08.09.2020

Learney/Lence: Online lernen mit der richten „Learning Journey“

Julia Rosner und Stefan Scherzer wollen mit ihrem EduTech-Startup Learney neue Learning Journeys schaffen. Sie pitchen heute auf Puls4.
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Learney/Lence-Gründerin Julia Rosner im Pitch bei
Learney-Gründerin Julia Rosner im Pitch bei "2 Minuten 2 Mentoren". (c) Puls4 / Gerry Frank

Am 8. September wird Julia Rosner, Gründerin des EduTech-Startups Learney (vormals: „Lence“) in der Puls4-Gründershow „2 Minuten 2 Mentoren“ vor die Jury treten und dort ihr Business pitchen. Die Mission ihres Startups: Einen Ort schaffen, an dem jede und jeder kinderleicht die eigenen Skills managen und verbessern kann. „Was Spotify für Musik, Netflix für Streaming und N26 für Banking ist, ist Learney für das Entdecken und Lernen maßgeschneiderter Skills“, heißt es dazu auf der Website.

Learney, Lence und die Learning Journey

Dies funktioniert, indem die Userinnen und User ihre maßgeschneiderten, von Experten zusammengestellten Skills entdecken, buchen und erlernen. Die Festlegung der „Learning Journey“ erfolgt in einem dreistufigen Prozess, in welchem die jeweiligen Wünsche und Ziele der Userinnen und User ermittelt werden sowie anschließend ein Lernplan erstellt wird. Zusätzlich hat man Zugriff auf Best Practices sowie auf die Expertinnen und Experten aus der Community.

Das Team hinter Learney / Lence

„Als wir Learney brauchten, stand es uns nicht zur Verfügung. Deshalb bauen wir es nun selbst“, heißt es in der „Über uns“-Sektion der Website. Man denke das Thema „Fähigkeiten“ komplett neu und stelle sich Fragen wie: Wie entdecken und lernen wir die für uns passenden Fähigkeiten? Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus in einer Welt grenzenloser Möglichkeiten?

Schon jetzt wächst das Team, neben Julia Rosner ist auch ihr Gründerkollege Stefan Scherzer als Co-Founder und CTO mit an Bord. Er war zuvor als CTO des HR-Startups kununu aktiv, wie der brutkasten bereits im Februar 2020 schrieb.

Im Trailer zur Ausstrahlung der „2 Minuten 2 Mentoren“-Folge betont Rosner außerdem den Reiz daran, sein eigener Chef zu sein.

Öffentliche Beta im Frühjahr 2011

Zu den Preisen des Services ist noch nichts bekannt. Derzeit kann man sich bei Learney unverbindlich für eine Learning Journey im Themenbereich Marketing auf die Warteliste setzen lassen. Nach einer exklusiven Testphase soll das EduTech-Startup im Frühjahr 2011 in eine öffentliche Betaphase übergehen.

Bei „2 Minuten 2 Mentoren“ wird Learney sich nun die Bühne mit Gratos, SDHGlobal, HiCard und Sodex teilen.

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(v.l.) Peter Hajek, Monika Köppl-Turyna, Lisa-Marie Fassl und Markus Raunig © Tobias Gärtner

Wie steht es um das Interesse an der Selbstständigkeit in Österreich? Eine Online-Befragung von Peter Hajek Public Opinion Strategies im Auftrag der Stiftung Unternehmerische Zukunft liefert dazu aktuelle Daten. Im Befragungszeitraum vom 22. Mai bis 8. Juni 2026 wurden insgesamt rund 1.500 Personen der österreichischen Wohnbevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 16 und 69 Jahren befragt. Die Zahlen zeigen, wie stark das direkte Umfeld die Neigung zum Unternehmertum in Österreich prägt.

Der „Eltern-Effekt“ als zentraler Einflussfaktor

Der zentralste Befund der Untersuchung liegt in der familiären Prägung: Der Wunsch und die konkrete Absicht zu gründen gehen laut den Studiendaten maßgeblich mit der unternehmerischen Tätigkeit der eigenen Eltern einher. Insgesamt geben 20 Prozent der Befragten an, mindestens einen selbstständigen oder unternehmerischen Elternteil zu haben. Laut Umfrage verändert diese Erfahrung die Haltung grundlegend: Während sich ohne unternehmerischen Hintergrund lediglich 27 Prozent der Befragten eine Gründung grundsätzlich vorstellen können, steigt dieser Wert bei Personen mit unternehmerischem Elternhaus auf 47 Prozent.

Noch drastischer unterscheidet sich die konkrete Planung: Bei Befragten ohne unternehmerische Eltern geben derzeit nur 7 Prozent an, innerhalb der nächsten zwölf Monate konkret eine Gründung zu planen. Hat mindestens ein Elternteil ein Unternehmen geführt oder gegründet, springt diese Gründungsabsicht auf 18 Prozent, also mehr als das Doppelte. Das Elternhaus senkt somit laut Studie die subjektiven Hürden von der bloßen Vorstellung hin zur konkreten Absicht.

