08.07.2021

53,3 Mio. Euro für Entwicklungsallianz von Linzer Mechatronik-Zentrum

Das Linzer LCM erhielt gemeinsam mit zahlreichen internationalen Partnern von der FFG eine Förderzusage für COMET-Mittel für die weitere Forschung.
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LCM: Die Geschäftsführer Gerald Schatz und Johann Hoffelner
(c) LCM: Die Geschäftsführer Gerald Schatz und Johann Hoffelner

Gemeinsam mit insgesamt 46 Partnern aus der Industrie und 51 aus der Forschung bildet die Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) das „K2-Zentrum für Symbiotische Mechatronik“. In dieser Entwicklungsallianz finden sich heimische Unternehmen wie Engel oder Keba, internationale wie Flow-Tronic oder Hanning und Forschungseinrichtungen wie die Johannes Kepler Universität, die FH Oberösterreich, die TU Graz, die ETH Zürich, das Fraunhofer Institut, die Robert Gordon University in Aberdeen, Tokyo Tech und die TU Delft.

LCM: K2-Zentrum soll „Radarsystem für Zukunftstechnologien“ werden

Im Rahmen des COMET-Programms sagte die FFG dem Zusammenschluss nun eine Förderung von 53,3 Millionen Euro zu. Das Zentrum hatte sich 2018 bereits für die erste Phase des COMET-Programms qualifiziert, die heuer ausläuft. Das nun geförderte Projekt läuft von 2022 bis 2026 und hat vier Forschungsschwerpunkte. Im Rahmen dieser wird unter anderem an und mit Antriebssystemen, Sensorik, Modellierung & Simulation, Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigen Komponenten, Digitalen Zwillingen oder Wissensautomatisierung gearbeitet. Das „K2-Zentrum für Symbiotische Mechatronik“ soll „gewissermaßen als Radarsystem für Zukunftstechnologien“ fungieren, meint dazu LCM-Geschäftsführer Johann Hoffelner.

LCM-Geschäftsführer Gerald Schatz gibt ein konkretes Beispiel: „Damit etwa autonomes Fahren funktionieren kann, müssen die Fahrzeuge mit verschiedensten Systemen wie Satelliten, anderen Autos, Straßenbahnen, Verkehrsschildern oder Ampeln interagieren“. Um das zu schaffen agiere das LCM als „Brückenbauer zwischen akademischer Spitzenforschung und industrieller Entwicklungsarbeit“. Bei allen Forschungsprojekten stehe immer die Entwicklung marktfähiger Produkte im Fokus.

Glaubwürdigkeit digitaler Zwillinge als Forschungsgegenstand

Mit Phase 2 des COMET-Projektes werden nun die in der ersten Phase erarbeiteten Produkte und Konzepte weiterentwickelt, etwa die Arbeit im Bereich Digitale Zwillinge, wie Schatz ausführt. Sei es schon bisher möglich, hochpräzise Bearbeitungsmaschinen über deren „virtuelle Stellvertreter“ in Betrieb zu nehmen, zu steuern und allfällige Störungen vorauszusehen, komme jetzt eine völlig neue Qualität dazu: Credibility. „Nur wenn ich digitalen Zwillingen vorbehaltlos vertrauen kann, lasse ich sie Chemiewerke betreiben oder meine Angehörigen pflegen“, so der Geschäftsführer.

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Für 28 Artikel soll es Nachfüllprodukte geben. (c) Canva

Während bei Seifen schon lange zu Nachfüllprodukten gegriffen wird, werden andere Kosmetika immer wieder neu gekauft. Laut L’Oréal ambivalent, wünschen sich doch 84 % der Verbraucher:innen nach einer internationalen Kantar-Studie nachhaltige Alternativen. Mit #JoinTheRefillMovement startet die L’Oréal-Gruppe nun die bislang umfassendste Nachhaltigkeitskampagne ihrer Geschichte. Gestartet am World Refill Day (16. Juni), umfasst die Kampagne Nachfüllprodukte in den Bereichen Hautpflege, Düfte, Make-up und Haarpflege.

