10.02.2026
ART

Kunst statt Muskeln: A.Lab bringt Fitnessstudio-Konzept für Kreative nach Wien

Antonia Habitzl hat im November 2025 mit dem A.Lab ein Co-Creation-Atelier in Wien eröffnet, das auf flexible Nutzung statt fixer Kursstrukturen setzt. Nach dem Vorbild von Fitnessstudios bietet das Modell Zugang zu voll ausgestatteten Arbeitsplätzen für kreative Arbeit im urbanen Raum.
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A.Lab
(c) Sophie Weiß - Antonia Habitzl von A.Lab

Kunst braucht Raum. Nicht nur metaphorisch, sondern auch im Sinne von Platz für Utensilien. Leinwände, Pinsel, Farben, Mischpalette und mehr. Da die meisten Personen, die kreativ sein wollen, nicht die Möglichkeit haben – ohne Chaos im eigenen Heim – ihrem künstlerischen Trieb im Alltag frönen zu können, hatte Antonia Habitzl eine Idee und launchte im November 2025 A.Lab.

A.Lab mit Co-Creation

Dabei handelt es sich um ein Co-Creation-Atelier, das Kunst wieder zu einem leicht zugänglichen Teil des täglichen Lebens machen und einen Gegensatz zur Allgegenwärtigkeit des Digitalen darstellen möchte.

A.Lab funktioniert nach dem Fitnessstudio-Prinzip: Aufsuchen, wenn man Zeit hat. Mit flexiblen Abos, Blöcken oder Einzelbuchungen können Besucher:innen – auch ohne Vorkenntnisse – einen Platz in dem voll ausgestatteten Atelier buchen.

A.Lab
(c) Sophie Weiß – Das A.Lab-Atelier.

„Im A.Lab geht es nicht um Perfektion oder das fertige Ergebnis, sondern um den Prozess des kreativen Schaffens. Anders als klassische Malkurse bietet das Studio keinen permanent angeleiteten Unterricht, sondern Raum für eigene Ideen, Experimente und persönliches Tempo. Kreativität darf hier einfach passieren – ohne Bewertung und ohne Druck“, beschreibt Habitzl ihr Konzept.

Vom Consulting zum neuen Geschäftsmodell

Die Grundidee ist aus einer eigenen Herausforderung der Gründerin entstanden: „Ich komme beruflich aus dem KI- und Daten-Consulting und habe gemerkt, wie schwer es ist, kreative Hobbys neben einem anspruchsvollen Full-Time-Job nachhaltig im urbanen Raum nachzugehen“, erklärt sie. „Das A.Lab ist meine Antwort darauf – ein neues Geschäftsmodell an der Schnittstelle von Kreativität, Mental Health und moderner Arbeitswelt. Der Kunstraum in meiner Schule, in den man einfach gehen konnte, wann man wollte, war meine größte Inspiration. Diesen Freiraum möchte ich nach Wien bringen. Das A.Lab ist eine bewusste Auszeit vom digitalen Alltag.“

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Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Am Grazer Startup Emerald Horizon ist einiges ungewöhnlich: Mit Thorium-basierten Mini-Reaktoren hat es ein geplantes Hauptprodukt, das man gerade im besonders Atomkraft-kritischen Österreich nicht erwarten würde; mit Norbert Hofer als Vice President hat es einen ehemaligen (FPÖ-)Spitzenpolitiker in einer Führungsposition; und mit seinem geplanten Börsengang im Prime Market der Wiener Börse sieben Jahre nach Gründung steht es vor einem Schachzug, der so definitiv nicht im österreichischen Startup-Playbook steht.

Aktie SMRX für Handel zugelassen

Am 26. Juni ist es nun soweit. Nach mehrfacher Vorankündigung vermeldet Emerald Horizon nun auch den letzten notwendigen Schritt, nachdem bereits der Kapitalmarktprospekt von der Finanzmarktaufsicht (FMA) gebilligt wurde: Die Wiener Börse ließ die Aktie SMRX des Unternehmens zum Handel zu. Am Freitag startet sie mit einem Referenzpreis von 760 Euro pro Stück in den Markt. Daraus ergibt sich eine geplante Firmenbewertung von rund 790 Millionen Euro.

„Mit der Zulassung von SMRX durch die Wiener Börse beginnt für Emerald Horizon ein neues Kapitel. Die Notierung der Aktie macht uns transparenter, verbindlicher und sichtbarer – und sie gibt uns die Kraft, unsere Technologie für eine sichere und saubere Energieversorgung Europas konsequent voranzutreiben“, kommentiert CEO Florian Wagner in einer Aussendung.

Mini-Atomkraftwerk soll 2029 marktreif sein

Und es gibt für das 2019 gegründete Grazer Startup noch einiges voranzutreiben. Mit seinem Hauptprodukt, dem Small Modular Reactor (umgangssprachlich: Mini-Atomkraftwerk) Ades, ist es nämlich noch nicht am Markt. Die Marktreife ist hier 2029 geplant, wie Wagner vor einigen Monaten im brutkasten-Talk sagte. Mit der Technologie will man dann auch Atomkraft-Skeptiker:innen überzeugen. Denn der Thorium-basierte Reaktor funktioniert ohne Uran oder Plutonium, ohne Kettenreaktion und ohne Atommüll. Stattdessen passiert die Kernspaltung gezielt mittels Teilchenbeschleuniger. Die Gefahren üblicher Kernreaktoren seien damit allesamt aus dem Weg geräumt, argumentiert man beim Startup.

Noch drei Jahre lang rote Zahlen geplant

Tatsächlich am Markt ist Emerald Horizon aktuell bereits mit seinem Flüssigsalz-basierten Energiespeicher-System Dualstore Plus, das später auch eine wichtige Zusatz-Komponente des Ades-Systems werden soll. Im Jahr 2025 schrieb das Startup 768.000 Euro Verlust – getrieben durch F&E-Ausgaben. Auch in den kommenden drei Jahren erwartet man noch keine schwarzen Zahlen. Für ein Unternehmen, das in Österreich an die Börse geht, ist auch das ungewöhnlich.

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