12.11.2025
UNTERNEHMERTUM

Landkarte 2030: Nationaler Aktionsplan für Entrepreneurship Education vorgestellt

Im Rahmen des Entrepreneurship Summits präsentierten das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMB) den gemeinsam erarbeiteten nationalen Aktionsplan Landkarte 2030. Mit dem Ziel, unternehmerisches Denken bei jungen Menschen zu fördern.
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Landkarte 2030
© brutkasten/elevato - Die Landkarte 2030.

Das 166-seitige Programm möchte die Kräfte der Partner bündeln und unternehmerische Bildung als Schlüssel für Österreichs Zukunft in den Mittelpunkt stellen – von der Elementarstufe bis zur Matura. Ziel ist es, Eigeninitiative zu fördern, unternehmerisches Denken zu stärken und junge Talente auf die Wirtschaft von morgen vorzubereiten, heißt es in einer Aussendung.

Landkarte 2030: Unternehmerisches Denken als Zukunftskompetenz verankern

„Unternehmerisches Denken ist wirtschaftliche Bildung im besten Sinn und somit ein zentraler Teil unserer Gesellschaft. Wenn wir Österreich zukunftsfit machen wollen, müssen wir junge Menschen früh dazu befähigen, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und Ideen in die Tat umzusetzen. Die Landkarte 2030 schafft dafür den Rahmen“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

Die Landkarte 2030 zeigt konkret die bisherige Umsetzung des 2020 vorgestellten nationalen Aktionsplans für Entrepreneurship Education und legt die Umsetzungsziele für die nächsten Jahre fest. Sie definiert zudem Maßnahmen und Verantwortlichkeiten, um unternehmerisches Denken als Zukunftskompetenz systematisch in der Bildungslaufbahn zu verankern.

„Eine Haltung“

„Entrepreneurship Education ist weit mehr als ein Unterrichtsprinzip – sie ist eine Haltung, die Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Innovationskraft stärkt. Mit der ‚Landkarte 2030‘ schaffen wir ein gemeinsames Dach für bestehende Initiativen und bringen Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft enger zusammen“, sagt Bildungsminister Christoph Wiederkehr.

Zentrale Elemente der Landkarte sind:

  • Frühförderung: Kinder sollen frühzeitig ermutigt und befähigt werden, Probleme zu erkennen, eigene Lösungsideen zu entwickeln und zu erproben.
  • Schulische Verankerung: Entrepreneurship Education als fächerübergreifendes Thema und zentraler Bestandteil der Schulentwicklung – von der Primarstufe über die Sekundarstufe bis zu den berufsbildenden Schulen.
  • Lehrkräftequalifizierung: Praxisnahe Aus- und Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen sollen für eine aktive und inspirierende Umsetzung von Entrepreneurship Education in den Schulen sorgen.
  • Vernetzung von Wirtschaft und Bildung: Durch Kooperationen mit Betrieben, Gründerinitiativen und Startups sollen Jugendliche praxisnah erfahren, wie Ideen in erfolgreiche Projekte umgesetzt werden können.
  • Evaluation und Wirkungsmessung: Durch die Messung des Entrepreneurial-Mindsets von Jugendlichen soll regelmäßig die Wirkung der Maßnahmen überprüft und wissenschaftlich beforscht werden.
  • Erfolge gemeinsam feiern: Wettbewerbe wie der Next Generation-Award, Jugend Innovativ und die Euroskills Landes- und Staatsmeisterschaften sollen zeigen, wie viel Jugendliche bereits lernen und erreichen können.

Mit der Landkarte 2030 sollen somit im Detail praxisnahe Maßnahmen gesetzt werden, um das Entrepreneurial Mindset nachhaltig zu verankern. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Youth Entrepreneurship Weeks (YEW) – eine Kooperation von BMWET, WKÖ und BMB, umgesetzt durch AustrianStartups bzw. nunmehr die Stiftung Unternehmerische Zukunft und IFTE. Im Schuljahr 2025/26 finden österreichweit 145 YEWs statt.

Gründer:innen-Potenzial

„Die ‚Landkarte 2030‘ zeigt eindrucksvoll: Unternehmertum kann man lernen und leben. Formate wie die Youth Entrepreneurship Weeks beweisen jedes Jahr, welches Gründerpotenzial, welche Tatkraft und welche Ideenlust in unseren Jugendlichen stecken“, kommentiert Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. „Wer jungen Menschen den Mut und den Raum gibt, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, legt den Grundstein für neue Unternehmen, Arbeitsplätze und Innovationen. Das ist eine Investition in unsere Zukunft, sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.“

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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