02.08.2019

Reiseversicherung per Handy: Linzer InsurTech L’Amie kooperiert mit Drei

Dank der Kooperation mit dem Startup L'Amie Direkt können Kunden von Drei eine Reiseversicherung nutzen, die sich im Ausland automatisch aktiviert.
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Reiseversicherung via Handy
(c) fotolia / Maridav

Das in Linz ansässige InsurTech L’Amie Direkt hat am Freitag eine Kooperation mit der Hutchison Drei Austria Gmbh gestartet. Gemeinsam bieten die beiden Unternehmen den Kunden von Drei eine Reiseversicherung an, die über das Handy abgeschlossen wird.

Reiseversicherung via Handy

Demnach aktiviert sich die Reiseversicherung nach einer einmaligen vorherigen Online-Anmeldung jedes Mal automatisch, sobald sich das Smartphone in einem ausländischen Netz einbucht. Ab dann kostet die Versicherung für Einzelpersonen 1,50 Euro pro Reisetag, für Familien mit bis zu zwei Erwachsenen und drei Kindern 3,80 Euro pro Tag. Roaming wird dafür nicht benötigt. Die Versicherungsdauer endet, sobald sich das Handy des Kunden wieder mit dem österreichischen Netz verbindet. Das Angebot gilt ausschließlich für Kunden von Drei.

Abgedeckt werden dabei die Übernahme von Behandlungskosten bis zu 200.000 Euro, Krankenrücktransport aus dem Ausland, Rettungs- und Bergekosten bis zu 20.000 Euro, 24-Stunden weltweiter Notfall-Assistance Service, eine Reisehaftpflichtversicherung bis zu 100.000 Euro, eine Auslandsunfallversicherung bis zu 20.000 Euro, sowie eine Reisegepäckversicherung inkl. Beschädigung und Diebstahl bis zu 1.500 Euro. Die Abmeldung ist jederzeit möglich.

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Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners
Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners

Rund 50 Digital-Unternehmen mit etwa 600 Mitarbeiter:innen und mehr als 400 Millionen weltweiten Nutzer:innen – das ist das Portfolio der Liechtensteiner Private-Equity-Gesellschaft RM Equity Partners. Insgesamt hält diese eine halbe Milliarde Euro Assets under Management (AuM). Bekannte Portfolio-Unternehmen sind etwa die Outdoor-Plattform Bergfex aus Graz oder die deutsche Motorrad-Tour-App Calimoto.

Neue Bedeutung für zwei Buchstaben

Bis vor kurzem war die Gesellschaft Teil der Vorarlberger Russmedia-Gruppe, wie auch die zwei Buchstaben im Namen verraten. Nun befindet sich das PE-Unternehmen komplett im Besitz der drei Partner Eugen Benedikt Russ, Chris Wittlinger und Nicola Szekely. Somit bleibt es freilich zu einem Teil in der Vorarlberger Unternehmerfamilie Russ, die hinter Russmedia steht. Das RM bleibt als etablierter Name erhalten. Mit dem Slogan „Results matter“ bekommt es eine neue Bedeutung.

„Was das Team im vergangenen Jahrzehnt aufgebaut hat, macht uns stolz – und das ist erst das Fundament. Als völlig unabhängiges Unternehmen liegt unser Fokus nun ganz auf der Zukunft: der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Unternehmern und dem Aufbau beständiger, digitaler Unternehmen“, kommentiert Russ in einer Aussendung.

Bis zu 250 Millionen Euro pro Beteiligung

Die drei Partner investieren über die Gesellschaft ausschließlich eigenes Kapital und fokussieren klar auf Mehrheitsübernahmen und langfristige Beteiligungen. Bei einem Einzeldeal können nach Unternehmensangaben bis zu 150 Millionen Euro fließen, für eine Beteiligung insgesamt bis zu 250 Millionen. Dabei definiert RM Equity Partners klare Anforderungen, die auch auf der Website abzulesen sind: Das übernommene Unternehmen muss Marktführer oder starker Zweiter in seinem Segment sein und ein EBITDA über fünf Millionen Euro bzw. einen Nettoumsatz über 20 Millionen Euro vorweisen.

Gleichzeitig geben die Partner ihrerseits drei Versprechen: Kommt ein Unternehmen für einen Deal in Frage, bekomme es einen ersten Call innerhalb von 48 Stunden, eine konkrete Antwort innerhalb von sieben Tagen und, wenn ein Deal zustande kommt, dessen Abschluss innerhalb von acht Wochen. „Wenn es uns gefällt, sagen wir ja. Wenn nicht, sagen wir schnell nein. Hinter uns steht kein Investmentkomitee, und zwischen uns stehen keine Berater“, so die Partner auf der Homepage.

Zuletzt Verkauf von Alpy.com

Nach der Übernahme restrukturiere man dann nicht, aber unterstütze in jenen Bereichen, in denen man Expertise habe. Wiewohl RM Equity Partners als PE-Gesellschaft im Gegensatz zu einer VC-Gesellschaft nicht Exit-getrieben ist, sind auch Verkäufe übrigens keineswegs ausgeschlossen. Brutkasten berichtete erst im August vom Verkauf der Beteiligung Alpy.com. Es war der zweite Exit für die Gesellschaft in diesem Jahr.

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