13.08.2018

Last Call: Anmeldung für Pitching Days – Startup Catapult

Die Anmeldungen für das Startup Catapult vom WKO AußenwirtschaftsCenter London, Austria Wirtschaftsservice und der Jungen Wirtschaft sind nur noch bis zum 15. August möglich. Late Stage Startups bekommen die Möglichkeit, sich wertvolle Skills anzueignen und Risikokapital für die Internationalisierung zu sichern.
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Startup Catapult
(c) Startup Catapult

Das WKO AussenwirtschaftsCenter London organisiert gemeinsam mit dem Austria Wirtschaftsservice i2 Business Angels und der Jungen Wirtschaft eine Masterclass & Investors Pitching für Expansion- und Late Stage Startups mit Namen Startup Catapult vom 25.-28. November in London. Nach Training-Sessions mit britischen Experten pitchen acht Startups bei einem Auswahlprozess vor britischen und internationalen Investoren. Die Bewerbungsphase läuft nur noch drei Tage und endet am 15. August.

+++ Studie: Finanzierung für KMU trotz positivem Investitionsklima problematisch +++

Startup Catapult: Zugang zu internationalem Risikokapital und Investorennetzwerken

Startups erhalten in der Masterclass die Möglichkeit, sich wertvolle Skills anzueignen, und darüber hinaus Zugang zu einem internationalen Investorennetzwerk. Renate Schnutt, Projektleiterin und Startup-Expertin des Außenwirtschafts-Centers London erklärt: „Die Teilnahme vom 25. bis 28. November in London ist auf jeden Fall ein Knowledge-Boost. Neben dem Pitching vor Venture Capitalists und Angel Investoren am Ende der Veranstaltung, das hoffentlich in einem Perfect Match und Deal gipfelt, werden im Zuge von Experten-Workshops länderspezifische Besonderheiten erarbeitet, die für internationales Business unerlässlich sind.“ So sollen beispielsweise Kenntnisse zu Themen wie Grwoth Hacking, Branding, Financial Modeling und Steuern in UK, sowie essentielle Soft Skills vermittelt werden.

+++ Weitere Informationen und persönliche Eindrücke der letzten Teilnehmerrunde +++

Expansionswillige Late Stage Startups gesucht

Zielgruppe der Veranstaltung sind österreichische Expansion- bzw. Late Stage Startups aus den Bereichen Medtech, Biotech, Software as a Service oder Fintech mit Kapitalbedarf zur Internationalisierung des Vertriebssystems und/oder Ausweitung der Produktion. Außerdem sollten diese Kriterien erfüllt werden:

  • erfolgreiches Seed Funding bereits erhalten
  • Umsatz: min. 300.000 Euro innerhalb der letzten 24 Monate
  • auf der Suche nach einem VC Investment von min. 500.000 Euro
  • Marktakzeptanz und starkes Wachstum zeigen

Hard Facts

Wann? 25.11.2018-28.11.2018
Wo? London, UK
Anmeldung bis 15. August hier

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kalkül
© kalkül - Michael Leister (links) und Lukas Weilguny (rechts) von kalkül.

Entstanden ist kalkül aus einem eigenen Problem. Lukas Weilguny und Michael Leister entwickeln als Selbstständige seit 2017 Software für Unternehmen. Als ihr damals genutztes Rechnungsprogramm nach einer Übernahme spürbar schlechter wurde, sahen sie sich nach Alternativen um und testeten mehr als zehn Buchhaltungsprogramme.

„Wir haben kein einziges gefunden, das wirklich einfach und gleichzeitig auf Österreich zugeschnitten war. Buchhaltung ist der langweiligste Teil im Alltag von Selbstständigen. Niemand will stundenlang eine Software lernen, nur um die erste Rechnung zu schreiben. Genau das ändern wir“, erinnert sich Leister.

kalkül: von 1.000 auf 10.000 Nutzer:innen

Also schufen sie 2023 eine eigene Lösung: Ihre Software, die von der we-dev e.U. betrieben wird, dient der Erstellung von Angeboten und Rechnungen, führt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mit und deckt Mahnwesen und Zahlungsabgleich ab. Laut Unternehmen ist sie auf die österreichischen Steuervorgaben abgestimmt.

Im November 2024 zählte kalkül 1.000 Nutzer:innen, im Februar 2026 waren es 5.000. Seither hat sich die Zahl innerhalb von sieben Monaten noch einmal verdoppelt. Treibende Kraft hinter dem organischen Wachstum waren den Gründern zufolge persönliche Empfehlungen und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Bezahlte Werbeanzeigen testen die Gründer erst seit Kurzem. Das Unternehmen ist eigenfinanziert und hat bis heute keine externe Finanzierung aufgenommen.

Allgemein wird der Markt für Rechnungssoftware im deutschsprachigen Raum von deutschen Anbietern dominiert. Österreich werde dort meist nur als kleines Nischenland mitgedacht. Besonderheiten wie Kleinunternehmerregelung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, BAO-Aufbewahrungspflichten oder Verzugszinsen nach österreichischem Recht werden oft nur oberflächlich abgedeckt, sagen die Founder. Kalkül sei hingegen exakt für diesen Markt gebaut, inklusive Rechnern für Einkommensteuer, SVS-Beiträge, Gewinnfreibetrag und Abschreibungen.

Freemium-Modell

Um Selbstständige gerade zu Beginn zu entlasten, setzt kalkül auf ein Freemium-Modell: Kernfunktionen wie Angebote, Rechnungen, Mahnwesen und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind ohne Limits dauerhaft kostenlos. Ein Abo indes schaltet Zusatzfunktionen wie den automatischen Bankabgleich mit über 2.600 Banken frei. Der überwiegende Teil der 10.000 Nutzer:innen verwendet die Gratisversion, wie man mitteilt.

„Als wir das Abo eingeführt haben, gab es dafür wochenlang praktisch keine exklusiven Funktionen. Trotzdem haben Leute bezahlt, einfach um die Entwicklung zu unterstützen. Das war für uns das ehrlichste Feedback, das wir bekommen konnten“, sagt Weilguny.

Integrierte Registrierkassenlösung als nächster Schritt

Als nächsten großen Schritt kündigen die Gründer eine integrierte Registrierkassenlösung an. Parallel baut kalkül die Zusammenarbeit mit Steuerberatern aus: Enger Partner ist die Linzer Kanzlei Raml & Partner, die zwölffach als „Steuerberater des Jahres“ (in der Kategorie „Allrounder Oberösterreich“) ausgezeichnet wurde. Weitere Kooperationen sind geplant. Mittelfristig soll außerdem eine KI-gestützte Belegerkennung Ausgaben automatisch auslesen und kategorisieren.

Welche Funktionen zuerst kommen, entscheidet – laut Foundern – weitgehend die Community: Je häufiger ein Feature angefragt wird, desto weiter rückt es nach vorn. „Wir wollen das einfachste Rechnungsprogramm für Selbstständige in Österreich sein“, sagt Leister. „Mit 10.000 Nutzern sind wir ein gutes Stück weiter, aber bei 376.112 Ein-Personen-Unternehmen im Land haben wir noch viel vor uns.“

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