19.07.2023

Kunsthistorisches Museum mit nächstem NFT-Drop – Werke von MadMaraca auf Tokapi

Der NFT-Marktplatz Tokapi und das Kunsthistorische Museum präsentieren mit der Künstlerin MadMaraca ihren nächsten NFT-Drop.
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Tokapi, MadMaraca, KHM, Kunsthistorisches Museum
(c) MadMaraca/ Tokapi/ KHM-Museumsverband - Squared Sights (l.) und Ancient Whispers von der Künstlerin MadMaraca.

Mit „Digital Renaissance – NFTs meet Classical Art“ launchte der europäische Marktplatz für Non-Fungible-Tokens (NFTs) Tokapi vergangenen März in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum ein Kunstprojekt. Inspiriert von alten Meistern, antiken Skulpturen oder auch der Architektur des Museums kreieren Künstler:innen im digitalen Bereich eigenständige Kunstwerke, die über Tokapi in streng limitierter Auflage erhältlich sind, so das Vorhaben.

Tokapi und die digitale Renaissance

„Mit MadMaraca ist eine weitere Pionierin der NFT-Szene unserer Einladung gefolgt. Ihre einzigartige Fähigkeit, jahrhundertealte Architektur in die digitale Welt überzuführen, macht sie zum perfekten Match für Digital Renaissance“, sagt Daniel Lenikus, Mitbegründer und CEO von Tokapi.

Mari Zand, besser bekannt als MadMaraca, ist eine Künstlerin, die sich mit 3D-Design, Voxel Art (3D Pixel-Kunst) und Metaverse-Architektur beschäftigt. Sie war bereits weltweit an zahlreichen virtuellen Projekten und Ausstellungen von NFT-Künstler:innen beteiligt.

Zand kreiert 3D-Modelle, die in akribischer Kleinstarbeit aus volumetrischen Pixeln aufgebaut werden. Die simple Struktur dieser Würfel soll unendliche Möglichkeiten eröffnen, digitale Skulpturen zu modellieren.

„Ich habe ein digitales Medium gefunden, das die gleiche taktile Befriedigung vermittelt wie das Basteln und Formen, das ich als Kind so geliebt habe. Jetzt arbeite ich anstelle von Ton mit winzigen Würfeln, mit denen ich komplexe und ästhetisch ansprechende Bilder entstehen lasse. Je mehr ich mich in diese Kunstform vertiefe, desto mehr erstaunen mich die einzigartigen Welten, die mit einfachen Würfeln kreiert werden können“, erklärt MadMaraca ihren Schaffensprozess.

Aus der Auswahl, die die Sammlungen des Kunsthistorischen Museums bietet, hat MadMaraca ein Gemälde und ein antikes Grabmonument für ihre künstlerische Auseinandersetzung gewählt.

Ancient Whispers: ein Voxel Tribut an das Heroon von Trysa

Das Werk „Ancient Whispers – A Voxel Tribute to the Heroon of Trysa“, zeigt MadMaracas künstlerische Interpretation des berühmten Grabmals Heroon von Trysa – im Südwesten der heutigen Türkei auf der Halbinsel Lykien gelegen. Die Relieffriese des insgesamt 211 Meter langen Monuments stellen heute ein Herzstück der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums dar und werden dort wissenschaftlich erforscht. Die in der Türkei lebende Künstlerin verbindet damit nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihre persönliche Faszination für Archäologie und antike Ruinen.

„Mir schwebte eine eher freie Interpretation des Denkmals vor, als eine historisch korrekte Darstellung. Es ging mehr darum, die Stimmung und die Essenz des Denkmals auf der Grundlage der mir zur Verfügung stehenden Ressourcen und Bilder einzufangen und dann meiner Kreativität ein wenig freien Lauf zu lassen“, sagt sie.

Squared Sights: die Voxel-Neuinterpretation eines Bellotto-Meisterwerks

Das zweite Werk „Squared Sights – A Voxel Reimagining of Bellotto’s Masterpiece“ ist angelehnt an Bernardo Bellottos Gemälde „Der Universitätsplatz in Wien“ (1759-60), das den heutigen Dr.-Ignaz Seipel-Platz im ersten Wiener Gemeindebezirk zeigt. MadMaraca hat die historischen Elemente der barocken Architektur in blockbasierte Voxelstrukturen umgesetzt.