Eklatanter Mangel an sichtbaren Vorbildern im Alltag

Dass die familiäre Herkunft in den Daten eine so dominante Rolle spielt, deckt sich mit einem deutlichen Mangel an sichtbaren Alternativen im öffentlichen Raum. Laut Umfrage fällt fast der Hälfte der Gesamtbevölkerung (49 Prozent) spontan kein einziger Name einer Unternehmerin oder eines Unternehmers ein.

Unter den Befragten zwischen 16 und 29 Jahren geben sogar 60 Prozent an, niemanden nennen zu können. Werden überhaupt Namen genannt, handelt es sich meist um prominente Großunternehmer wie Mateschitz (13 Prozent), Haselsteiner (5 Prozent), Benko (3 Prozent), Swarovski (3 Prozent) oder Elon Musk (2 Prozent). Greifbare Vorbilder aus dem alltäglichen Leben fehlen in der Wahrnehmung vieler Befragter.

Gleichzeitig zeigt die Erhebung: Wer im unternehmerischen Umfeld aufwächst oder entsprechende Kontakte hat, würde im Falle eines Gründungsvorhabens eine nahestehende Person laut Eigenangabe mit 37 Prozent mehr als doppelt so oft aktiv bestärken wie Personen ohne dieses Umfeld (17 Prozent).

Breiter Ruf nach Wirtschaftsbildung an Schulen

Unterstützung aus dem Elternhaus ist ein wichtiger Faktor, doch soll er laut den Befragten nicht der einzige sein, der über die berufliche Zukunft entscheidet, wie sich aus weiteren Ergebnissen ablesen lässt. 80 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Jugendliche bereits in der Schule stärker lernen sollten, wie man Unternehmen gründet oder führt. Zudem hätten sich 75 Prozent selbst mehr praktische Wirtschaftsbildung gewünscht.

Für Markus Raunig, Vorstand der Stiftung Unternehmerische Zukunft, liefern die Befragungsergebnisse deshalb einen klaren Auftrag an die Bildungspolitik. Seine zentrale These formuliert Raunig bei der heutigen Pressekonferenz als Kernversprechen der Stiftungsarbeit: „Unsere Überzeugung als Stiftung lautet: Es darf nicht davon abhängen, was für Eltern oder welches Umfeld man hat, ob man unternehmerisch tätig wird oder nicht.“

Durch praxisnahe Schulprogramme, den Aufbau eigener Medienkanäle zur Veranschaulichung des unternehmerischen Alltags und die gezielte Sichtbarmachung nahbarer Vorbilder soll dieses Herkunfts-Delta geschlossen werden.

Wachstumsorientierte Startups als echter Jobmotor

Aus volkswirtschaftlicher Sicht kommt es jedoch nicht bloß auf die reine Anzahl an Gründungen an, sondern auf deren Qualität, das betont Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria. Die auch als Vorstandsmitglied der Stiftung agierende Wirtschaftsforscherin hebt hervor, dass vor allem junge, wachstumsstarke Unternehmen als entscheidender Motor für Beschäftigung und Innovation wirken und überproportional viele neue Arbeitsplätze schaffen.

Auf der Pressekonferenz spitzte Investorin und Stiftungs-Vorstandsmitglied Lisa-Marie Fassl die Notwendigkeit einer gesamtgesellschaftlichen Haltungswende zu: „Das einzige, was uns hilft wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben als Standort, ist Innovation. […] Es muss gesamtgesellschaftlich gesehen einfach wieder sexy sein, einen Beitrag zu leisten. Wir leben in einem Land mit einer massiven Vollkaskomentalität, wo man darauf wartet, dass irgendwer etwas für einen richtet.“

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Learney/Lence: Online lernen mit der richten „Learning Journey“

  • Am 8. September wird Julia Rosner, Gründerin des EduTech-Startups Learney in der Puls4-Gründershow „2 Minuten 2 Mentoren“ vor die Jury treten und dort ihr Business pitchen.
  • Die Mission ihres Startups: Einen Ort schaffen, an dem jede und jeder kinderleicht die eigenen Skills managen und verbessern kann.
  • Dies funktioniert, indem die Userinnen und User ihre maßgeschneiderten, von Experten zusammengestellte Skills entdecken, buchen und erlernen.
  • Schon jetzt wächst das Team, neben Julia Rosner ist auch ihr Gründerkollege Stefan Scherzer als Co-Founder und CTO mit an Bord.
  • Er war zuvor als CTO des HR-Startups kununu aktiv, wie der brutkasten bereits im Februar 2020 schrieb.

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  • Schon jetzt wächst das Team, neben Julia Rosner ist auch ihr Gründerkollege Stefan Scherzer als Co-Founder und CTO mit an Bord.
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