03.02.2026
INVESTMENT

kW-Solutions: Wiener Startup treibt Expansion mit frischem Kapital voran

Das Wiener Startup kW-Solutions positioniert sich mit dem Energiemanager Charly als Anbieter für preisoptimiertes Laden in der Transport- und Wohnungswirtschaft. Dafür nimmt es nun frisches Kapital auf. 
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Hubert Schlager, Korbinian Kasinger, Günther Reder | © KWMS GmbH, Roman Schachenhofer

Getrieben von regulatorischen Vorgaben, steigenden Energiepreisen und wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen stehen Transportunternehmen vor grundlegenden strategischen Entscheidungen. Hier möchte sich das Wiener Startup kW-Solutions mit seiner Software-Lösung zur Errichtung von intelligenter E-Ladeinfrastruktur positionieren. Gegründet wurde das Unternehmen 2021 von CEO Korbinian Kasinger (brutkasten berichtete).

Zwei Transportunternehmer als Investoren

Für die nächsten Wachstumsschritte hat sich kW-Solutions nun frisches Kapital gesichert. Über die Höhe des Investments wurde Stillschweigen vereinbart. Als neue Investoren beteiligen sich die Transportunternehmer Günther Reder, Geschäftsführer von Reder Transporte, sowie Hubert Schlager von Schlager Transporte. Gemeinsam mit ihnen soll die Lösung „Charly Transportation“ zum führenden System für Lade- und Energiemanagement in der Transportwirtschaft ausgebaut werden. Die Software verknüpft nach Angaben des Unternehmens sämtliche relevanten Back-End- und Energiemanagement-Komponenten in einem System.

„Bei elektrifiziertem Transport ist ein erhebliches Maß an Infrastruktur und somit Hard- und Software notwendig. Der Schlüssel liegt in der optimalen Vernetzung zwischen PV-, Batterie und Ladeinfrastruktur. Genau in diesem Bereich hat das Team von kW-Solutions die richtigen Lösungskonzepte!“, so Reder.

Schlager ist bereits seit 2023 Kunde von kW-Solutions und plant aktuell die vollständige Umstellung der LKW-Flotte von Schlager Transporte auf Elektrofahrzeuge. „Ich bin davon überzeugt, dass dieses Thema mehr Chance als Bedrohung ist. Das erste Mal haben wir in unserer Branche die Energiequelle selbst in der Hand. Somit werden Abhängigkeiten massiv reduziert und die Wirtschaftlichkeit kann – mit einem intelligenten System wie Charly – gesteigert werden”, kommentiert er sein Investment.

Entwicklung der Software Charly

Das Startup begann im Jahr 2022 mit der Entwicklung der Software Charly, zunächst ausschließlich für die Wohnungswirtschaft. Knapp drei Jahre später wurde das Produkt mit Charly Transportation auf die Personen- und Schwertransportwirtschaft ausgeweitet (brutkasten berichtete). Inzwischen ist die Charly-App zu einem vollautomatischen System zur umfassenden Optimierung sämtlicher Ladevorgänge von Nutzer:innen weiterentwickelt worden.

„Unsere Rolle ist es, einen sicheren Betrieb der Infrastruktur bei unseren Kund:innen sicherzustellen sowie die (Strom-)Kosten auf 100 km Laufleistung durch Optimierung runterzubekommen. Dafür haben wir zum einen das geeignete Produkt und zum anderen strategische Investoren, die diesen Weg mit uns innerhalb Österreichs sowie Deutschlands forcieren. Wir freuen uns sehr über die neue Beteiligungsstruktur“, so CEO Kasinger.

Bereits 2023 hatte sich das Unternehmen ein erstes Investment gesichert. Dabei handelte es sich um eine sechsstellige Summe, die unter anderem von FSP Ventures eingebracht wurde (brutkasten berichtete). Kürzlich gewann er außerdem den brutkasten-Award „Innovator of the Year 2025“ in der Kategorie Startups.

Standort in München

Noch in diesem Jahr plant kW-Solutions die Expansion nach Deutschland. Dafür soll im ersten Quartal ein Standort in München eröffnet werden, von dem aus die Aktivitäten am deutschen Markt gesteuert werden.

„Der Erfolg der Elektrifizierung von Transportflotten liegt schon lange nicht mehr an der Wahl der Ladehardware, sondern an der Systemintegration. Und wir sind überzeugt, dass unser System auch in Deutschland großen Anklang finden wird“, so Kasinger abschließend.

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BodyWision
© zVg - Kasra Seirafi (l.) und André Seirafi.