Die gedämpfte Farbgebung des Originalgemäldes von Bellotto wird durch eine wärmere Farbpalette abgelöst. Die Charakteristik der Voxel Art ermöglicht eine multiperspektivische Sicht, sodass der Universitätsplatz nun aus unterschiedlichen Richtungen betrachtet werden kann. Der Wechsel der Tageszeiten verändert den Blickwinkel und durch unscheinbare Verschiebungen der Schattengrenze erzeugt MadMaraca eine vielseitige Lichtgebung.


Die NFT-Kunstwerke können direkt über die Plattform Tokapi erworben werden. Das Kunsthistorische Museum stellt für diese Arbeiten relevante Bildrechte und Datenmaterial zur Verfügung.

Der „KHM X MadMaraca NFT-Drop“ findet am 20. Juli um 19 Uhr (MEZ) hier statt. Zum Verkauf steht jeweils eine Edition von zehn Stück von „Ancient Whispers – A Voxel Tribute to the Heroon of Trysa“ und eine 24-stündige Open Edition von „Squared Sights – A Voxel Reimagining of Bellotto’s Masterpiece“.

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Opening Fireside Chat bei der aIQon: Peter Allan (accilium) diskutierte mit Alexia Feick (Microsoft) und Paul Strunz (Wien Energie) über KI im Unternehmensalltag. (c) Zsolt Marton

Keine Charts, keine Keynotes, nur Dinge, die funktionieren. Mit dieser Regel eröffnete Peter Allan, AI Lead und Managing Partner bei accilium, am 22. Oktober die erste aIQon im 15. Stock des Juwel Wien. Das Format lehnt sich an Tech-Konferenzen an: Ein Team stellt ein Problem vor, zeigt live, was es dagegen gebaut hat, und erklärt, was es dabei gelernt hat. Allan nannte den Nachmittag ein Experiment. Wer Organisationen das Potenzial von KI vermitteln wolle, komme mit Folien nicht mehr weit, man müsse es zeigen.

Von der Beratung zum Bauen

accilium ist eine österreichische Strategie- und Managementberatung mit Sitz am Wiener Schubertring, die unter anderem für den öffentlichen Sektor arbeitet. Erst im September erhielt das Unternehmen den Zuschlag für einen Rahmenvertrag der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) zur Digitalisierung der Verwaltung mit einem Volumen von bis zu 39 Millionen Euro.

Mit der aIQon zeigt accilium eine weitere Seite: Das Unternehmen hat heuer ein eigenes Team aus Forward Deployed Engineers aufgebaut, also Entwickler:innen, die direkt mit den Kunden arbeiten und Lösungen nicht nur konzipieren, sondern auch bauen. Die Rolle kommt aus der Software-Industrie und wird derzeit von führenden KI-Anbietern etabliert. Für eine Beratung heißt das: Strategie und Umsetzung aus einer Hand. Die gezeigten Agenten stammen alle aus diesem Team und laufen bei accilium selbst im Echtbetrieb.

(c) Zsolt Marton

Eine Kollegin, die alles mitliest

Aurelia ist ein eigenes Mitglied in einem Teams-Kanal. Sie hat ein eigenes Konto, liest Kanal, Postfach, Planner und Kalender eines Projekts mit und tut, was das Team ihr sagt. Im Szenario der Demo kehrt Projektleiterin Pia aus zwei Wochen Urlaub zurück und fragt Aurelia, was passiert ist. Statt Dutzende Nachrichten nachzulesen, bekommt sie in einer Antwort, was entschieden wurde und was für sie offen ist. Eine Kollegin ist krank: Aurelia findet deren fällige Aufgaben, schlägt Vertretungen vor und hängt die Aufgaben nach Pias Zustimmung im Planner um. Als die Kundin per Mail den Lenkungskreis vorziehen will, meldet sich Aurelia von selbst, weist darauf hin, dass eine Kollegin an dem Tag im Urlaub ist, und fragt nach, bevor sie den Termin verschiebt. Zum Jour fixe steht die Agenda in der Einladung, und eine Kollegin wird an ihren Kurzbericht erinnert.

