20.04.2026
ÜBERNAHME

Lambda: Tiroler Wärmepumpen-Startup kauft Schweizer Unternehmen

Die Lambda Wärmepumpen GmbH baut ihre Marktpräsenz in der Schweiz weiter aus und übernimmt die Huggler Gebäudetechnik GmbH. Damit möchte man den Schweizer Standort stärken.
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Lambda
© Lambda - Huggler-GF Matthias Mähr (l.) und Lambda-Co-Founder Florian Entleitner.

Gegründet wurde das Unternehmen 2019 von Florian Entleitner und Florian Fuchs im Tiroler Kirchbichl in den Kitzbüheler Alpen. Lambda entwickelt Luft-Wärmepumpen, die besonders energieeffizient arbeiten sollen. Ziel ist es, die Systeme nicht nur im Neubau, sondern auch in bestehenden Gebäuden einsetzen zu können. Rund sieben Jahre nach Gründung konnte man die 100-Millionen-Umsatz-Marke übertreffen – brutkasten berichtete.

Lambda: Position in der Schweiz stärken

Nun übernimmt man zu 100 Prozent die Huggler Gebäudetechnik GmbH Schweiz und möchte gemeinsam mit den Partnern AerThermie Weber GmbH und Allotherm AG die Position im Schweizer Markt weiter ausbauen. Konkret verfolgt man das Ziel, die Marktposition beim östlichen Nachbarn weiter auszubauen und die Service- sowie Vertriebskapazitäten zu verstärken.

Neue Geschäftsleitung

Mathias Mähr hat in diesem Sinne am 01. April 2026 die Geschäftsleitung von Huggler übernommen. Ein wichtiger Bestandteil der strategischen Planung sei nun der rasche Ausbau des Mitarbeiterstamms, um Kundenprojekte noch schneller und effizienter betreuen zu können.

Lambda: Milestone der Entwicklungsstrategie

„Mit der vollständigen Übernahme von Huggler Gebäudetechnik setzen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserer Entwicklungsstrategie“, erklärt die Geschäftsführung der Lambda Wärmepumpen GmbH. „Die Schweiz ist ein zentraler Markt für nachhaltige Heiztechnologien. Durch die Integration können wir unsere Kundenbetreuung weiter professionalisieren und mit einem starken lokalen Team noch näher am Kunden agieren.“

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(v.l.) Das Führungsteam von reebuild: Nicolaus Lederer, Alexander Kornell, Matteo Cimadom, Luca Papay © Oskar Fleischanderl

Papierordner und manuell geführte Excel-Tabellen sollen der Vergangenheit angehören, zumindest wenn es nach reebuild geht. Das Tech-Startup automatisiert mit seiner KI administrative Tätigkeiten von Bauleitern. Es wandelt also Dokumente, PDFs, Fotos etc. in strukturierte Daten um oder automatisiert Aufgaben wie die Rechnungsprüfung. In der vergangenen Pre-Seed-Runde sind bereits bekannte Investoren wie Hansi Hansmann eingestiegen (brutkasten berichtete). Nun schloss reebuild eine Seed-Runde von über drei Millionen Euro ab, angeführt vom europäischen Investor Fortino Ventures, mit Beteiligung von Rise PropTech und CuriosityVC.

Weitere Automatisierung des kaufmännischen Ablaufs

Mit dem frischen Kapital sollen KI-gestützte Module weiterentwickelt werden, durch die der kaufmännische Ablauf von der Kalkulation bis zur Buchhaltung weitgehend automatisiert werde. „Wir wollen den Kosmos auf unserer Plattform mit immer neuen Workflows erweitern. Darunter verstehen wir z.B. den Erstellungsprozess von Ausgangsrechnungen“, sagt CEO und Gründer von reebuild Alexander Kornell im brutkasten-Gespräch. Zudem soll das Büro in Wien personell aufgestockt werden. Aktuell ist reebuild in Deutschland und in Österreich etabliert. Durch die Investitionen soll nun in weitere europäische Länder wie Italien oder Polen expandiert werden. Es gebe bereits Entwicklungspartnerschaften mit ersten Proof Points.

Zu den Kund:innen zählen Unternehmen wie Pittel+Brausewetter oder 3SI Immogroup. Die Software wird, laut dem Startup, in Wien entwickelt, in Deutschland gehostet und ist DSGVO-konform.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“

„Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Bauunternehmen und Projektentwickler ist, ihre Backoffice-Prozesse mit Software und KI zu digitalisieren und zu automatisieren“, sagt Wouter Goossens, Partner bei Fortino Ventures. Reebuild erklärt, dass die Verwaltung und Steuerung von Kosten zwischen den Abteilungen im operativen Geschäft der Baubranche veraltet sei. Rechnungen würden händisch mit Vertragsbedingungen oder Lieferscheinen abgeglichen und Führungskräfte würden Entscheidungen auf Basis überholter Informationen treffen müssen.

„Wir kennen die Probleme der Branche aus erster Hand und entwickeln reebuild gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden extrem nah an der Praxis“, sagt Kornell über die Baubranche und ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass wir diesen Markt mit einem Team aus Bau- und Technologie-Know-how aufmischen können. Nicht mit einem weiteren Tool, sondern mit einer Lösung, die wirklich versteht, wie Baustellen und Projekte kaufmännisch abgewickelt werden.“

Reebuild sorge für beschleunigte Prozesse und aktuellere Entscheidungsgrundlagen, was wiederum zu messbaren Einsparungen im gesamten Unternehmen führe. Beschaffungskosten könnten dadurch um bis zu 20 Prozent sinken.

Vision: Administrativer Aufwand auf null senken

Der bürokratische Aufwand soll laut reebuild in Zukunft gänzlich verschwinden. Auf Basis der strukturierten Daten hinter jedem Dokument entwickele reebuild das Agentic Backoffice für Bauunternehmen. KI-Agenten übernehmen eigenständig Routineaufgaben wie Prüfung, Abgleich und Vorkontierung. Dadurch sollen Teams ihre Zeit eher für das operative Geschäft anstatt für das manuelle Kostencontrolling nutzen.

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