21.05.2015

Launch von Pocketstory: Der erste Online-Kiosk für einzelne Zeitungsartikel

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© Pocketstory: Die Website des Startups aus Hamburg befindet sich im Beta.

Neulich im Kiosk: „Bitte einmal den Artikel auf Seite 42 unten!“ Was wie ein schlechter Witz klingt, ist seit heute Vormittag möglich. Online zumindest. Das Startup Pocketstory ist nämlich ab heute mit seiner Beta-Version an die Öffentlichkeit gegangen. Der erste Online-Kiosk für Print-Texte bietet einen Shop für Artikel aus hochwertigen Zeitungen, Zeitschriften sowie Büchern auf allen möglichen elektronischen Geräte.

Das könnte das Zeitungswesen revolutionieren, denn einzelne Artikel großer Medien wie DER SPIEGEL oder DIE ZEIT konnte man bisher nicht so einfach gebündelt per Klick kaufen. Das Startup aus Hamburg ist damit im deutschen Markt das erste Unternehmen mit einer solchen Idee.

Gründer Thorsten Höge über das Problem, das Pocketstory lösen will: „Die Lesegewohnheiten haben sich verändert, es bleibt immer weniger Zeit, ein ganzes Magazin zu lesen. Darauf reagieren wir mit Pocketstory und picken für unsere Nutzer die Rosinen aus Heften und Büchern. Der Leser bezahlt nur für das, was ihn wirklich interessiert. Wenn das nur ein einzelner Artikel ist, muss er nicht mehr den gesamten Titel kaufen“

Die digitalen Lesestücke kosten zwischen 0,39 bis 1,99 Euro. Fokus der Plattform liegt auf jenen Texte, die in Qualität und Länge überzeugen. Neben der Spiegelgruppe dabei sind etwa Die Zeit-Verlagsgruppe, „Technology Review“, „Berliner Zeitung“, aber auch Buchverlage wie Campus. „Wir bieten Verlagspartnern einen weiteren attraktiven und zukunftsgewandten Vertriebskanal für ihre redaktionellen Inhalte“, so Höge.

Das Angebot finanziert sich übrigens ausschließlich über Paid-Content und ist werbefrei. Die Bezahlung erfolgt über Bankeinzug.

Die Gründer von Pocketstory sind Heiko Hofer, Michael Leitl und Thorsten Höge, der auch als Geschäftsführer fungiert. Weitere Geschäftsführer und Gesellschafter sind der ehemalige „Spiegel Online“-Chefredakteur Dieter Degler und Anke Rippert, Geschäftsführerin des Verlags Inspiring Network.

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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