25.03.2026
ED TECH

LearningSuite: Grazer Startup erreicht mit Business-Lernplattform 7 Mio. Euro ARR

Das Grazer Startup LearningSuite ist auf knapp sieben Millionen Euro ARR gewachsen und setzt auf profitables Wachstum im EdTech-Bereich.
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Das Founder-Team von © LearningSuite.

Während in der Startup-Welt oft große Finanzierungsrunden für Aufmerksamkeit sorgen, ist LearningSuite bislang einen anderen Weg gegangen. Gegründet von Alexander Knechtl, Fabio Moretti und Florian Gerstner in Graz, hat sich das EdTech-Startup nach eigenen Angaben auf knapp sieben Millionen Euro jährlich wiederkehrenden Umsatz (Annual Recurring Revenue – ARR) hochgearbeitet. Zudem weise es eine EBIT-Marge von rund 30 Prozent auf und beschäftigt knapp 30 Mitarbeiter:innen.

Vom Problem zur Plattform

Der Ausgangspunkt war ein bekanntes Problem: In vielen Unternehmen existiert Wissen, das sich nur schwer strukturiert weitergeben lässt. LearningSuite will genau hier ansetzen. Ziel sei es gewesen, Inhalte möglichst einfach in eine digitale, strukturierte Form zu bringen.

Das Ergebnis ist eine Plattform mit einem Drag-and-Drop-Editor, über den sich Lerninhalte modular zusammenstellen lassen. Dafür haben in der Anfangsphase fünf Kunden gemeinsam mehr als 250.000 Euro eingebracht – ohne im Gegenzug Anteile zu erhalten. Nach rund eineinhalb Jahren Entwicklungszeit wurde das Produkt veröffentlicht, inzwischen ist es seit etwa dreieinhalb Jahren am Markt.

Wissenstransfer in Unternehmen

Die Plattform richtet sich vor allem an Coaches, Agenturen und Unternehmen, die eigene Lernumgebungen unter eigenem Branding aufbauen wollen. Zum Funktionsumfang zählen Video-Hosting, Quiz- und Prüfungsformate, Community-Bereiche sowie Fortschrittsanalysen.

Ein zentrales Element ist die Möglichkeit, Lernplattformen auch als geschlossene Community zu nutzen – eine Art internes soziales Netzwerk für Kund:innen oder Mitarbeiter:innen. Typische Anwendungsfälle liegen im digitalen Onboarding, in Schulungen oder in der Dokumentation von Unternehmensprozessen.

Auch künstliche Intelligenz spielt eine Rolle: Sie wird unter anderem für automatische Transkripte, Zusammenfassungen, Suchfunktionen und die Erstellung von Quizfragen eingesetzt. Darüber hinaus sollen KI-Agenten Fragen auf Basis des vorhandenen Unternehmenswissens beantworten können. „LearningSuite nutzt künstliche Intelligenz nicht, um den Menschen zu ersetzen, sondern um diesen bewusst zu unterstützen“, heißt es vom Gründerteam.

2026: 10 Mio. Euro ARR geplant

Als Referenzen nennt LearningSuite unter anderem größere Unternehmen und bekannte Persönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum. Dazu gehören Creditreform Köln, ERGO Versicherung, Gerald Hörhan aka „Investment Punk“, sowie Snocks-Gründer Johannes Kliesch.

Für 2026 hat sich das Startup das Ziel gesetzt, einen ARR von zehn Millionen Euro zu erreichen. Parallel dazu plant man die Expansion in internationale Märkte, konkret nach Polen, in die Benelux-Region und in die USA.

Zusätzlich wurde im März 2026 mit SalesSuite.com ein weiteres Produkt vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein CRM-System, das dem gleichen „Simplicity-first“-Ansatz folgen soll wie die bestehende Lernplattform. Langfristig strebt das Team den Aufbau einer umfassenden Software-Suite an.

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Exit51
© Exit51 - Michael Jiresch, Gründer Exit51.

Mit der Entwicklung der österreichischen Startup-Szene wächst auch die Zahl profitabler Unternehmen, die sich mit einem möglichen Verkauf auseinandersetzen. Klassische M&A-Berater konzentrieren sich häufig auf größere Transaktionen, wodurch kleinere Unternehmen bei der Suche nach geeigneter Beratung vor Herausforderungen stehen, meint Exit51-Gründer Michael Jiresch. Deshalb richtet er sein Angebot gezielt auf dieses Marktsegment aus.

Exit51: Exit-Strategie und diskrete Käufersuche

Das Unternehmen aus Wien begleitet Unternehmer:innen beim Verkauf profitabler Unternehmen, die für klassische M&A-Berater häufig zu klein sind – von der Exit-Strategie über die diskrete Käufersuche bis zu Verhandlung und Closing. Typischerweise liegen die begleiteten Unternehmen bei einem EBIT von etwa 250.000 bis 1 Mio. Euro und einem Jahresumsatz bis rund 10 Mio. Euro, heißt es per Aussendung. Im Fokus stehen unter anderem SaaS, E-Commerce, Ed-Tech, digitale Gesundheitsangebote sowie Agenturen und technologiegetriebene Geschäftsmodelle.

„Für einen Unternehmer kann der Verkauf eines Unternehmens mit 250.000 oder 500.000 Euro EBIT eine der wichtigsten wirtschaftlichen Entscheidungen seines Lebens sein. Für viele klassische M&A-Berater ist eine solche Transaktion dagegen zu klein. Genau diese Lücke wollen wir schließen“, sagt Jiresch.

Sell-Side-Beratung

Der Gründer verfügt über 15 Jahre Buy-Side-M&A-Erfahrung auf Konzernebene. Diese umfasst die Suche nach geeigneten Unternehmen, Due Diligence, Verhandlungen sowie die anschließende operative Führung übernommener Unternehmen. Seit 2024 begleitet er gemeinsam mit seinen Partnern auch Unternehmer:innen bei Unternehmensverkäufen. Mit Exit51 liegt der Fokus nun auf der Sell-Side-Beratung und der Begleitung von Unternehmer:innen beim Unternehmensverkauf.

Ein schlankes Setup und der Einsatz von KI für Recherche, Marktanalyse, Käufer-Matching und Due Diligence sollen eine effiziente und professionelle Begleitung auch bei kleineren Transaktionen ermöglichen. Exit51 setzt dabei auf die Kombination aus Technologie und persönlicher Erfahrung: KI übernimmt dort, wo sie Prozesse schneller und effizienter machen könne – etwa bei Recherche, Marktanalyse oder Käufer-Screening. In den entscheidenden Phasen des Verkaufsprozesses bleibe der persönliche Kontakt zentral, heißt es.

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