Von Parfum bis Lippenstift messbare Einsparungen

Mit Beginn der Initiative werden nicht nur klassische Duschgels, sondern auch Parfums oder Lippenstifte von L’Oréal als Refill-Produkte angeboten. Ein zentrales Element der Kampagne ist der Nachhaltigkeitsnachweis, gekennzeichnet auf jedem Produkt, der den sofortigen Effekt des Nachfüllens angibt. Ein Beispiel: Bei einer Refill-Creme von Lancôme wird im direkten Vergleich zum Standard-Tiegel der Einsatz von Glas komplett (100 %), Metall um 95 %, Kunststoff um 42 % und Karton um 36 % reduziert. Diese Zahlen sollen die unmittelbare Materialeinsparung belegen und sich bewusst von unkonkreten Prognosen abgrenzen.

„Mit 18 Marken und 28 Produkten zeigen wir, dass nachfüllbare Schönheit für jeden da ist – über alle Kategorien, Preisklassen und Kanäle hinweg. Wir helfen den Verbrauchern, eine einfache Veränderung vorzunehmen: sich für ein Refill zu entscheiden. Nicht als Verzicht, sondern als die bessere Option. Weniger Auswirkungen auf den Planeten, besser für den Geldbeutel“, so Blanca Juti, Chief Corporate Affairs & Engagement Officer bei L’Oréal.

„Say-do Gap“

Zwar sei der Wunsch nach nachhaltigeren Produkten bei den meisten Verbraucher:innen verankert, doch L’Oréal verzeichnet eine spürbare Lücke, wenn es um die tatsächliche Kaufentscheidung geht. Es entsteht ein „Say-do Gap“. Mit der Kampagne will der Konzern nachhaltigere Produkte zunächst zugänglich machen. Gleichzeitig soll aber auch die Sichtbarkeit, beispielsweise durch gezielte Platzierungen in Regalen im Einzelhandel, erhöht werden.

„Nachhaltiger Konsum scheitert im Alltag oft an der Macht der Gewohnheit“, weiß Stefan Geister, Nachhaltigkeitschef von L’Oréal DACH. „Gemeinsam mit unseren Handelspartnern in Drogerien, Parfümerien, Apotheken und Friseursalons wollen wir das ‚Nachfüllen zu Hause‘ als neuen Standard etablieren. Die Erfolgsfaktoren liegen auf der Hand: Ein umfassendes Angebot, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und kontinuierliche Sichtbarkeit im stationären und digitalen Handel. Wenn wir diesen Weg partnerschaftlich, ausdauernd und konsequent beschreiten, lassen wir aus guten Absichten echtes neues Handeln entstehen.“

100 Mio. Euro für Innovation & Startups

Begleitet werden die Maßnahmen von einem 100-Millionen-Euro-starken Innovationsfonds. Mit dem unternehmenseigenen L’AcceleratOR-Programm werden gezielt Startups und junge Talente unterstützt. Die Ansätze reichen von biologisch abbaubaren Materialien auf Algenbasis über Biokunststoffe aus Zuckerrohr bis hin zu recycelbaren Papierflaschen.

Mit 22 Forschungszentren in sieben regionalen Hubs weltweit, über 4.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie mehr als 8.000 Fachkräften aus den Bereichen Digitales, Tech und Data bündelt der Konzern seine Ressourcen. Ziel dieser Investitionen in die Startup-Förderung und die eigene Forschung ist es, als vernetztes „Beauty-Tech-Powerhouse“ die technologische Zukunft der Kosmetikbranche maßgeblich zu gestalten. Im Jahr 2025 wurde L’Oréal vom Fortune-Magazin zum innovativsten Unternehmen Europas gekürt.

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