-Team mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (8. v.l.) © R-Space

Das 2021 gegründete NewSpace-Unternehmen R-Space schließt die Vorbereitungen für seine erste kommerzielle Satellitenmission ab. Wie das Startup bekannt gab, soll der Satellit „AT-Astra“ im Herbst 2026 an Bord einer Spectrum-Rakete von Isar Aerospace, die erst kürzlich 270 Millionen Euro einsammelten, vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya abheben. „Es zeigt, dass Österreich kommerzielle Satelliten eigenständig entwerfen, bauen und fliegen kann“, zeigt sich CEO Carsten Scharlemann stolz.

IOD (In-Orbit Demonstration) Satellit AT-Astra © R-Space

Ride-Share-Modell und Technologie-Tests

R-Space, das vor kurzem seinen neuen Firmensitz am Flughafen Wien bezog, bietet einen durchgängigen Service für sogenannte In-Orbit-Demonstrationen an, um die Wartezeit auf Tests im All zu verkürzen, ein Konzept, das bereits beim Firmenstart im Fokus stand. Beim aktuellen Erstflug werden Experimente von drei Kund:innen befördert.

Konkret testen die beiden österreichischen Unternehmen Enpulsion (flüssiges Indium-Metall für Antriebe) und SunBooster (mikrometeoritenresistente Solarmodule) ihre Technologien im Orbit. Ebenfalls mit an Bord ist ein kompakter Sternsensor zur Trümmererkennung des portugiesischen Partners Synopsis Planet. Durch dieses „Ride-Share“-Modell liege der Preis laut dem CEO „deutlich unter den anderen kommerziell angebotenen Services.“ Konkrete Zahlen nennt das Startup nicht.

Auslastung und Markthürden

Schwarze Zahlen schreibt das rund zehnköpfige Team derzeit noch nicht. Laut Scharlemann sei es dafür noch zu früh, da in den kommenden Jahren weiter in die Servicekette investiert werden müsse.

Die Nachfrage für Folgemissionen ist dennoch vorhanden: Für das Jahr 2027 plant R-Space bereits zwei weitere Satellitenstarts, deren Kapazitäten bereits zu zwei Dritteln ausgebucht sind. Mehr Starts wären theoretisch denkbar, scheitern aktuell jedoch an den unflexiblen Rahmenbedingungen der Raumfahrtindustrie. „Hierfür ist der Launcher-Markt zu langsam und unflexibel“, so Scharlemann. Raketenstarts müssten meist 12 bis 24 Monate im Voraus gebucht werden, kurzfristige Slots seien eine Seltenheit.

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