„Niemand geht öfter zum Arzt als der Österreicher oder die Österreicherin.“ Auf diese Erkenntnisse kam die „Agenda Austria“ in einem im April 2026 veröffentlichten Bericht. Demnach verzeichnete Österreich im Jahr 2023 die meisten Arztkontakte pro Kopf im europäischen Vergleich (aktuellere vergleichbare Daten liegen noch nicht vor). Mit dreizehn Kontakten jährlich liegt Österreich damit vor der Slowakei und Deutschland.

Als Folge davon entstehen für jeden Menschen immer mehr Daten: Laborwerte, Befunde, Arztbriefe, Diagnosen, Medikamente, Spitalsberichte und vieles mehr. Das Problem dabei sei nicht der Mangel an Informationen, sondern ihre fehlende Verbindung, mein man beim Wiener Startup BodyWision. Gesundheitsdaten liegen verstreut in Arztpraxen, Spitalssystemen, E-Mails, Papierordnern und Portalen. Gleichzeitig sind Befunde für viele Menschen schwer verständlich und ohne Zusammenhang kaum einzuordnen. Das Unternehmen möchte dies mit seiner App-Plattform ändern.

BodyWision inklusive AI-Health-Coach

Die Anwendung soll Menschen dabei helfen, Befunde und medizinische Dokumente per Scan oder Upload sicher zu verwahren, besser zu verstehen und für Arztbesuche, Vorsorge und ein gesünderes Leben nutzbar zu machen. BodyWision verbindet dabei einen privaten digitalen Gesundheitssafe mit einem persönlichen AI Health Coach — mit Fokus auf Datenschutz, Datensouveränität und europäische Infrastruktur, wie es heißt.

„Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, wie AI und neue Technologien Menschen dabei unterstützen können, selbstbestimmt mit ihrer Gesundheit umzugehen“, sagt Kasra Seirafi, Co-Founder von BodyWision. „Wenn Menschen ihre verstreuten Gesundheitsdaten wirklich nutzen können, dann verändert das alles. Denn mit BodyWision verwahre und verstehe ich nicht nur meine Befunde. Ich bekomme individuelle Orientierung für Vorsorge und Health-Checkups, kann Fragen stellen und mich auf Arztgespräche vorbereiten. Im Gegensatz zu Google oder ChatGPT werden Antworten und Orientierungshilfen personalisiert auf Basis meiner aktuellen Gesundheitsdaten erstellt.“

Keinen Arzt ersetzen

Dabei ersetzt BodyWision keine Ärzte, vielmehr will die Plattform die Verbindung zwischen Patient:innen und Ärzt:innen stärken. Eine „Patient Summary“ kann auf Knopfdruck erstellt und mit Ärzt:innen geteilt werden. Diese strukturierte Zusammenfassung inklusive Vorbefunde wird eigenen Angaben zufolge dynamisch generiert und individuell auf den nächsten Arztbesuch zugeschnitten.

„Ärzt:innen haben oft sehr wenig Zeit, müssen aber komplexe Informationen schnell erfassen“, sagt André Seirafi, ebenfalls Co-Founder von BodyWision. „Wenn Patient:innen mit BodyWision besser vorbereitet sind, können wichtige Informationen schneller verfügbar sein. So kann sich die gemeinsame Behandlungszeit stärker auf das Wesentliche konzentrieren.“

BodyWision als europäische Alternative?

Allgemein versteht sich BodyWision als europäische Alternative zu gängigen US-Plattformen – sie soll Menschen ermöglichen, ihre Gesundheitsdaten sinnvoll zu nutzen, ohne die Kontrolle darüber zu verlieren: „Für uns war vom ersten Tag an klar, Gesundheitsdaten gehören den Menschen, nicht Plattformen oder Konzernen“, so André Seirafi weiter. „Unser Anspruch ist es, eine kompromisslos datensouveräne Sicherheitsarchitektur für die persönliche Nutzung von Gesundheitsdaten zu entwickeln.“

Bei BodyWision werden deshalb Befunde und Dokumente in einer persönlichen Health-Wallet verschlüsselt und lokal geschützt. Persönliche Gesundheitsdaten werden nicht verkauft, nicht zu Werbezwecken weitergegeben und nicht für das Training allgemeiner AI-Modelle verwendet, so der Claim.

Ab Juli beginnt die erste Early-Access-Phase. Registrierte Nutzer:innen können BodyWision als frühe Version testen. Perspektivisch ist ein Abo-Modell geplant.

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