(c) Zsolt Marton

Die Regeln dahinter sind klar: Aurelia liest alles mit, meldet sich von selbst aber nur dort, wo das Team es ihr aufgetragen hat. Planner und Kalender ändert sie erst nach einem Ja, Mails nach außen schickt sie nicht. Was sie darf, steht laut accilium im Code und nicht im Prompt. Die Regeln selbst gibt ihr das Team im Kanal, in ganz normalen Sätzen, so wie einer neuen Kollegin. Technisch läuft alles in einem Microsoft-Tenant auf Azure in der EU, das Sprachmodell in der EU-Datenzone.

Das wichtigste Learning kam aus dem eigenen Betrieb: Das richtige Maß ist für jedes Team ein anderes. Manche wollen täglich einen Status, andere jemanden, der im Hintergrund die Fäden zusammenhält und sich nur auf Nachfrage meldet. Deshalb lässt sich heute einstellen, wie proaktiv Aurelia ist. Und weil Teams einen Agenten als Kollegin wahrnehmen, gelte dasselbe wie bei jeder neuen Mitarbeiterin: Beide Seiten müssen sich aneinander gewöhnen.

Dasselbe Prinzip auf drei Ebenen

(c) Zsolt Marton

Zwei weitere Demos zeigten, dass der Ansatz auch jenseits des Projektteams funktioniert. „Linda Legal“ bündelt das Erfahrungswissen einer Rechtsabteilung und prüft direkt in Outlook Verträge gegen Richtlinie und Verhandlungsprotokoll. In der Demo entdeckte sie, dass in einem Paragrafen „jeweils“ statt des vereinbarten „zusammen“ stand, womit pro Wochenabruf 8.000 statt 4.000 Euro fällig geworden wären. Ihr Wissen liegt in lesbaren Dateien, die die Fachabteilung ohne IT selbst pflegt. „Erich Aigner“ wiederum ist ein persönlicher Assistent: Ein Berater erzählt ihm nach einem Kundentermin eine Minute lang, was zu tun ist, danach stehen Nachricht, Folgetermin und Mailentwürfe bereit. Gesendet wird nichts, das entscheidet der Mensch.

(c) Zsolt Marton

Drei Agenten, drei Ebenen: Team, Fachwissen, einzelne Person. Allen gemeinsam ist dasselbe Prinzip. Lesen, sortieren und vorbereiten tun die Agenten selbstständig, ändern und nach außen kommunizieren nur nach menschlicher Freigabe. Und diese Grenze ist technisch verankert, nicht bloß im Prompt versprochen.

Die Technik ist nicht der Engpass

Dass genau das die eigentliche Arbeit ist, zeigte auch der Opening Fireside Chat, in dem Peter Allan mit Alexia Feick und Paul Strunz über KI im Alltag, Top-down und Bottom-up in der Transformation und die Messbarkeit von KI-Projekten sprach. Strunz leitet das Digital Competence Center der Wien Energie, Feick war früher bei accilium und arbeitet heute im Customer Success bei Microsoft. Ihr gemeinsamer Befund: Die heutigen Modelle sind gut genug, der Hebel liegt in Prozessen, Governance und Befähigung. Feick riet, bei konkreten Pain Points anzusetzen statt bei dem Wunsch, „KI zu haben“. Der Output nach sechs Monaten solle eine veränderte Arbeitsweise mit messbarem Ergebnis sein, und lieber ein Use Case im crossfunktionalen Team als 30 kleine Proof-of-Concepts. Strunz ergänzte, dass Effizienzgewinne verpuffen, wenn die Prozesse dahinter nicht angepasst werden; bei der Wien Energie misst man unter anderem die Zahl aktiver Citizen Developer, eingesparte Stunden und eingespartes Geld.

(c) Zsolt Marton

Allan sieht in Agenten vor allem eine Wachstumschance: Es gebe unendlich viel Nachfrage nach Services, und wer es clever mache, nutze Agenten, um jeden einzelnen Job besser und kreativer zu machen. Bei accilium selbst sei keine Stelle durch KI ersetzt worden, wohl aber viel administrative Arbeit weggefallen. Intern begleitet das Unternehmen den Wandel mit einem eigenen Rhythmus: Jede Woche gibt es einen neuen „Build“ mit Skills, Tools und Trainings, wie bei einem Software-Unternehmen.

Alle Demos, Baupläne, Prompts und Skills stellt accilium offen zum Download bereit. Wer nicht dabei war, kann die Agenten also nachbauen. Auch das ist für eine Beratung ungewöhnlich und passt zum Anspruch des Formats: zeigen statt erklären.

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